Allgemeine Berichte | 27.04.2017

Regisseur Sebastian Hilger hofft auf fette Einschaltquote

„Familie ist kein Wunschkonzert“

„Familie ist kein Wunschkonzert“ nimmt die Zuschauer mit, auf einen rasanten Trip quer durch die Nation.DEGETO FILM GmbH

Kirchwald. Nach „Wir sind die Flut“, einer Produktion des Kirchwalder Regisseurs Sebastian Hilger, die rund 15.000 Kinobesucher in Deutschland begeistert hat, gibt es jetzt wieder die Gelegenheit, eine von Hilgers Arbeiten zu sehen: Am kommenden Freitag, 5. Mai zeigt die ARD seinen nächsten Streich und das zur besten Fernsehzeit: „Familie ist kein Wunschkonzert“ heißt der Film; eine Komödie mit ernstem Touch, die die Zuschauer auf einen rasanten Trip querdurch die Nation einlädt. 2014 reichte Sebastian Hilger die Idee, die er gemeinsam mit Lebensgefährtin und Drehbuchautorin Nadine Gottmann erarbeitet hatte, nach einer Ausschreibung der renommierten Produktionsfirma „Degeto Film GmbH“ ein – und konnte damit überzeugen.

Üblicherweise setzt das Unternehmen eingekaufte Drehbücher selbst um, doch dieses Mal war es anders: Degeto wollte nicht nur das Drehbuch, sondern den jungen, ambitionierten Regisseur gleich mit dazu. „Es ist äußerst ungewöhnlich, dass ein solches Unternehmen junge Leute, wie mich, ranlässt“, weiß Sebastian Hilger, „das war schon eine große Ehre für mich und ich habe versucht, mit einer frischen, positiven Energie ranzugehen.“

Aufregende Dreharbeiten

Im Sommer vergangenen Jahres begannen dann die aufregenden Dreharbeiten und Sebastian Hilger stand plötzlich vor einer ganz neuen Situation: „Das war das erste Mal, dass ich für mein eigenes Projekt so richtig bezahlt wurde“, freut er sich, „das war ganz neu und ein richtig gutes Gefühl.“ Bisher lebte er von Auftragsarbeiten, also von Projekten anderer, die er für diese umsetzte. Dieses Mal war das endlich einmal umgekehrt und so, wie es sich die meisten in der Branche wünschen. „Jetzt ging plötzlich alles Hand in Hand und so, dass man auch davon leben kann“, beschreibt der die ungewohnte Situation.

Die Dreharbeiten seien ein „wilder Ritt“ gewesen, schildert er. Aber der Film gehöre ja auch zur Gattung „Road–Movie“: Von München ging die Reise quer durch die ganze Nation bis zur Nordsee. „Das war aufregend und stressig aber am Ende hat alles gut geklappt. Und nicht nur ich bin mit dem Resultat zufrieden: Auch die Redaktion hat der fertige Film überzeugt - ich bin glücklich, das in mich gesetzte Vertrauen nicht enttäuscht zu haben.“ Nun hofft der 32-jährige auf eine gute Einschaltquote am kommenden Freitag, denn die entscheidet vielleicht über weitere Aufträge.

Langweilig wird es Sebastian Hilger aber so oder anders nicht: „Nadine und ich haben einen ganzen Bauchladen voller Ideen; zur Zeit arbeiten wir schon wieder an einem Kino–Projekt“, verrät er. Es sieht also weiterhin danach aus, als würde Sebastian am Ende einmal als prominentester Kirchwalder in die (Heimat-)Geschichte eingehen.

„Familie ist kein Wunschkonzert“, Freitag, 5. Mai um 20.15 Uhr in der ARD

Das Leben ist bekanntlich kein Ponyhof - selbst wenn es dort begonnen hat. Das erleben drei ungleiche Schwestern in der Komödie „Familie ist kein Wunschkonzert“: Sie erfahren kurz vor der Silberhochzeit ihrer Eltern, dass es in deren Bilderbuchehe ein dunkles Kapitel gibt. Das sorgt auf ihrer Reise zur Familienfeier für zusätzlichen Sprengstoff in dem ohnehin spannungsreichen Mädels-Dreieck. Gro Swantje Kohlhof, ausgezeichnet mit dem Günter-Strack-Fernsehpreis, sowie Claudia Eisinger und Karin Hanczewski spielen die Hauptrollen in dem tragikomischen Roadmovie.

„Familie ist kein Wunschkonzert“

Gro Swantje Kohlhof, Claudia Eisinger und Karin Hanczewski spielen die Hauptrollen in dem tragikomischen Roadmovie.

Gro Swantje Kohlhof, Claudia Eisinger und Karin Hanczewski spielen die Hauptrollen in dem tragikomischen Roadmovie.

Regisseur Sebastian Hilger.Ruwen Breuer

Regisseur Sebastian Hilger. Foto: Ruwen Breuer

„Familie ist kein Wunschkonzert“ nimmt die Zuschauer mit, auf einen rasanten Trip quer durch die Nation.Fotos: DEGETO FILM GmbH

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