Allgemeine Berichte | 01.08.2023

Ausgesetzte Haustiere: „

„Es ist schlimm geworden“

symbolbild. Foto: Pixabay.com

Kreis Ahrweiler. Es ist leider kein seltenes Schicksal: Haustiere werden an Weihnachten und Geburtstagen verschenkt und spätestens beim nächsten Sommerurlaub werden Hund, Katze und Co zum eher lästigen Anhängsel, die es loszuwerden gilt. Gerade in der Ferienzeit werden die Tiere dann ausgesetzt, zum Beispiel an einer Raststätte. BLICK aktuell sprach mit Claus Krah vom Tierheim im Kreis Ahrweiler. Ob wirklich die Ferienzeit oder die Corona-Pandemie letztendlich an der Dimension der ausgesetzten Tiere schuld ist, kann auch Krah nicht genau sagen. Eines stehe jedoch fest. Der Zustand der ausgesetzten Tiere ist in den letzten Jahren deutlich schlimmer geworden.

Viele Menschen haben sich gerade aufgrund der Beschränkungen der Pandemie ein Haustier angeschafft, vor allem als Begleiter des Alltags in einer ungewohnten Situation. Die Pandemie ist nun Geschichte und nun versucht mancher, die Tiere schnell wieder loszuwerden. Den Zustand dieser Tiere beschreibt Krah als desolat: „Die Tiere sind krank, sind in einem schlechten Pflegezustand, teilweise extrem unterernährt oder fettleibig“, so Krah.

Der Grund läge auf der Hand.

Oft schaffen sich Menschen in völliger Ahnungslosigkeit, wie ein Tier zu halten sei, an. Gerade Hunde werden ohne Führung schließlich zum Problem. Ein grundsätzliches aggressives Verhalten oder so genannte Beißattacken seien aufgrund konsequenter Vernachlässigung keine Seltenheit. Ein Aussetz-Grund seien auch Tierarztkosten, die nicht bezahlt werden können oder wollen. Fakt sei, dass sich die Tiere in immer schlechteren Zuständen befänden.

Betroffen sind übrigens nicht nur Hunde. Insbesondere Katzen werden immer häufiger ausgesetzt. Auch alle Tierarten sind betroffen. Seit Ende letzten Jahres werden im Kreis Ahrweiler deutlich vermehrt Kleintiere, Kaninchen und Meerschweinchen ausgesetzt, dies teilweise in Behältern, in denen die Tiere absolut „keine Chance hätten“, wie Krah erklärt. In Taschen oder Kartons werden die Kleintiere ausgesetzt, oder, wie Claus Krah sagt, „achtlos über den Zaun geworfen“.

Und was ist zu tun, wenn ein herrenloses Tier gefunden? „Dann sollte sofort Tierheim, Ordnungsamt oder Polizei verständigt werden“, sagt Krah. ROB

symbolbild. Foto: Pixabay.com

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Bertram: Das ist mittlerweile der 4. Bus der von dieser Marke vollkommen ausbrennt. Des Weiteren berichte die Rhein Zeitung darüber, dass der VREM 37. Busse der ersten Generation vorsichtshalber außer betrieb...
  • Fabian F: Nichts Neues gefühlt ein Bus pro Woche
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
Dienstleistungen
Wir helfen im Trauerfall
Titelanzeige KW 15
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Wohnträume
  WÄRMEPUMPE ÖL/GASHEIZUNG
Staplerfahrer (m/w/d)
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Empfohlene Artikel
Symbolbild.  Foto: pixabay.com
64

Region. Auch in unserer Region gibt es sie: die stillen Stars des Alltags. Menschen, die anpacken, helfen, Verantwortung übernehmen oder einfach für andere da sind. Ob Feuerwehrmann, engagierte Ortsbürgermeisterin, unermüdliche Nachbarschaftshelfer oder die gute Seele im Sportverein – sie alle sind Heimathelden! BLICK aktuell möchte diesen Menschen eine Bühne geben und der Öffentlichkeit vorstellen – in einer neuen Serie in unserer Zeitung.

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: pixabay.com
39

Region. Wir von BLICK aktuell möchten wissen, wo in eurer Heimatstadt oder Kommune der Schuh drückt! Aus diesem Grund haben wir die neue Serie „HeimatCheck“ ins Leben gerufen. Ob kleine Ärgernisse oder große Probleme: Schreibt uns, was euch bewegt, und wir berichten für euch! Handlungsbedarf gibt es eigentlich immer, sei es bei:

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: ROB
132

Jugendliche um drei Uhr nachts von Polizei angehalten

11.04.: Bad Ems: 15- und 13-Jähriger unternehmen nächtliche Spritztour mit Auto

Bad Ems. In den frühen Morgenstunden des 11.04.2026, gegen 03:00 Uhr, wurde durch eine Streifenwagenbesatzung nach einem Hinweis von Zeugen ein Pkw im Stadtgebiet Bad Ems, im Bereich der Straße Am Weißen Stein, kontrolliert. Hierbei wurde festgestellt, dass der Fahrzeugführer erst 15 Jahre alt und demnach nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis war. Sein Beifahrer war nochmals zwei Jahre jünger.

Weiterlesen

Imageanzeige
Imageanzeige
Werbeplan 2026
Wir helfen im Trauerfall
Titelanzeige
Koblenzer Kneipengeschichten
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Sachbearbeiter (m/w/d)
Titelanzeige Nissan  114/1407895/2454617/4746681
Blütenfest
Stellenausschreibung Hausmeister/in
Anzeige Tag der offenen Tür am Zeiberberg
Anzeige Beratertage Schlafexperte
Rückseite
Stellenausschreibung: Betriebshof
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür, 19.04.26