Bürgerpark Unkel

Familienerlebnis zum Abschluss des Herbstferien-Programms

Informationen, Kinder-Rollkurse und freies Skaten im ehemaligen Nichtschwimmer-Becken

27.10.2021 - 10:22

Unkel. Eine Woche lang konnten Kinder jeden Nachmittag an Aktivitäten teilnehmen: vom Fahrrad-Parcours über Kreativ-Aktivitäten bis zum Tanzen. Am letzten Nachmittag schloss die Woche mit dem Start von zwei neuen Projekten, dem Sand- und Matsch-Spielplatz und den Anfängen eines Wheel-Parks im ehemaligen Nichtschwimmer-Becken.



Wheelie, ein Skatepark für Unkel


Die Initiativgruppe des Vereins, bestehend aus Eltern bewegungsfreudiger Kinder, hat viele Skateparks erkundet. Begeistert nach dem Besuch einer der ersten rollstuhlgerechten Anlagen entstand die Vision von einem öffentlichen Bewegungsraum für alle - wirklich alle - in Unkel. Barrierefrei für Menschen aller Alters und Könnens Stufen vom Zweijährigen auf dem Laufrad, über Kinder und Jugendliche auf Inline Skatern, BMX Fahrrädern oder dem Skateboard bis hin zu Menschen im Rollstuhl, dem Chair Skating (WCMX Skating). Sie begannen sich intensiv mit der Materie zu befassen.

Es schien so, als ob das aufgelassene Nichtschwimmer Becken im Bürgerpark geradezu darauf wartete, aus dem Dornröschenschlaf erweckt und zu einer barrierefreien, generations- und kulturübergreifenden Rollsport Anlage umgebaut zu werden. Ein Planungs Büro, spezialisiert auf den Bau solcher Anlagen, hat dafür bereits ein Konzept vorgelegt.


Information von Politik und Zivilgesellschaft


Mit der Öffnung des Beckens an diesem Nachmittag haben Martin Koch und weitere Aktive des Wheelie Teams viel Vorarbeit geleistet: von der Reinigung, über die Sicherung bis hin zum Aufbau der ausgeliehenen Rampen, nun wurde der erste Schritt vollzogen. In der ersten Stunde waren Interessierte aus Politik und Zivilgesellschaft eingeladen , sich über das Projekt zu informieren. Das Interesse war groß. Von Seiten der Stadt Unkel waren der Stadtbürgermeister Gerhard Hausen (SPD), der gleich zwei kleine Testfahrer mitbrachte und die Stadtratsmitglieder Wolfgang von Keitz (CDU) und Daniel Schmitz (FWG) gekommen, um die Pläne kennenzulernen. Holger Wolf und Ann Kathrin Schrepfer vom Vorstand der Grünen im Kreis Neuwied waren ebenfalls anwesend, um mehr über das Projekt zu erfahren.

Insbesondere auch Erwin Rüddel, Mitglied des Deutschen Bundestags für die CDU, zeigte sich begeistert von dem Projekt und sagte seine Unterstützung zu.


Jung und Alt erobern rollend das Becken


Derweil warteten viele Kinder bereits ungeduldig darauf, das Becken über eine neue Beton Rampe zu erreichen und zu erobern. Und das taten sie ausgiebig und mit dem allergrößten Vergnügen. Auffallend war die große Rücksichtnahme aufeinander. Kinder, die kein geeignetes Fahrzeug dabei hatten oder der Helm fehlte, konnten sich das Notwendige ausleihen.

Ein Teil des Beckens war für Anfänger Kurse reserviert. Sie lernten unter Anleitung von Steven Bartels, einem erfahrenen Trainer, das „kleine ABC“ des Skatens. „Schade, schon Schluss“, äußerten sie enttäuscht, als die Schnupper Stunde vorbei war.


Sand- und Matsch-Spielplatz wird aus der Taufe gehoben


Auch das ehemalige Planschbecken erhielt an diesem Tag eine neue Bestimmung. Viele Jahre war die dort bereits aufgebrachte Sandschicht überwuchert. Freiwillige entfernten den Bewuchs und reinigten die Fläche, machten die Wasser-Zuläufe frei. Es wurde dafür gesorgt, dass auch der Delphin im Becken wieder Wasser spucken kann. Beim Herbstferienprogramm entstand aus Ast-Teilen eine Spielstadt, kunterbunt bemalt.


Das Wasser läuft: Kinder gestalten ihre erste Spielstadt


Mit Buddelhose und Gummistiefeln ausgestattet warteten die Kinder darauf, dass endlich das Wasser aufgedreht wird. Der erste Wasserstrahl aus dem Delphin löste Begeisterung und eine kleine Spritz-Party aus. Und nun floss das Wasser. Hingebungsvoll und ausdauernd gestalteten die kleinen Architekten*innen und Landschaftsplaner*innen mit den mitgebrachten Gerätschaften ihre Stadt mitten in einem Fluss- und Auen-Delta. „Wann können wir wiederkommen“, so die Standard-Frage von Eltern, Großeltern und Kindern, die zeigte, wie viel Spaß es ihnen gemacht hatte.


Erweitertes Aktivitäten-Spektrum im Bürgerpark


In diesem ersten Jahr als Pächter des Bürgerparks unter der Regie von Gemeinsam für Vielfalt e.V. hat die Arbeit im Bürgerpark an Profil gewonnen. Viele Vereine und Organisationen haben ihn für ihre Veranstaltungen genutzt. Schulen kamen mit ihren Klassen gerne in den Park. Der Verein selbst hat eigene Ferienprogramme, Feste und Kulturveranstaltungen sowie interkulturelle Gesprächsrunden organisiert. Die Ziegen in ihrem Gehege sind zu einem Besuchermagneten geworden. Nun gibt es mit dem Sand- und Matsch-Spielplatz und den ersten Rollsport Angeboten im Pool neue und andere Angebote als auf anderen Spielplätzen.

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Kommentare
Gabriele Friedrich:
Na ja, eben "Gaga" sonst nix. Kann mir nicht vorstellen, das die Frau das ernst gemeint hat. Vielleicht hat sie schon Alzheimer und das bedeutet auch "Altersbosheit"- da kann sie nicht mal was für-aber man muß auch nicht mit dem Hammer dran. Da hätte man vielleicht besser einen Arzt gerufen. Angriff...
Gabriele Friedrich:
[ Zitat ] .... auf dem frei zugänglichen, unbefestigten Parkplatzgelände eines Autohauses ....[ Zitat Ende ] Das schadet euch gar nichts ! Selber schuld- wie kann man denn? *Mitsubishi...PAH ! Mercedes wär das nicht passiert. Versicherungsprämie wird höher- das ist doch wohl klar. Ihr rafft...
Gabriele Friedrich:
Kann ja mal einer in Mayen anrufen, die raffen das da nicht, das es hier auch so einen Bus braucht- auch kleiner. Muss ja nicht so ein Riesending sein. Mobiler Impfdienst- muss hier hin. Mayen ist rückständig und ich bin da stinksauer drüber. ...
 

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