Angebote, Beratungen und Fachvorträge beim „Forum Alter und Pflege“
Facettenreiche Themen rund um Alter und Pflege im Fokus
Rheinbach. Zum ersten Mal hatte die Stadt Rheinbach zum „Forum Alter und Pflege“ in die Stadthalle eingeladen. Dass der Bedarf in allen Altersklassen besteht, zeigte der rege Andrang am Wochenende. Dabei waren Fachvorträge und Stände gleichermaßen gut besucht. Besucher erhielten vielfältige neue Eindrücke.
Ob es um die möglichst lange Selbstständigkeit im Alter ging, um die Bedeutung des eigenen sozialen Netzes oder um ambulante Pflegemöglichkeiten. Im Vorraum zum Saal fanden sich bei den Vorträgen jeweils mehr als 30 Zuhörer ein, um den Vorträgen und Präsentationen zu folgen und um Fragen zu stellen. An den Ständen innerhalb der Stadthalle präsentierten Ehrenamtliche und Unternehmen an 26 Ständen um die facettenreichen Themen rund um Alter und Pflege.
Nach der Eröffnung des Forums durch den stellvertretenden Bürgermeister Kalle Kerstholt führte das Programm unter anderem durch Themen wie die Pflegeplanung in Rheinbach, Erläuterungen zu Gesamtversorgern, Informationen zu Migration und Alter und mögliche 24-Stunden-Betreuungen im heimischen Umfeld. Neben dem Hospizdienst, der Vorsorgevollmacht und wichtigen Vorsorgeverfügungen gab es auch Informationen für besondere Bedürfnisse homosexueller Senioren oder Transpersonen in der offenen Seniorenarbeit. „Viele Menschen haben sich ihr Leben lang aus Angst vor Repressalien oder Stigmatisierung versteckt“, sagte Georg Roth von „Rubicon“. Ihre Organisation wollte dabei unterstützen, Verständnis für besondere Ängste und Pflegebedürfnisse zu wecken.
Das Besucherspektrum erstreckte sich auf Senioren, die sich zu Angeboten zu ihrer persönlichen Situation informieren wollten, Verwandte von Pflegebedürftigen und andere pflegende Menschen auf der Suche nach Angeboten für ihre Schutzbefohlenen und ganze Familien, die sich quasi als Team informieren wollten. Dabei blieb auch die Vorsorge nicht auf der Strecke. „Ich bin hergekommen, weil ich bald in Rente gehe“, sagte eine 62-Jährige. Weil sie unter einer chronischen Erkrankung leidet, wünschte sie sich Aufklärung über medizinische Belange wie Hilfsmittel, die SOS-Info-Notfalldose, aber auch über Möglichkeiten, sich im Ruhestand ehrenamtlich zu engagieren. Für ihre persönliche Situation hatte die Rheinbacherin eine der Hilfsorganisationen im Auge. „Solange ich selbst noch fit bin, kann ich doch anderen helfen“, fand die Rheinbacherin. Dazu plante sie, den Stand der Johanniter und des DRK zu besuchen.
Die Organisatoren zeigten sich zufrieden. „Das Forum wird sehr gut angenommen“, fand die kommunale Pflegeberaterin der Stadt Rheinbach Christine Eschweiler. Seit diesem Jahr übt sie in der Glasstadt für alle Anliegen rund um Pflegebedürftigkeit eine Art Kompassfunktion aus. „Wenn die Menschen bei mir anrufen, lasse ich mir die Situation schildern“, beschrieb sie ihren Alltag. „Dann kann ich meistens schon ziemlich genau sagen, welche Möglichkeiten es gibt, was getan werden muss und an wen die Leute sich wenden können.“ Das erspare vielen Menschen, durch einen Wust von Regularien, Fachbegriffen und Formularen irren zu müssen. Auch Pressesprecher Norbert Sauren wertete den Tag als vollen Erfolg. Er fand, der Andrang zeige, dass die Stadt mit dem Angebot ins Schwarze getroffen habe.
Hilfsmittel wie Rollatoren konnten bei der Veranstaltung angesehen und getestet werden. Foto: Petra Reuter www.fotopetrareuter
Beratungsgespräch bei der „Betreuungswelt“. Foto: Petra Reuter www.fotopetrareuter
Das DRK und die Johanniter informierten über ihr Angebot: Frank Pütz, Elke Friedrich und Erik Heneka (v.l.). Foto: Petra Reuter www.fotopetrareuter
Die Notfalldose informiert Helfer in einem Notfall über die wichtigsten Eckdaten des Patienten. Foto: Petra Reuter www.fotopetrareuter
