Bienenlehrpfad in Lantershofen eröffnet
„Es soll immer etwas blühen“
Viele Helfer realisierten mit „Bienenlant“ ein einzigartiges Projekt
Lantershofen. Naturnahe Wiesen, Bienen – diese Themen bewegen viele Menschen, denn das sogenannte Insektensterben ist längst für jedermann sichtbar. In Lantershofen geht man dagegen aktiv an und hat mit dem „Bienenlant“-Lehrpfad nicht nur ein kleines Open-Air-Naturmuseum, sondern auch einen Lebensraum für Bienen und Insekten geschaffen. Dem Spatenstich in Mai („BLICK aktuell“ berichtete) folgte jetzt in Anwesenheit von Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Bürgermeister Achim Juchem und Ortsvorsteher Leo Mattuscheck sowie den Mitgliedern des Lantershofener Ortsbeirats die offizielle „Bienenlant“-Eröffnung. Unweit der „spirituellen Tankstelle“ am „Birnenrundwanderweg“ angelegt, bietet das Biotop ganz besondere Einblicke in die „Arbeit“ der Bienen.
Bienen in Aktion
Sechs Informationstafeln liefern fundiertes Wissen rund um das Thema „Bienen“, im Sommer ist hier eine „Schaubeute“, also ein echter Bienenschwarm in Aktion, zu sehen. Wer die Schaubeute öffnet, sieht die Bienen hinter Glas und kann sich darüber informieren, was im Bienenvolk vor sich geht.
Hier ist der Weg zur Trachtquelle und der Eintrag von Nektar und Pollen beschrieben, ebenfalls die Bestäubung als Leistung für Natur und Mensch bis hin zur Entstehung von Honig. In den angelegten Sträuchern und der Totholzecke finden Insekten eine Heimat, der kleine Rundweg, angelegt von den Ringener Pfadfindern, lädt zum Verweilen ein. Es wurden Birnbäume mit alten Sorten gepflanzt und eine große Blühwiese angelegt. „Ziel ist es, dass hier immer etwas blüht“, so Ortsvorsteher Mattuscheck. Landrat Pföhler dankte den vielen Lantershofenern, die sich bei diesem jüngsten Projekt engagierten, ganz besonders Imker Andreas Schneider, der das Projekt mit seinem Wissen unterstützt hat, den Eheleuten Hemmers, die die Idee zum Bienenlehrpfad hatten und die Anschubfinanzierung leisteten sowie den Pfadfindern des Stammes Galileo aus Ringen, die in unzähligen Helferstunden gemeinsam mit dem Förderverein das Projekt umgesetzt haben.
„Hand in Hand“
Dass Lantershofen beim gemeinsamen Anpacken eine Vorreiterrolle innehat, bemerkte Burchard Kraus. Der Vorstand der Raiffeisenbank Voreifel eG, die sich als Sponsor beteiligte und die Ausrichtung der Einweihungsfeiern übernahm, unterstrich die Nachhaltigkeit des Projekts und das „Hand-in-Hand“, mit dem Kreis, Gemeinde, Ort und Verein die Sache angegangen sind.
Im Sommer kann eine „Schaubeute“ besichtigt werden.
Viele Besucher waren zur Eröffnung an die „spirituelle Tankstelle“ des „Birnenrundwanderwegs“ gekommen.
