Ausflug des Frauentreffs Meckenheim e. V. nach Bendorf-Sayn
Exotische Tierwelt bewundert
Rundgang durch das Schloss und den Schmetterlingsgarten
Meckenheim. 19 Frauen des Frauentreffs Meckenheim e. V. machten sich auf den Weg nach Bendorf-Sayn, um den Schmetterlingsgarten und das Schloss Sayn zu besichtigen. Im Schmetterlingsgarten wartete bereits die Biologin Gerlinde Blaese, die die Frauen in einem 20-minütigen Vortrag in die Geschichte und in die Arbeit im Schmetterlingsgarten einführte. Sie hatte eine 17 Zenitmeter lange, lebende Gespensterheuschrecke und eine Stabheuschrecke zur Anschauung mitgebracht. Hier im Schmetterlingsgarten kann der Besucher etwa 60 Arten freifliegender, farbenprächtiger Schmetterlinge aus Afrika, Asien und Südamerika in tropischem Klima beobachten, die unermüdlich zwischen Orchideen und Bananenstauden umherflattern. Da heißt es, genau hinsehen wohin man tritt, denn die Schmetterlinge können auch auf dem Boden sitzen - oder gleich auf die Besucher. Dann werden schnell die Kameras herausgeholt, um diesen Moment festzuhalten. Schmetterlinge dürfen nicht angefasst werden, denn sie haben Schuppen auf den Flügeln und können sonst nicht mehr fliegen. Überall liegen aufgeschnittene Bananen und Orangenscheiben oder mit Nektar getränkte Schwämme als Futter aus. Die tropischen Schmetterlinge haben eine Lebensdauer von nur drei bis sechs Wochen. Jede Woche werden 200 bis 300 Puppen aus ihren Herkunftsländern dazu gekauft und am Flugplatz in Frankfurt abgeholt. Eine große Vitrine beinhaltet die „Puppenstube“. Dort kann man beim Schlüpfen der Schmetterlinge zusehen. Sobald die Flügel ganz entfaltet und getrocknet sind, dürfen die frisch entpuppten Schmetterlinge frei umherfliegen. Im Insektarium können exotische Kleintiere wie zum Beispiel Vogelspinnen, Frösche, Schlangen, Heuschrecken, Skorpionen, Leguane und 30 Zentimeter lange afrikanische Riesentausenfüßler bewundert werden. Die wunderschönen tropischen Finken, die chinesischen Zwergwachteln und die trägen Schildkröten vor den Füßen, lenkten immer wieder den Blick von den herrlichen Schmetterlingen ab. Auch der große, grüne Leguan auf dem Bambusdach zog die Blicke auf sich. Er nahm es völlig gelassen. Das Mittagessen wartete bereits im Schlossrestaurant. Gestärkt startete man danach zu einem Rundgang durch das Schloss, in dem das Rheinische Eisenkunstguss-Museum untergebracht ist. Hier ist die einzigartige Sammlung von Kunstwerken der Sayner Hütte, das Familienmuseum im Fürstinnenzimmer und die neugotische Hochzeitskapelle zu besichtigen. Beim Abschied aus Bendorf-Sayn fielen die kunstvoll gemalten Schmetterlingsmotive auf einigen Häuserfassaden auf. Der Besuch in Bendorf-Sayn war ein ganz besonderes Erlebnis.
