Ergreifendes Konzert des KuBa-Chor Maifeld in der Stiftskirche
„Ewiges Licht“ strahlt im „Maifeld-Dom“
Münstermaifeld. Das Konzertprogramm des KuBa-Chor Maifeld versprach einen musikalischen Hochgenuss, wie er üblicherweise einem Großstadtpublikum vorbehalten ist. So hoch die Erwartungen gesteckt waren, sie wurden übertroffen.
Mit Bruckners „Locus iste“ und dem anspruchsvollen „Ave Maria“, Stanfords „Nunc dimittis“, vor allem aber mit dem zentralen Chorwerk Faurés „Requiem op.48“, umfasste das Programm Höhepunkte geistlicher Chormusik; alle geeint unter dem Motto des „Ewigen Lichts“ - geheimnisvoll, von strahlendem Licht und Hoffnung durchdrungen. Fauré wollte – anders als in anderen Requiem-Kompositionen – bewusst nicht mit dem Jüngsten Gericht drohen, sondern eine frohe Botschaft voll Trost vermitteln.
Berührend waren der mit meditativer Harfen-Begleitung durch Stephanie Zimmer und einem erhebend filigranen Violinsolo von Alena Röser unterlegte Wechselgesang „Sanctus“, die Sätze „Offertoire“ und „Libera me“, in denen Bariton Björn Adam mit unvergleichlich warmer Klangfarbe überzeugte, das spannungsvolle „Agnus Dei“, in dem das ewige Licht klanglich erstrahlte, das eindringliche, klanghomogene „Pie Jesu“ und vor allem das überirdische „In paradisum“, mit dem der Chor die Zuhörerschaft entschweben ließ.
Die Leistung des eigens zusammengestellten Kammerorchesters und die meisterlich durchgehende Orgelbegleitung durch Kevin Breitbach – alles passte und fügte sich harmonisch in das Gesamtbild eines unvergesslichen Konzertabends.
Mit diesem Programm hat sich Ulrich Bauer in seinem letzten Konzert als musikalischer Leiter einen Herzenswunsch erfüllt.
Das begeisterte Publikum in der voll besetzten Stiftskirche in Münstermaifeld bedankte sich mit langem Applaus und stehenden Ovationen für einen „Seelenverwöhnabend“.
