Es war einmal: Kölsche Teller und Berliner Kissen ade!
Vor etwas über einem Jahr wurde der Gemeinde Bad Breisig eine besonders einmalige Sehenswürdigkeit des Landkreises Ahrweiler von heute auf morgen genommen! Südlich der scharfen Kurve auf der Waldstraße hatte man seinerzeit, auf Wunsch eines Anliegers, eine Schikane vor die Kurve und eine hinter die Kurve, kam darauf an, von wo man kam, seitens der Gemeinde installiert, um Raser auf die wahnsinnige Geschwindigkeit von 30 km/h herunterzubremsen, auf die die Waldstraße sowieso schon seit ewigen Zeiten begrenzt ist (schneller geht es in dieser scharfen Kurve sowieso nicht)! Diese Schikanen vermittelten dem Anlieger sicherlich nationales Flair, da sie nach den größten deutschen Städten benannt worden waren: Kölner Teller, zwei Reihen runde Metallplatten und Berliner Kissen, zwei große Gummimatten. Doch über 500 Menschen, die südlich der Kurve auf der Waldstraße, über die Parkstraße bis hin zur Sebastian-Kneipp-Straße wohnten, scherten die Namen nicht, ihnen waren die Schikanen lange Zeit ein Greuel. Bis sich dann ein Bürger den Mut nahm und den Breisiger Blick informierte, der dann mehrmals objektiv über diese Sehenswürdigkeit berichtete, sogar der Bonner Generalanzeiger erbarmte sich und berichtete von der Geschichte. So richtig ins Rollen kam die Story aber erst, als eine Bürgerinitiative ParSEWal (steht für Par kstr., Se bastian-K.Str, Wal dstr.)
gegründet wurde und einen Blog ins Internet setzte ( http://www.waldstrasse-quer.de/ ) und die Anwohner mit einer Unterschriftenaktion sich gegen die schikanösen Maßnahmen wandten. Als dann noch der SWR, RLP.TV, GA-Bonn, Rheinzeitung, der Wittich-Verlag und natürlich weiterhin Blick-aktuell berichteten, baute man die Schikanen wieder ab.
Herbert Conrads, Bad Breisig
