Allgemeine Berichte | 07.09.2017

Freiwilliges Soziales Jahr: An vier Neuwieder Einrichtungen ist noch ein Einsatz möglich

FSJler sind große Hilfen

Kita-Leiterin Henrike Holz freut sich über die Unterstützung der beiden FSJlerinnen Samira Kunze (links) und Giulia Campailla (rechts). Stadtverwaltung

Neuwied. Es ist beliebt als Bildungs- und Berufsorientierungsjahr: Während eines Freiwilligen Sozialen Jahres können 16- bis 26-Jährige erste Erfahrungen in der Alten-, Kranken- und Familienpflege, der Kinder- und Jugendarbeit, dem Ganztagsschulbereich sowie im Rettungsdienst machen.

Gute Nachricht für alle, die noch ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) einlegen wollen. Die Stadt Neuwied bietet in Kooperation mit dem rheinland-pfälzischen Ableger des Deutschen Roten Kreuzes FSJ-Stellen aktuell noch in vier Kindertagesstätten an: In der „Villa Regenbogen“ (Engers), dem „Kinderschiff“ (Innenstadt) dem „Kinderplanet“ und „Rommersdorf“ (beide Heimbach-Weis) können engagierte junge Menschen erste berufliche Erfahrungen im Berufsfeld Erzieher/in machen. Worauf lassen sich Interessierte ein? Und warum entscheiden sich junge Leute für ein FSJ in einer Kita? Antworten darauf geben eine Kitaleiterin und drei FSJler.

Zuverlässigkeit und Freude an der Zusammenarbeit im Team

Natürlich müssen die Freiwilligen einige Voraussetzungen erfüllen. Henrike Holz, Leiterin der Oberbieberer Kita „Zum Aubachtal“, an der momentan gleich zwei FSJlerinnen tätig sind, listet einige auf: das Interesse daran, Kinder zu begleiten und zu fördern, Zuverlässigkeit sowie Freude an der Zusammenarbeit im Team. Wer Interesse am Beruf der Erzieherin hat, für den ist das FSJ in einer Kindertagesstätte eine Superchance“, ist sich Holz sicher.

Und das hat seinen guten Grund: Die jungen Kräfte sind keine „Notstopfen“, vielmehr voll in den Arbeitsalltag integriert. „Sie unterstützen uns in unserer Arbeit. Zudem haben sie Zugang zu allen Bildungsbereichen, sind bei Hausbesuchen, Entwicklungsgesprächen oder Bildungsdokumentationen punktuell dabei“, betont Holz. „Sie müssen ja schließlich das Gesamtbild des Berufs kennenlernen.“ Die FSJler haben feste Ansprechpartner im Team – ähnlich wie die Berufspraktikanten, nur mit dem Vorteil, keinen schulischen Druck zu haben. Eine Tatsache, die auch die betreuende Erzieherin freut, fällt für sie doch die permanente Beurteilung weg.

FSJler sind frei von bürokratischen Aufgaben

Dass die FSJler frei von bürokratischen Aufgabe sind, bleibt den Kindern nicht verborgen. „Sie spüren sehr schnell, dass da jemand ist, der mehr Zeit für sie hat“, erläutert die Kita-Leiterin. Doch dabei stoßen die FSJler dann auch bald an ihre Grenzen. „Sie besitzen ja noch keine pädagogische Ausbildung. Ihnen fehlen bei Streitigkeiten die Konfliktlösungsstrategien.“ Auch die Pflege von Kleinkindern ist nicht unbedingt eine Angelegenheit für Freiwillige. Trotz dieser Einschränkungen zieht Holz ein durchweg positives Fazit: „Das Freiwillige Soziale Jahr ist für beide Seiten eine sinnvolle Angelegenheit. FSJler sind eine Bereicherung für die Teams.“ Auch Sozialdezernent Michael Mang bricht eine Lanze für die Freiwilligen: „Sie bringen oft genug frische Ideen ein, die sich im Team gut umsetzen lassen. Von daher bietet die Stadtverwaltung den FSJlern gern ihre Unterstützung an.“

Die so Gelobten geben den Ball gern zurück.

Sie fühlen sich in den Einrichtungen rasch akzeptiert. Die „Aubachtalerinnen“ Samira Kunze und Giulia Campailla sind wie Henrike Holz bestätigt mit viel Engagement bei der Sache und zeigen teils schon eine „wunderbare Kommunikationshaltung“. Beide hatten während ihrer Schulpraktika bereits erste – und gute – Erfahrungen mit der Arbeit in Kitas gemacht. „Wir haben uns langsam an die Sache herangetastet und gemerkt, wie viel Spaß uns die Arbeit mit den Kindern macht“, sagen sie unisono. „Man lernt die verschiedenen Charakterzüge der Kinder nach und nach kennen, lernt auch mit ihnen.“ Für Samira und Giulia steht jedenfalls fest, dass sie später „auf jeden Fall“ im Kinderbereich tätig sein wollen. Da ist auch die relativ lange Ausbildungszeit zur Erzieherin kein Problem.

Etwas anders sieht Joelina Friese die Sache, die gerade ihr FSJ im Neuwieder „Kinderschiff“ um einige Monate verlängert hat. Sie ist bereits ausgebildete Sozialassistentin, hat anschließend ihr Abitur gemacht. Für sie ist das verlängerte FSJ zwar eine ideale Möglichkeit, sich mit einem Berufszweig vertraut zu machen, aber ob sie tatsächlich im kommenden Jahr erzieherisch tätig sein will, steht noch nicht fest.

FSJler sind sozial- und haftpflichtversichert

Gut zu wissen: während ihres Dienstes sind die Freiwilligen sozial- und haftpflichtversichert und erhalten ein monatliches Taschengeld. In Bildungsseminaren tauschen sie sich über ihre Erfahrungen aus und erarbeiten selbst gewählte gesellschaftspolitische Themen.

Pressemitteilung

Stadtverwaltung Neuwied

Kita-Leiterin Henrike Holz freut sich über die Unterstützung der beiden FSJlerinnen Samira Kunze (links) und Giulia Campailla (rechts). Foto: Stadtverwaltung

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
Dauerauftrag 2026
Koblenz blüht 2026
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Osterangebot
Kreishandwerkerschaft
SB Standesamt
Anzeige Lange Samstage
Imageanzeige - Ostern
Stellenanzeige Personalreferent/in
Empfohlene Artikel
Symbolbild.
34

Der Frühling zeigt sich von seiner lebendigen Seite und bringt frische Energie in den Alltag. Die Tage werden heller, die Natur erwacht – und mit ihr wachsen neue Chancen, aber auch Herausforderungen. In der Woche vom 13. bis 19. April stehen die Zeichen auf Veränderung. Gefühle werden intensiver, Entscheidungen rücken näher und nicht alles verläuft reibungslos. Ein genauer Blick auf die Sternzeichen zeigt, wo sich Möglichkeiten eröffnen und wo Vorsicht geboten ist.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: pixabay.com
108

Im Bereich der Ahrtalbahn könnte es nachts etwas lauter werden:

Ab 15.04.: Schleifzüge fahren auf der Ahrstrecke

Kreis Ahrweiler. Seit Dezember 2025 fahren die Züge wieder vollständig auf der gesamten Ahrstrecke zwischen Remagen und Ahrbrück. Seit März 2026 sind beide verkehrenden Linien rein elektrisch und damit umweltfreundlicher unterwegs. Damit die neuen Schienen nun noch einen „letzten Schliff“ erhalten können, wird nachts ein Schleifzug unterwegs sein. Dies betrifft die folgenden Zeiträume und Abschnitte:

Weiterlesen

10

Ausbau der Ladeinfrastruktur am Rathaus

Neuer Schub für die Elektromobilität

Meckenheim. Das regionale Energieunternehmen e-regio erweitert die Ladeinfrastruktur in Meckenheim und schafft am Rathausparkplatz zusätzliche Möglichkeiten zum komfortablen Laden von Elektrofahrzeugen. Aufgrund der hohen Nutzung der bestehenden Ladesäule werden derzeit zwei neue AC-Ladesäulen mit insgesamt vier Ladepunkten installiert. Die neuen Ladepunkte sind so angeordnet, dass sie von jeweils zwei Parkbuchten optimal erreichbar sind.

Weiterlesen

11

Allgemeine Berichte

Ortsübliche Bekanntmachung

Sinzig. Ortsübliche Bekanntmachung über die öffentliche Bekanntgabe der Bestimmung und Abmarkung von Flurstücksgrenzen in der Gemeinde _Sinzig_______ In der Gemarkung __Bodendorf______, Flur __13__, Flurstücke __124/1, 133______ wurden die Flurstücksgrenzen aus Anlass einer Liegenschaftsvermessung auf Antrag bestimmt und abgemarkt. Über diese Maßnahmen wurde am _17.3.2026_ eine Grenzniederschrift angefertigt.

Weiterlesen

Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Dauerauftrag
Dauerauftrag Imageanzeige
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Alles rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Doppelseite PR/Anzeigen
Anlagenmechaniker
Ostergruß
fit für`s Alter?
Stellenanzeige
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
PR-Anzeige
Anzeige KW 14
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Titelanzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in