Allgemeine Berichte | 21.12.2021

Partnerschaftsverein Wachtberg - La Villedieu du Clain - Bernareggio

Es geht weiter

Partnerschaftstreffen: Vorstandsvertreter auf Deutschland und Frankreich trafen sich zu Zukunftsgesprächen in Dijon (F). Foto: privat

Wachterg. Die trinationale Partnerschaft zwischen Wachtberg, La Villedieu du Clain (Frankreich) und Bernareggio (Italien) startet nach zweijähriger coronabedingter Austauschpause in 2022 wieder durch: mit dem Austausch der Grundschulkinder im Mai in Frankreich, dem Jugendcamp im Juli in Italien und dem Mehrgenerationenbesuch im September in Wachtberg. Doch auch in der austauschlosen Zeit hatte der Verein den Mitgliedern einiges zu bieten.

„Nach so langer Pause war es uns allen extrem wichtig, die Energie und Dynamik unserer Vereine wieder für die gemeinsamen Aktivitäten zu wecken. Wenn auch - insbesondere in der italienischen Partnergemeinde, die nahe Bergamo liegt - die Mitglieder nach wie vor verständlicherweise sehr traumatisiert und vorsichtig sind. Aber wir alle sind hochmotiviert, die Begegnungen der verschiedenen Altersgruppen wieder zu starten“, sagt Bernadette Conraths, Vorsitzende des Wachtberger Partnerschaftsvereins.

Vertreter der Komitees hatten sich Angang November zur Planung auf halbem Weg im französischen Dijon getroffen – die Italiener waren per Zoom dazu geschaltet. Dort wurden nicht nur die traditionellen Austauschformate für Grundschulkinder, Jugendlichen und Erwachsenen terminiert. Es wurden auch neue Angebote ausgeheckt:

Eine „Culinaria Tour“ wird erstmals im Frühjahr 2022 von den französischen Partnern angeboten. Zwei kleine Gruppen aus Deutschland und Italien werden in französische Gastfamilien geladen und lernen dort über ein langes Wochenende deren Lieblingsgerichte kennen und kochen. „Wenn das gut angenommen wird“, hofft Michel Sorel, der Präsident des französischen Partnervereins, „dann können wir das in den kommenden Jahren auch in Bernareggio und in Wachtberg veranstalten!“

Sebastian Engels vom Wachtberger Vorstand hat sich für 2022 etwas für die Altersgruppe der 16- bis 21-jährigen ausgedacht, für die es bisher noch kein Angebot gab. „City Tours“ sollen von kleinen Gruppen von maximal 9 Teilnehmern inklusive Betreuer in den drei Gemeinden organisiert werden, und zwar in Städte, die nicht in den drei Ländern liegen und in einer Minibus-Tagesreise erreicht werden können (z.B. Luxemburg, Brüssel). Damit sollen zum einen die Eigenverantwortlichkeit der Jugendlichen und zum anderen die europäische Dimension der Partnerschaft gestärkt werden.

Natürlich werden alle Austauschaktionen des kommenden Jahres unter dem Vorbehalt der Pandemieentwicklung geplant.

Ganz ohne Partnerschaftsflair mussten die Wachtberger Mitglieder aber während der zwei Coronajahre nicht auskommen. Zwischen den Lockdowns organisierte der Verein italienische Weinproben, französische Kochabende, eine virtuelle Bistrorunde mit Themendiskussion, was von den Mitgliedern sehr gerne angenommen wurde.

Etwas sehr Verbindendes und Passendes zur festlichen Jahreszeit kreierten zwei Mitglieder des Vorstandes für alle Mitglieder in den drei Gemeinden: Ein Backbüchlein in den drei Sprachen mit einfachen Rezepten für Plätzchen und Gebäck aus den drei Ländern: La Pâtisserie della trinazionale Freundschaft“. Die Hefte wurden nach Italien und Frankreich geschickt und die Familien dazu eingeladen, einfach mal ganz coronakonform virtuell gemeinsam zu backen. Auch die Ratsmitglieder der Gemeinde Wachtberg wurden damit bedacht. „Auf dass wir alles gut gebacken kriegen“, schmunzelt Friedrich Oettler, stellvertretender Vereinsvorsitzender und selber Ratsmitglied.

Auf der Mitgliederversammlung des Partnerschaftsvereins am 16. November im Wachtberger Köllenhof begrüßten die Anwesenden die Pläne und Aktivitäten des Vorstandes sehr und wählten ihn für ein weiteres Mandat bis zum März 2023 einstimmig wieder. „In den über 200 Mitgliedern haben wir einen sehr aktiven starken Kern, dafür sind wir sehr dankbar“, freut sich die frisch wiedergewählte Vorsitzende. „Wir sind ein tolles und gut eingespieltes Vorstandsteam, aber ohne die breite Unterstützung der Mitglieder geht Partnerschaft nicht!“

Partnerschaftstreffen: Vorstandsvertreter auf Deutschland und Frankreich trafen sich zu Zukunftsgesprächen in Dijon (F). Foto: privat

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