Dieblicher Delegation weilte in der belgischen Partnergemeinde Heers
Es war Gastfreundschaft pur
Dieblich. Kalendarisch war der Sommer zwar gerade zu Ende gegangen, das Wetter hätte jedoch nicht schöner sein können für die Fahrt der Dieblicher Delegation in die belgische Partnergemeinde Heers. Beim Empfang im großen Saal des Gemeindezentrums hieß Bürgermeister Henri Dumont in Anwesenheit zahlreicher Ratsmitglieder und Vertreter verschiedener Vereine die Gäste von der Mosel willkommen, darunter den Zweiten Beigeordneten Jan Schröder, der in Vertretung von Bürgermeister Andreas Perscheid teilnahm, und die Weinmajestäten (Weinkönigin Michelle I. und Weinprinzessin Pia). Dumont sprach mit großer Wärme und echter Freude von der seit zehn Jahren bestehenden Partnerschaft.
Zu Recht hob er besonders die guten Kontakte zwischen den Karatevereinen und den Walkinggruppen aus Heers und Dieblich hervor und wünschte sich für die Zukunft weiterhin ein engagiertes, lebendiges Miteinander.
Schröder würdigte in seiner kurzen Ansprache ebenfalls die Verbindungen, die in den zehn Jahren seit Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde entstanden sind. Er bedankte sich beim Bürgermeister und den Einwohnern von Heers für den herzlichen Empfang, überbrachte Grüße von Bürgermeister und Gemeinderat und überreichte in deren Namen ein Weinpräsent. Auch Weinkönigin Michelle I. bedankte sich, charmant wie immer, für die Einladung und überreichte mit den besten Wünschen für eine gute Zukunft der Partnerschaft eine Flasche ihres Königinnenweins.
Die Gastgeber hatten ein sehr ansprechendes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, durch das die Gäste sprachgewandt und fachkundig von einem ehemaligen Dozenten für Kunstgeschichte der Universität Brüssel geführt wurden. Stets begleitet von einem Akkordeonspieler mit unerschöpflichem Repertoire, der – von den sangesfreudigen Heersern unterstützt – ansteckend gute Laune verbreitete. Die Dieblicher lernten dabei zwei der zwölf Ortsteile von Heers etwas besser kennen. In Opheers erwartete eine regionale Berühmtheit, die ehemalige TV-Moderatorin und Buchautorin Danielle Houbrechts, die in Belgien als „Kruidendame“, also als Kräuterfrau, bekannt ist, die Dieblicher mit einem umwerfenden Buffet aus mit Kräutern und essbaren Blüten zubereiteten Häppchen und Getränken, deren Vielfalt und Raffinesse erstaunlich waren.Daneben präsentierte sie mit Begeisterung und sichtlicher Freude ein Projekt, das von der Gemeinde Heers unterstützt wird: ein Areal mit acht Hochbeeten, gruppiert um einen schönen Dorfplatz. Dort werden essbare Pflanzen aller Art angebaut, in Nachbarschaftsarbeit gepflegt und auch gemeinschaftlich geerntet – eine gute Anregung für ein gelungenes Konzept der Dorferneuerung.
Houbrechts zeigte den Besuchern anschließend noch ihren wunderschön restaurierten, landschaftstypischen Vierseithof, bevor die Gruppe zum nächsten Ortsteil nach Batsheers aufbrach, wo im Rahmen eines Erntefestes ein Handwerkermarkt mit Musik und Oldtimer-Traktorschau stattfand. In der Domein Marsnil, einem Gutshof mit Restauration, machte die Gruppe erneut Station, um sowohl ein landestypisches, besonders gutes und gehaltvolles Bier als auch weniger landestypischen, aber erstaunlich guten Wein zu verkosten, der seit einigen Jahren auf dem Gut angebaut wird.
Zum Abschluss des Besuchs hatte Bürgermeister Dumont ins Restaurant T’ Paenhuijs eingeladen, wo die Dieblicher noch einmal von der Lebensfreude und überwältigenden Gastfreundschaft der Belgier begeistert wurden. Dumont überreichte Schröder ein Präsent für seinen Kollegen Andreas Perscheid und den Rat in Dieblich. Bei einem köstlichen und reichhaltigen Buffet konnten Gäste und Gastgeber den wunderschönen gemeinsamen Tag noch einmal Revue passieren lassen. Dass der Abschied nicht leichtfiel, ist ein gutes Zeichen.Diesen rundherum sympathischen Menschen (und hervorragenden Gastgebern) in Belgien möchten alle auf jeden Fall bald wieder begegnen.
Geschenke durften natürlich nicht fehlen.
