Allgemeine Berichte | 05.10.2021

Stadt Remagen

Faire Woche im Jugendbahnhof

Auf den Spuren des Kakaos und fair gehandelten Produkten

Remagen. „Sharifa kauft eine Tafel Schokolade für einen Euro im Supermarkt. Der Kakaobauer verdient dabei nur 6 Cent. Ist das fair?“ Mit diesem und weiteren Beispielen stiegen die Kinder im Jugendbahnhof Remagen in das Thema Fairtrade ein. Die pädagogischen Fachkräfte Aileen Buschmann und Maike Kriechel nahmen die jährlich deutschlandweit ausgerufenen fairen Wochen zum Anlass, Kindern im Alter von 8 bis 11 Jahren über den gerechten Handel aufzuklären.

Neben den eingangs genannten Beispielen diskutierten sie zudem, welche materiellen und individuellen Bedürfnisse für sie als Kinder relevant sind und legten eine Rangordnung fest. „Familie und Freunde sind uns am wichtigsten. Und natürlich ein Zuhause zu haben und gesund zu sein. So mittelwichtig ist die Schule, weil manchmal hat man keine Lust hinzugehen. Nicht so wichtig ist uns Geld. Man kann auch so Spaß haben“, lautete die Antwort der Kinder.

Schnell wurde deutlich, dass längst nicht jede Familie die Wahl hat, ihren Kindern diese Bedürfnisse erfüllen zu können, da Armut immer noch weltweit ein Problem ist. Vielen Kleinbauern ist schon dabei geholfen, wenn sie ihre Produkte zu einem fairen Preis verkaufen können. Die Kindergruppe erfuhr, dass fair gehandelte Ware an den verschiedenen Siegeln und Logos zu erkennen sind, welche sich auf den Verpackungen befinden. Dass man hierbei auch mal den Überblick verlieren kann, wurde schnell deutlich, als unterschiedliche Produkte auf Nachhaltigkeit und fairen Handel untersucht wurden.

Anschließend begaben sich die Kinder auf die Reise des Kakaos. Anhand des Videos „Eine Reise in die Welt des Kakaos“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) lernten die Kinder den Alltag einer Familie von Kakaobauern sowie die Vorteile von Fairtrade-Produkten kennen. „Früher mussten die Kinder ihren Eltern helfen und durften deshalb nicht zur Schule gehen. Jetzt hat die Familie genug Geld, dass die Kinder Zeit zum Spielen und Lernen haben“, bemerkte eines der Mädchen an.

Mit zu den Highlights dieser Aktion gehörte die Schokoladenverkostung, bei der die Teilnehmenden anhand des Geschmacks herausfinden sollten, welche der drei getesteten Schokoladen fair gehandelt wurde, sowie das Herstellen von eigener Schokolade mit fair gehandelten Produkten, wie Kakaobutter und Backkakao.

Wenig später traf sich die Gruppe zu einer fairen Stadt-Rallye. Anfang September erhielt Remagen die Auszeichnung zur Fairtrade-Stadt, das vor allem der Verdienst verschiedener lokaler Akteure und Geschäfte ist. Diese galt es mit der App Actionbound, einer digitalen Schnitzeljagd, zu erkunden. Unter anderem führte die Rallye die Teilnehmenden in den Weltladen im evangelischen Gemeindehaus Remagen. Dort begrüßte Walburga Greiner die Kinder und zeigte ihnen die verschiedenen Lebensmittel und Kunsthandwerke. Des Weiteren erklärte sie der Gruppe, wie die Weltläden agieren und mit wem sie zusammenarbeiten. Weiter führte die Rallye zum Eckladen 1910. Hier erwartete die Kinder vor dem Schaufenster ein Quiz, bei dem sie ihr Wissen zum Fairen Handel testen konnten. Anschließend konnten die Teilnehmenden im Geschäft weitere fair gehandelte Produkte, wie Spielzeug und Musikinstrumente anschauen und jedes Kind erhielt eine Flöte aus Bambus. Der Weg führte die Mädchen und Jungen weiter zu Christines Laden, wo sie das System des nachhaltigen und unverpackten Einkaufens kennenlernten. Jedes Kind erhielt von Christine Lühmann-Wilshusen am Schluss Gummibärchen. Die Rallye endete bei Petra Pellenz im Kaffeehaus. Bei einer Limo und fair gehandelten Pralinen erklärte sie den Kindern, wie wichtig es ist sich zu hinterfragen, unter welchen Bedingungen Produkte hergestellt werden.

Die Projekttage fanden im Rahmen der Zertifizierung zum Fairen Jugendhaus statt, deren Auszeichnung der Jugendbahnhof Remagen anstrebt.

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