Gründungsfeier der Gesamtschule der Stadt Rheinbach
Fachwissen und Sozialkompetenz
Rheinbach. „Bis zum Schulstart war der Weg der Gesamtschule lang und nicht unkompliziert. Doch in der Überzeugung, dass eine Gesamtschule für Rheinbach wichtig und richtig ist, haben viele Menschen enormen Durchhaltewillen bewiesen und mit viel persönlichem Einsatz auch schwierige Hürden zu nehmen gewusst“, freute sich Schulleiterin Elke Dietrich-Rein bei der offiziellen Gründungsfeier der Gesamtschule Rheinbach im Gebäude der Gemeinschaftshauptschule. Am 20. August war die neue Rheinbacher Gesamtschule mit 161 Schülern aus Rheinbach und Alfter in sechs Klassen gestartet, im Gegenzug werden die Gemeinschaftshauptschule und die Tomburg-Realschule im Verlauf der kommenden fünf Jahre „abgewickelt“. Dietrich-Rein war überzeugt davon: „Unsere Schule ist auf dem Weg, eine gute Schule, eine besondere Schule zu werden.“
Lernen mit Kopf, Herz und Hand
Sie wolle eine Schule für alle Kinder und des längeren gemeinsamen Lernens sein, eine Schule, die alle mitnehme und in der sich jedes Kind wohl und willkommen fühle. Hier solle sich jedes Kind, unabhängig von seinen körperlichen und geistigen Voraussetzungen, von Herkunft, Sprache, Elternhaus und jenseits von Empfehlungen und Einschätzungen nach seinen ganz eigenen Fähigkeiten bestmöglich entwickeln. „Wir wollen eine Schule, die das Kind individuell fördert und Raum für seine persönliche Entfaltung bietet“, so die Schulleiterin. Es gelte die Maxime des Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi (1746 bis 1846): „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“. Daher solle nicht nur Fachwissen vermittelt werden, sondern auch Eigenverantwortung, Beziehung-, Sozial- und Teamkompetenz. Mit einem Tischgruppenprinzip und dem Einsatz kooperativer Lernformen auf der einen Seite und einem auf individuellen eigenverantwortlichen Lernprozess gut zugeschnittenen Unterricht auf der anderen Seite wolle man erreichen, dass jedes Kind am Ende seiner Schulzeit gut vorbereitet werde auf das, was es danach erwartet.
Individuelle Berufsorientierung
Dazu gehöre auch eine individuelle und intensive Berufsorientierung, wozu man so viel wie möglich mit geeigneten und interessierten Betrieben zusammenarbeiten wolle. „Wir werden unsererseits den Kontakt suchen, freuen uns aber auch über jedes Angebot zur Kooperation und Durchführung von Praktika.“ Zudem hoffe sie auf weitere, langfristig angelegte und fruchtbare Kooperationen mit Institutionen und Initiativen in der Glasstadt, die in der Jugendarbeit engagiert seien. Aber auch die Schaffung eines guten und sicheren Schulklimas liege dem ganzen Kollegium am Herzen, denn die Bedürfnisse der Kinder sollten im Vordergrund stehen.
Anspruchsvolle Ziele
Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern sei ebenfalls ein ganz wichtiger Faktor. „In diesem Bereich hatten wir ebenfalls einen gelungenen Start und blicken gemeinsam zuversichtlich in die Zukunft“, so Dietrich-Rein. Doch auch künftig werde es nicht langweilig werden, denn neben der pädagogischen Arbeit im Schulalltag werde auch die Frage nach Räumlichkeiten und Standorten wichtig. Von der Stadt Rheinbach als Schulträger werde derzeit ein Raumkonzept erarbeitet, das die Interessen aller Beteiligten erfüllen solle. „Wir haben uns viel vorgenommen und uns anspruchsvolle Ziele gesteckt“, fasste die Schulleiterin zusammen. „Sicher wird nicht alles, was wir uns vornehmen, auf Anhieb funktionieren, und manchmal müssen Vorstellungen und Planung überdacht, vielleicht auch revidiert werden. Entscheidend aber ist, dass wir gemeinsam vorgehen und unsere Ziele nicht aus den Augen verlieren.“ Teamarbeit und ein enger, regelmäßiger Austausch untereinander werde das Schulleben in Zukunft stark prägen, sagte sie voraus.
Eine Schule für alle
Maria Dorn, die Schulfachliche Dezernentin bei der Bezirksregierung Köln, zeigte sich begeistert von der neuen Schule: „Es freut mich zu sehen, dass sich das ganze Kollegium zum Ziel gesetzt hat, eine gute Schule für alle Kinder aufzubauen.“ Jetzt gelte es, ein positives Schulprogramm zu entwickeln, damit die Schüler hier mit Freude lernten. Die jetzigen Fünftklässler besäßen ein besonderes Privileg, „denn ihr werdet immer der Gründungsjahrgang bleiben, und immer die Großen in der Schule sein.“ Auch sie hoffe, dass die Gesamtschule eine „Schule für alle“ in Rheinbach werde. Vizebürgermeister Claus Wehage bemerkte in seinem Grußwort: „Nicht die Zeiten ändern sich, sondern wir sind es, die durch unser Verhalten Entwicklungen vorantreiben.“ Neben sinkenden Schülerzahlen und einer gleichzeitig landesweit schwindenden Akzeptanz der Hauptschule habe vor allem ein stark verändertes Schulwahlverhalten der Eltern zur Gründung dieser für Rheinbach neuen Schulform geführt. Sein Dank gelte allen, die daran beteiligt waren, dass es jetzt zur offiziellen Gründung der Schule komme. Das seien vorrangig die Eltern, die der Schule durch ihre Wahl einen großen Vertrauensvorschuss gegeben hätten. Der Stadtrat gehe davon aus, dass die Gesamtschule als zweite Säule neben starken Gymnasien das Bildungsangebot in Rheinbach attraktiv und zukunftssicher erhalten werde.
Gute Startbedingungen
Allerdings hänge der künftige Erfolg der neuen Schule auch von den Startbedingungen ab und davon, dass frühzeitig wichtige Pflöcke eingeschlagen würden. Er glaube, die Startbedingungen seien insgesamt recht gut, „zwei Schulen, von denen eine zwangsläufig ihrer Auflösung entgegensieht, in einem Gebäude – das ist sicher nicht einfach und verlangt gegenseitige Rücksichtnahme und Respekt“, wusste er. Dennoch solle sich die Schule darum bemühen, im Laufe der Zeit einen eigenen Stil, eine gewisse Originalität zu entwickeln. Gestaltungswille und Einfallsreichtum im Rahmen des Möglichen könnten hierbei zum Ziel führen. „Die Tür für eine erfolgreiche Zukunft ist weit geöffnet, ganz aufstoßen müssen Sie sie selbst!“ Die Zukunft, die vor allen – Lehrkörper, Eltern, Schüler und Stadt – liege, bedeute Arbeit und Leistung. Das solle aber keine Angst machen, sondern den Blick für die Realitäten des Schullebens mit seinen Unwägbarkeiten schaffen. Und weil man sich zum Glück und Erfolg auch manchmal durchbeißen müsse, wünschte er allen Beteiligten: „Der Herrgott gebe Ihnen ein starkes Gebiss!“ Pfarrer Dr. Diethard Röhmhild von der evangelischen Kirchengemeinde Rheinbach wünschte der Schule im Namen aller drei christlichen Konfessionen Gottes Segen für ihre Arbeit und freute sich, dass die Kirchen zu einem guten Miteinander eingeladen würden.
Ein gutes Zuhause
Die Schulpflegschaftsvorsitzende Heike Bäcker bestätigte, viele Eltern hätten sich schon lange eine solche Schulform gewünscht, die Gesamtschule habe jetzt ein gutes Zuhause in Rheinbach gefunden. Dank eines tollen Lehrerkollegiums und überaus aktiver Eltern sieht sie die Schule sehr gut aufgestellt für die kommenden Aufgaben.
Der Becher-Rap der Klasse 5.2 verlangte eine außergewöhnliche Koordination der beteiligten Schüler.
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