Phantasievolle und bunte Motivwagen für den Blumenkorso Bad Ems
Es geht voran...
Bad Ems. Vereine, Institutionen und Interessengemeinschaften investieren jedes Jahr viel Zeit und Schweiß, um die phantasievollen und bunten Motivwagen zu bauen und schließlich am Vortag des Umzuges mit tausenden von Dahlienblüten zu vollenden. Blick aktuell schaute den Wagenbauern über die Schulter.
Auf dem Gelände des Bartholomäusmarktvereins Bad Ems in der Arzbacher Straße wird wieder fleißig gehämmert, gesägt, geschraubt und vieles mehr. Wenn im Juni beim Hallenfest der Wagenbauer, die neue Marktkönigin vorgestellt wird, ist dies zugleich der Startschuss für Vereine, Interessengemeinschaften und Familien, die Ideen und Gestaltung ihres jeweiligen Motivwagens umzusetzen. Auch in diesem Jahr dürfen sich die Besucher wieder auf 30 fantastische Motivwagen freuen.
Doch bevor es soweit ist, müssen die fleißigen Wagenbauer viele ehrenamtliche Stunden (28.000) auf dem Gelände verbringen. Ohne sie gäbe es den Blumenkorso nicht, das steht ohne Zweifel fest. Um so schöner ist es zu sehen, dass auch bereits der Nachwuchs eigenständig baut. Die Geschwister Köppen werden die Besucher mit „Shrek, dem Oger“ in eine Märchenwelt entführen. Die Materialien und die Fahrzeuge stellt der Bartholomäusmarkt-Verein zur Verfügung.
Der TV 1861 erinnert an das Deutsche Turnfest in Berlin, während „Lightning McQueen“ die Geschichte um ein Rennauto, dem es wichtiger ist zu Helfen, als der Sieg, bei der Freiwilligen Feuerwehr Bad Ems zu bewundern sein wird. Wer kennt sie nicht, die lustigen Figuren von Walt Disney? Da wo die AWO ist, ist „Oben“. Im Goldrausch befinden sich die Wagensteller der Familien Dietrich, Köppen, Haas. Sie gehören mit zu den „alten Hasen“ und bauen schon seit Jahren. Genauso wie die SPD und CDU. Der Judoclub entführt zur „Skyline von Manhattan“ während der Sankt-Martins-Chor die Runde durch Bad Ems mit einem Doppeldeckerbus fahren wird. Allein an diesem Bauwerk kann man nur erahnen, was für Arbeit, Technik und handwerkliches Geschick in jedes dieser Wagen investiert wird.
Im kleineren Format geht es bei den „Emser Pänz“ zu. Hier bauen Eltern und Kinder gemeinsam das Grundgerüst um ein Kettcar. Zum „Schnapszahl-Jubiläum“, gratuliert der Korsonachwuchs mit dem Thema „Torten“. Die Interessengemeinschaft Scharf, Schuster und Nachtigall reisen in das „Erste Zeitalter“ zurück. Mordor - das Land der dunklen Schatten, „Herr der Ringe“ ist hier der Ideengeber und der Schicksalsberg wird farbenfroh zu sehen sein. Die Bauherren haben Technik mit eingebaut, die für einen tollen farblichen Effekt sorgen wird. Auch der Stadtbürgermeister Berny Abt ist zugegen und hilft beim Spießer-Martini-Kirmes-Verein kräftig mit. Hier wurde schweißtreibend gesägt und geflext. Ein überdimensionales Motorrad ist entstanden. Die Mädels und Jungs, sind dafür bekannt aus „Altem etwas Neues“ zu schaffen.
Die Nachbargemeinde Dausenau ist auch wieder dabei. Eine historische Mühle mit viel Liebe zum Detail wird hier nachgebaut. Das Mühlenrad wird von Wasserkraft betrieben. Hierfür wurde extra ein Becken gebaut. Die Styroporplatten sind auch schon fast alle angebracht.
Im vergangenen Jahr feierte die Bäckerei Walldorf ihren 190. Geburtstag. Umso stolzer sind die Nieverner, dass dieses Handwerk bereits in der sechsten Generation weitergeführt wird. Die „Heckeböck“ gratulieren dem Bäckermeister Heiner Walldorf mit einer riesigen Geburtstagstorte.
Bernd Geppert, Vorsitzender des Bartholomäusmarktvereins, ist stolz darauf, auch in diesem Jahr Gäste aus Bad Schwalbach, Schwalbenkönigin Kerstin die III. und die Mittelrhein-Weinprinzessin aus Leutesdorf sowie die Stadt Nierstein, mit eigenen Motivwagen in dieser großen Blumenkarawane zu haben. Zeigt es doch die guten Kontakte und Freundschaften, die im Laufe der Jahre geknüpft wurden.
Überhaupt, wird dieser 55. Blumenkorso etwas ganz Besonderes in der Geschichte des Bartholomäusmarktvereins sein. Alle diejenigen, die gerne einmal beim Blumenstecken dabei sein möchten, können dies gerne tun. Helfer werden immer gesucht. Los geht es Samstag morgens auf dem Gelände in der Arzbacher Straße, wo dann jede einzelne Dahlienblüte auf genadelt wird und so seinen Platz im Styropor findet.
Wer dann sagt: „Wow, sowas möchte ich auch mal bauen“, der kann 2019 aktiv im Blumenkorso dabei sein. Mit dem Kauf des Programmheftes - es kostet nicht mehr als ein Kaffee und Kuchen - leistet man einen kleinen finanziellen Beitrag, denn nur so ist die Zukunft dieser Großveranstaltung gesichert.
Auch die Dausenauer Mühle wird nachgebaut.
