Allgemeine Berichte | 07.01.2022

Buch erzählt von Müllern und Mühlen rund um Montabaur

„Es klapperten die Mühlen“ – von einst bis heute

Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich (li) als Herausgeber und die Autoren Eleonore Lenz und Winfried Röther trafen sich am Dorfbrunnen in Niederelbert, um gemeinsam für das Buch „Es klapperten die Mühlen“ zu werben. Der Ort ist nicht zufällig gewählt, denn das Mühlrelief ist auf dem Titel des Buches zu sehen. Foto: VG Montabaur/Ingrid Ferdinand

Montabaur. „Es klapperten die Mühlen“ – so der Titel des neuen Buches, das die Verbandsgemeinde Montabaur kürzlich herausgegeben hat. Und wie der Titel vermuten lässt, handelt es sich um Mühlen, die es einst in der Region gab, insgesamt 58 Stück. Die Autoren Josef Kläser, Eleonore Lenz und Winfried Röther haben in jahrelanger Kleinarbeit liebevoll die Details zusammengetragen, die die Geschichte in der Region, insbesondere die Wirtschaft, bedeutend geprägt haben.

Das Buch ist als Hommage zu verstehen, weil Mühlen nichts von ihrer Faszination verloren haben, obwohl sie heute meist stillgelegt sind. Früher waren sie wichtige Handelsbetriebe, die wegen ihrer Bedeutung einem besonderen Schutz unterstanden und deshalb auch schon mal als Zufluchtsort genutzt wurden. Heute sind es oftmals höfische Anwesen, die nun der Landwirtschaft und Tierhaltung dienen. Die Mühlsteine sind meist nicht mehr in Betrieb. Und es gibt zahlreiche Mühlen, an denen der Zahn der Zeit unaufhaltsam nagt. Josef Kläser, Mitglied des historischen Stammtisches von Montabaur, ist seit vielen Jahren Mühlenexperte bekannt. Zahlreiche heimatkundliche Veröffentlichungen im Jahrbuch Wäller Heimat und sein grundlegender Aufsatz über „Das Mühlenwesen im Herzogtum Nassau“ in den Nassauischen Annalen 2005 belegen sein umfassendes Wissen. Als seine Mit-Autorin, Eleonore Lenz, eine ehemalige Mitarbeiterin in der Wasserwirtschaftsverwaltung, vor einigen Jahren zum historischen Stammtisch stieß, war den übrigen Mitgliedern schnell klar: Die umfassende „Wasser“-Kenntnis der Beiden muss genutzt werden. Damit war der Grundstein für das „Mühlenbuch“ gelegt. Auch Winfried Röther gehört dem historischen Stammtisch an. Als er von der Idee hörte, bekundete er sofort sein Interesse. Das hatte auch persönliche Gründe: Seine Vorfahren entstammen der „Kautenmühle“ in Nomborn. Die Mühle ist 1564 als „Untere Mühle - Hofmanns Mühl“ in einem Verzeichnis des Kirchspiels Nentershausen erwähnt, ihren heutigen Namen erhielt sie 1780. Dort hat mit dem Ur-Ur-Großvater Johann Müller, der bis 1852 Besitzer der Mühle war, die Familiengeschichte von Röther ihren Ursprung. Röther übernahm für das Buch die Recherche der Mühlen im Ahrbach- und Eisenbachtal.

Etwa fünf Jahre lang trugen die Autoren Detail um Detail zusammen – heraus kam ein gebundenes Buch mit vielen Müller- und Mühlengeschichten, für die die Verbandsgemeinde Montabaur als Herausgeber die Patenschaft übernahm. „Es ist ebenso unglaublich wie faszinierend, mit welcher Geduld die Autoren diesen facettenreichen Teil der Geschichte unserer Verbandsgemeinde zusammengetragen, aufgeschrieben und bebildert haben,“ würdigte Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich die intensive Recherche der Hobby-Historiker und dankte ihnen gleichzeitig dafür.

„Es klapperten die Mühlen“ ist ein Buch, das wegen seiner Individualität ausschließlich nach Bestellung gedruckt wird. Jeweils ein Exemplar liegt zur Ansicht in der Tourist-Information am Großen Markt und in der Buchhandlung „Erlesenes“ in der Kirchstraße in Montabaur aus. Verbindliche Bestellungen nimmt, zunächst bis zum 28. Februar 2022, die Buchhandlung „Erlesenes“ entgegen unter Tel. (0 26 02) 53 33 oder E-Mail: info@buchhandlung-montabaur.de. Pressemitteilung der

Verbandsgemeinde Montabaur

Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich (li) als Herausgeber und die Autoren Eleonore Lenz und Winfried Röther trafen sich am Dorfbrunnen in Niederelbert, um gemeinsam für das Buch „Es klapperten die Mühlen“ zu werben. Der Ort ist nicht zufällig gewählt, denn das Mühlrelief ist auf dem Titel des Buches zu sehen. Foto: VG Montabaur/Ingrid Ferdinand

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