Trotz Dauerregen kamen an zwei Tagen etwa 1200 Besucher zum 42. Festival „Rock the forest“
Etwa 700 Waldrockfans in die „Metallica-Hölle“ geschickt
Rengsdorf. „Metallisch hart, doch sanft und klar, ein Rockkonzert so wunderbar“, reimt die künstliche Intelligenz von ChatGPT. Und das trifft genau auf das 42. Event „Rock the forest“ in Rengsdorf zu. Wunderbar war jedoch nicht das Wetter, so dass am Sonntag durch starken Dauerregen und matschigen Waldboden die etwa 500 Besucher einer Schlammschlacht ausgesetzt wurden.
Aber echten Rockfans macht das nichts und so hatten sie Spaß und Freude an den brillanten Darbietungen der vier Bands, vor allem am Top Act „Orden Ogan“ zum finalen Abschluss. Mal rockten diese Heavy Metaler bodenständig mit aggressiven und griffigen Riffs sowie Momenten für geballte Fäuste oder stellten folkige Einflüsse in den Vordergrund. Und am Sonntagmorgen schrieben die Arnsberger auf Facebook an die Rengsdorfer: „Vielen Dank, dass ihr mit uns im Regen getanzt habt! Das nächste Mal, wenn wir an diesen wunderschönen Ort zurückkommen, bringen wir etwas Sonne mit.“
Lokalmatadore zum Auftakt
Zum Auftakt begeisterten Lokalmatadore: Die 1983 im Eifelort Kempenich gegründete Power-Band „Flennes“ brachte traditionellen Hard Rock und Heavy Metal auf die Waldbühne. Die vierköpfige Hard-Rock-Band „Asomvel“ aus Großbritannien ist bekannt für ihre exzessive Lautstärke und energiegeladenen Bühnenshows. So rückten die Rockfans trotz Regens und Schlamms an die Absperrung vor der Waldbühne, um unmittelbar die Show und die kraftvolle Mischung aus klassischem Heavy Metal und rauem Rock zu erleben.
Für Furore in Wacken sorgte bereits die Power-Metalband „DYNAZTY“ aus Stockholm. Aber auch in Rengsdorf übertrafen sie mit Heavy Metal und Hard Rock die Erwartungen der Besucher.
Über ideale Temperaturen und trockenes Wetter freuten sich am Abend zuvor die etwa 700 Waldrock-Gäste, obwohl hier „nur“ drei Bands am Start waren. Die Band „SAD-Metallica Tribute“ aus Südtirol gehört zu den Rock’n’Roll Metallica Tribute Bands. Mit ihrem energiegeladenen Sound, weltbekannten Hits und genügend Initialzündungen schickten sie das Rengsdorfer Publikum tanzend, grölend und headbangend in die „Metallica-Hölle“.
Eine Reise in die Vergangenheit bot die Band „Kixx“ aus Höxter (NRW) unter dem Motto „80’s at its best“. Sie brillierten mit glanzvollen Elementen und ließen so die Zeit der Scorpions, Whitesnake oder Guns n‘ Roses aufleben. Und während der Umbauphasen auf der großen Bühne rockte in einem Minizelt die Band „Dark Sun“ mit tollen Songs.
Zufriedene Veranstalter
Zufrieden mit dem Festival waren nicht nur die Besucher, sondern auch die Rockfreunde Rengsdorf als Veranstalter: „Ich bin überrascht, dass trotz des schlechten Wetters noch so viele Leute gekommen sind“, erklärte gegenüber BLICK aktuell Christoph Krämer, Vorsitzender des Vereins.
Bonkasse, Getränke- und Cocktailtheke wurden ebenso wie der T-Shirt-Stand von den Rockfreunden selbst betrieben. Und für das Festival waren jeden Tag 70 Helfer notwendig. „Das sind 40 Vereinsmitglieder und 30 externe Kräfte“, erläutert Krämer und weiter: „Wir haben hier eine Woche lang täglich von morgens bis abends aufgebaut, denn das ist schon ein großer Aufwand.“ Und jetzt beginnen schon die Vorbereitungen für das 43. Festival „Rock the forest“.
HEP
Begeistert von den Sound der 80er mit der Band Kixx waren die Rockfans in Rengsdorf.
