Konzert des Männerchores Bachem weiht neue Beleuchtungsanlage in St. Anna ein
Es wurde Licht
Festlicher Chorgesang erstrahlte im neuen Licht
Bachem. Die Aktion „Licht für St. Anna“ war und ist eine beeindruckende Gemeinschaftsleistung der Bachemer Vereine unter der unermüdlichen Koordination des Bachemer Kapellenvereins.
Wie es das Motto schon verrät, galt es, die St. Anna Kapelle, deren Wurzeln bis ins frühe 13. Jahrhundert zurückreichen, mit einer neuen Lichtanlage auszustatten. Nachdem schon 2016 die aufwändige Renovierung der Faltendecke - die es so in Deutschland übrigens nur zweimal gibt - abgeschlossen war, überlegten sich Pastor Peter Dörrenbächer, Ortsvorsteher Georg Schikowski, Kapellenvereinsvorsitzender Reinhold Kurth und die Vereinsvorsitzenden der Bachemer Vereine, wie Sankt Anna in würdigem Glanz erleuchtet werden könnte. Das gemeinsame Fazit: Bachem lässt Musik in Benefizkonzerten erklingen, um eine adäquate Deckenbeleuchtung zu finanzieren. Im Oktober 2016 begann der Konzertreigen in Sankt Anna, regionale Musiker stellten sich in den Dienst der guten Sache und reihten insgesamt 14 Konzerte aneinander.
Finanzierung wurde sichergestellt
Es gingen Privatspenden ein, die Bachemer Vereine zogen alle an einem Strang, um das Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. In enger Kooperation mit der Kirchengemeinde St. Pius und dem Bistum Trier wurde ein Lichtkonzept erstellt, das nun in der Kapelle umgesetzt wird. Durch das große Engagement des Kapellenvereins, sowie vieler Spenderinnen und Spender konnte mittlerweile auch die Finanzierung von rund 16.000 Euro sichergestellt werden. Im November trafen die Leuchten beim Elektroinstallationsunternehmen Manfred Krupp ein, der sich mit seinem Team unverzüglich an die Arbeit machte. Ein Verein, dem die Bachemer Kapellen ebenfalls seit jeher am Herzen liegen, ist der Männerchor Bachem, der jetzt die Ehre hatte im Rahmen eines festlichen „Es war Licht“-Konzerts die neue Lichtanlage sozusagen einzuweihen.
Trotz Zusatzbestuhlung war die St. Anna Kapelle bis auf den allerletzten Platz gefüllt, als Pastor Peter Dörrenbecher und der Männerchor-Vorsitzende Rudi Dresen die rund 140 Gäste begrüßte. Erstes Musikstück des Abends unter der Leitung von Hans-Albert Jahn war die Franz-Schubert-Komposition „Im Abendrot“, die schon direkt zum Beginn die einmalige Akustik des historischen Gotteshauses auf beeindruckende Weise zur Geltung brachte. Nach einem „Block“ von drei Liedern - darunter das „Credo“ von Wilhelm Heinrichs sowie das gospelartige „Kumbaya, my Lord“, sorgte die Mundharmonikagruppe des Männerchores mit Stücken wie „Aber Dich, gibt`s nur einmal für Dich“ für Begeisterung. Dann übernahm wieder der Männerchor, der in Form „Dir singen wir“ und „Tebjé poschem“ zwei altrussische Kirchengesänge im Gepäck hatte, die stark an gregorianische Gesänge erinnerten und perfekt zum Ambiente und vor allem zum Ort des Geschehens passten.
Emotionale Klänge
Anschließend wurde es sichtlich emotional: Das Stück „Die Rose“ wurde ebenso wie die schwedische Volksweise „Bred dina vida vingar“ und das Spiritual „All Night, all Day“ den im vergangenen Jahr verstorbenen Sangesbrüdern Norbert Schmitz, Enzo Fantini, Erich Fiedler und Peter Kirch gewidmet, die auf diese Weise musikalisch in die Mitte ihrer Sangesbrüder genommen wurden, von denen sie nicht vergessen werden. Das berührte die Gäste, manchem Konzertbesucher standen die Tränen in den Augen. Mit einer wunderbaren Improvisation von Fabienne Höthker, Frank Luxem und Hans-Albert Jahn hatte das Konzert auch ein bemerkenswertes Instrumental zu bieten, bevor das getragen-epische „Ein Stern strahlt“ der gelungene Schlusspunkt eines denkwürdigen Abends war.
Die Mundharmonika-Gruppe des Männerchores wusste zu begeistern.
