Neuer Fahrplan und Deutschlandticket zeigen Wirkung
Fahrgastzahlen außerhalb des Schülerverkehrs verdoppelt
Marienrachdorf/Montabaur. Der Busverkehr im Westerwald wird besser angenommen denn je: Das regionale Verkehrsunternehmen FriBus verzeichnet auf seinem Liniennetz einen Anstieg der Fahrgastzahlen um insgesamt 25 Prozent. Vor allem außerhalb des Schulverkehrs hat sich die Nachfrage mehr als verdoppelt, an Samstagen sogar verdreifacht. Das geht aus einer aktuellen Fahrgastzählung hervor.
Fahrgastplus durch klare Linienstruktur und kluge Fahrpläne
Der Fahrgastanstieg verteilt sich laut FriBus-Inhaber Holger Friederichs auf drei Hauptursachen: gestiegene Schülerzahlen, ein deutlich verbessertes Linienangebot und die Einführung des Deutschlandtickets.
„Ein Drittel des Zuwachses kommt von mehr Schülerinnen und Schülern – aber der größere Effekt kam durch unsere Neuaufstellung: Wir haben unser Liniennetz vereinfacht, aufgewertet und gezielt Zusatzfahrten eingeführt, etwa samstags auf der Hauptlinie 420“, erklärt Friederichs. „Mit nur rund drei Prozent mehr Fahrleistung konnten wir so insgesamt 25% mehr Fahrgäste gewinnen – das zeigt, dass intelligente Planung oft mehr bewirkt als einfach mehr Busse zu fahren.“
Neben der neuen Linienstruktur mit klarer Trennung von Haupt-, Neben- und Schulverkehrslinien wurden zudem neue Orte angebunden und einzelne Schnellbusse eingerichtet.
Auf den Hauptlinien 420 (Hachenburg – Selters – Wirges – Montabaur) und 425 (Höhr-Grenzhausen– Ransbach-Baumbach – Montabaur) wird grundsätzlich ein Stundentakt angeboten – mit festen und gut merkbaren Taktzeiten. Um Schulanfangs- und -endzeiten besser abzudecken, gibt es dabei punktuell kleinere Verschiebungen einzelner Fahrten.
Auch das Deutschlandticket hat Wirkung gezeigt
„Auch dank des Deutschlandtickets konnten wir viele neue Fahrgäste gewinnen, die vorher nicht mit uns gefahren sind“, so Friederichs. „Außerdem fahren unsere Stammkundinnen und -kunden deutlich häufiger – gerade auch Schüler, die das Ticket jetzt für Freizeit und Erledigungen nutzen. Die immer wieder vertretene These, das Deutschlandticket habe für ländliche Räume kaum Nutzen, wird durch unsere Erfahrungen klar widerlegt.“
Pressemitteilung
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