Allgemeine Berichte | 15.01.2020

Geschichten und Erinnerungen um historische Bauten in Villip

Fachwerk und Beton

Reger Austausch im Erzählcafé des Heimatvereins

Fachwerk und Massivbauten prägen das Ortsbild.Foto: CEW

Wachtberg-Villip. Viele kleine und amüsante Geschichten rankten sich um manch historisches Gebäude, das heute noch in Villip steht oder an die sich die knapp 30 Besucher des Villiper Erzählcafés noch erinnern konnten. Viele der Häuser, die noch vor einem halben Jahrhundert als Fachwerkbauten Zeugnis von der Baukunst der Zimmerleute und Lehmbaumeister ablegten, wurden in der Zwischenzeit abgerissen.

Manchmal hat man Massivbauten dorthin gesetzt, manchmal blieb die Fläche leer, fasste Referent Karl-Josef Hoffmann zusammen. Er hatte Daten und Fakten über den Baubestand vergangener Jahre gesammelt und viele Gesprächsanstöße für die Gäste geliefert. Etliche kannten noch die Familien, die seinerzeit hier gewohnt hatten, ebenso wie die Geschichte der Gebäude. So hatte eine Besucherin als junges Mädchen in einem Fachwerkhaus an einer Stelle gewohnt, an der heutzutage nur noch ein Vorgarten zu sehen ist. „Das neue Steinhaus hat mein Vater genau hinter das Fachwerk gebaut“, erinnerte sich die Dame. So konnte die Familie während der Bauzeit weiterhin auf dem eigenen Grundstück wohnen. Nach dem Umzug ins neue Heim sei die alte Bausubstanz abgerissen worden, erfuhr man. Manche Familien hatten auch in Backsteinbauten gelebt, die teilweise abgerissen oder saniert wurden.

Daran, dass es in den alten Häusern manchmal recht zugig gewesen sei, erinnerten sich fast alle. Manch einem waren auch noch Lausbubenstreiche aus den 50er Jahren gut im Gedächtnis geblieben.

Einige Kinder hatten seinerzeit aus Holunderästen Blasrohre gebaut und mit den grünen Beeren des Strauchs geschossen. Wer gut zielen konnte, zielte gerne mal zwischen den Brettern eines an ein Fachwerkhaus angebauten Aborts hindurch auf den nackten Podex der dort sitzenden Benutzer. So manches Mal habe man gut getroffen, erinnerte man sich lachend. Namen wollte man natürlich lieber nicht nennen.

Einige Fachwerkhäuser seien im Laufe der Zeit auch saniert worden, sagte Karl-Josef Hoffmann. So gebe es in Villiprott ein Haus am Dorfplatz, das die Familie ähnlich dem Originalzustand mit weitgehend originalen Werkstoffen wiederhergestellt habe.

Auch Backsteinbauten hatte es seinerzeit in Villip gegeben. Manche sind bis heute erhalten.Fotos: Heimatverein, Repro CEW

Auch Backsteinbauten hatte es seinerzeit in Villip gegeben. Manche sind bis heute erhalten.Fotos: Heimatverein, Repro CEW Foto: Petra Reuter

Anhand alter Fotografien konnte man die Veränderungen nachvollziehen.

Anhand alter Fotografien konnte man die Veränderungen nachvollziehen. Foto: Petra Reuter

Fachwerk und Massivbauten prägen das Ortsbild.Foto: CEW Foto: Petra Reuter

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag
Rund ums Haus
rund ums Auto
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0378#
Zukunft trifft Tradition KW 26
Stellenanzeige MFA
Empfohlene Artikel
Symbolbild. Foto: pixabay.com
18

Bonn-Bad Godesberg. Der Straßentunnel Bad Godesberg wird aufgrund dringender Wartungs- und Reinigungsarbeiten von Sonntag, 05.07.2026, 18:00 Uhr, bis Montag, 06.07.2026, 05:00 Uhr, abschnittsweise und jeweils in Fahrtrichtung gesperrt. Darüber informiert die Stadtverwaltung Bonn.

Weiterlesen

Die Bonner Straße am Ortsausgang Richtung Grafschaft und Kirchdaun.  Foto: ROB
13

Bad Neuenahr-Ahrweiler/Gimmigen. Wegen einer Störungsbeseitigung im Stromnetz muss die Fahrbahn der Bonner Straße in der Ortsdurchfahrt Gimmigen im Kreuzungsbereich Kapellenstraße für den Verkehr voll gesperrt werden. Die Maßnahme beginnt aufgrund der Ferien am Montag, 29. Juni, und soll innerhalb einer Woche abgeschlossen werden.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Beim Überqueren dieser Stelle wurde der junge Mann fortgerissen. Foto: Polizeipräsidium Einsatz, Logistik und Technik
2432

Der junge Mann wurde von der Strömung mitgerissen und wird seither vermisst

28.06.: Schwerer Unfall am Rhein: 20-Jähriger verschwindet spurlos

Region. Am 28.06.2026, gegen 18:45 Uhr, hielt sich ein 20-jähriger Mann gemeinsam mit Freunden am Rhein in Höhe des Binger Mäuseturms (Rheinkilometer 530,1) auf. Beim Überqueren einer Wasserrinne geriet er in die Strömung, ging unter und wurde anschließend nicht mehr gesehen.

Weiterlesen