Hans Probst präsentiert „BilderWelten“ im Kulturcafé Germania
Exzellentes Potpourri farbenfroher Werke
Cochem. Der in Fachkreisen schon lange bekannte Künstler Hans Probst (Lahnstein)gewährt im Cochemer Kulturcafé Germania, im Rahmen der Ausstellung „BilderWelten“, derzeit einen Einblick in sein langjähriges künstlerisches Wirken. Diese präsentiert er in Form eines überwiegend farbenfrohen Potpourris unterschiedlicher Stilrichtungen, was dem Betrachter spontan die große Bandbreite der Möglichkeiten des Künstlers offenbart und ihn zu eigenen Interpretationen anregt. In diesem Zusammenhang ist Hans Probst nach eigenen Angaben keine realistische, sondern nur dem Abbild verpflichtete Darstellung wichtig, denn das Erlebte, das fotografisch Festgehaltene ist ja schon da. So geht es bei seinen Porträts insbesondere um die Idealisierung individueller Eigenarten und Befindlichkeiten, während ihn seine zahlreichen Erinnerungsbilder dazu veranlassen, mit Pinsel und Spachtel seine Sichtweise auf die Welt abzubilden. Im Farbauftrag, in der Linienführung, im Hell und Dunkel, in den Farbklängen und ihren Rhythmen erprobt der Künstler neue Erzählungen in einer Sprache, die unabhängig vom Inhalt ihre spezifische Melodie ausdrücken sollen. Diesbezüglich zitiert Probst dann auch gerne Nietzsche: „Wir brauchen die Kunst, damit wir an der Wirklichkeit nicht zugrunde gehen!“ Ihm war es wichtig, der bedrängenden Wirklichkeit eine neue Form entgegen zu stellen. Laut Hans Probst liegt der maßgebliche Sinn der bildnerischen Kunst im Auge des Betrachters, die Welt plausibel und erklärbar zu erfassen. Deshalb rückt nicht die Kunst selbst in den Fokus, sondern der Betrachter. Seine aktuelle Stimmung und sein Erfahrungshorizont übertragen sich in ein Bild und interagieren mit dem Dargestellten. In jedem einzelnen Betrachter, in seinem Sehen, Denken und Handeln, spiegelt sich das Wesen der Welt. Deshalb erhielt die Ausstellung des Künstlers auch den Titel „BilderWelten“. Hans Probst hat seine künstlerische Ausbildung u.a. bei Karl Kaul, Dietmar Gross und Prof. Guido Ludes genossen, sowie die Europäische Kunstakademie Trier und die Rheinhessenakademie in Oppenheim besucht. Nach einem regen Berufsleben bei verschiedenen Tätigkeiten im Landesdienst von Rheinland-Pfalz, war er zuletzt Dozent an der Hochschule der Polizei. Sein Ruhestand wurde dann in der Folge zum künstlerischen „Unruhestand“, eine Symbiose in der er völlig aufgeht und die für ihn zu einem Teil seines Lebens geworden ist. Probst ist Mitglied der Künstlergruppe „Die Hauderer“ und kann schon mit diversen Ausstellungen bzw. Beteiligungen an einer solchen aufwarten. U.a. stellte er im Schloss Simmern, in der Hunsrückbank Simmern, in der Sparkasse Rhein-Hunsrück, in der Hunsrückklinik Simmern, in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz sowie im Kunstverein Eisenturm Mainz aus. Die Ausstellung im Germania ist täglich bis einschließlich 30. August diesen Jahres zu sehen.
TE
