Blutspendeaktionen im Kreisverband Rhein-Sieg

„Es gibt immer einen Plan B“

Siegburg. „Es gibt immer einen Plan B“ – dieser Satz stammt von David Behre, der als 20-Jähriger bei einem schweren Zugunfall beide Unterschenkel verlor. Dank des Einsatzes der Ärzte im Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinikum Duisburg und vieler Blutkonserven hat David Behre überlebt. Allerdings sind die Füße und die Unterschenkel unterhalb der Knie nicht zu retten. Es beginnt eine harte Zeit, aber als David Behre zufällig im Fernsehen bei einer Sportübertragung sieht, dass es möglich ist, mit Prothesen schneller zu laufen als die meisten Menschen mit gesunden Beinen, schöpft er Hoffnung und sieht für sich ein neues Ziel. Er entwickelt im Krankenhaus den Plan B für sein Leben. Er will Sprinter und Profisportler werden.

Heute engagiert sich David Behre auch für die Blutspende beim Roten Kreuz, denn ohne die lebensrettenden Bluttransfusionen hätte er niemals seinen persönlichen Plan B für sein weiteres Leben entwickeln können. Nur wenn Blut immer in ausreichender Menge für alle Blutgruppen direkt verfügbar ist, können Ärzte in diesen Notsituationen Leben retten. Eine sichere Versorgung mit Blutpräparaten gehört zu den grundlegenden medizinischen Vorsorgemaßnahmen im Gesundheitswesen. Nur wenn genügend Menschen regelmäßig Blut spenden, kann dies gelingen. Eine der sinnvollsten Möglichkeiten, schwerkranke Patienten zu unterstützen, besteht deshalb ganz praktisch darin, Blut zu spenden. Bluttransfusionen ermöglichen Heilung und retten Leben. Es folgen die Termine in der Übersicht.

In Rheinbach: am Montag, 20. Januar, von 15 bis 19.30 Uhr, Stadthalle Rheinbach, Villeneuver Straße 5.

In Windeck-Schladern: am Dienstag, 21. Januar, von 15.30 bis 20 Uhr, Kulturhalle, Schönecker Weg 5 (närrische Blutspende mit Typisierungsaktion durch die Stefan-Morsch-Stiftung).

In Meckenheim: am Freitag, 24. Januar, von 15 bis 19.30 Uhr, Evangelisches Kirchenzentrum Christuskirche, Dechant-Kreiten-Straße 19.

Um gesund durch den Alltag zu kommen, schenkt der DRK-Blutspendedienst allen Besuchern des Blutspendetermins ein Händedesinfektionsmittel, das 99,99 Prozent der Keime beseitigt. Praktisch und gut in der Grippesaison.

Wer Blut spenden möchte, muss mindestens 18 Jahre alt sein und sich gesund fühlen. Zum Blutspendetermin unbedingt den Personalausweis mitbringen. Vor der Blutspende werden Körpertemperatur, Puls, Blutdruck und Blutfarbstoffwert überprüft. Im Labor des Blutspendedienstes folgen Untersuchungen auf Infektionskrankheiten. Jeder Blutspender erhält einen Blutspendeausweis mit seiner Blutgruppe. Die eigentliche Blutspende dauert etwa fünf bis zehn Minuten. Danach bleiben die Spender noch zehn Minuten lang ganz entspannt liegen. Zum angenehmen Abschluss bietet das Rote Kreuz einen Imbiss an.

Für alle, die mehr über die Blutspendetermine in Wohnortnähe erfahren wollen, hat der DRK-Blutspendedienst West im Spender-Service-Center eine kostenlose Hotline geschaltet. Unter (08 00) 1 19 49 11 werden montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr alle Fragen beantwortet. Informationen auch im Internet unter www.blutspendedienst-west.de.