Allgemeine Berichte | 20.11.2018

Ausstellung in der Seniorenresidenz Curanum in Remagen

„Farbe trifft Holz und Leinwand“

Gäste und Bewohner bewunderten die farbenfrohen Exponate der Künstlerin Heidi Adrian

Die Werke Heidi Adrians zeichnen sich durch einen eigenen, unverwechselbaren Stil aus. AB

Remagen. Auf großen Zuspruch stieß am Sonntag in der Remagener Seniorenresidenz Curanum die Vernissage zur Ausstellung „Farbe trifft Holz und Leinwand“ der Künstlerin Heidi Adrian. Farbenfroh präsentiert sich derzeit nicht nur das Entree, sondern auch das Café der Residenz dank der Exponate der Bonner Künstlerin. Und das genossen auch die Gäste und Bewohner, die von Einrichtungsleiterin Gisela Dröge ebenso begrüßt wurden wie die Künstlerin selbst und Dr. Helmut M. Artus, der die Laudatio auf die Künstlerin hielt.

Von Beruf sei Heidi Adrian Lehrerin, aber sie habe schon immer gemalt, so Artus. Erst in den 90er-Jahren habe sie sich entschieden, sich ganz der Malerei zu widmen. Die Erfahrungen und Eindrücke von zwei mehrjährigen Auslandsaufenthalten beeinflussten unverkennbar ihre Kunst. Insbesondere die intensive Begegnung mit der afrikanischen Kunst und Kultur im Senegal, wo die Künstlerin drei Jahre gelebt hat, habe ihren Stil nachhaltig geprägt. Viele ihrer Bilder griffen politische Themen wie Flüchtlingspolitik, Krieg, Kindersoldaten, soziale Ungerechtigkeiten, Große Koalition und vor allem auch Frauenthemen wie Frauen in der Kirche, Kampf um Frauenrechte und viele Frauenthemen mehr auf.

Maserung gibt die Struktur vor

Die Bilder der Ausstellung in der Residenz dokumentierten jedoch eine ganz neue Schaffensperiode. Statt des bisherigen Malens auf Papier oder Leinwand arbeite die Adrian dabei bewusst mit Holz, und zwar Holz, das eine ausgeprägte Maserung habe. „In manchen Bildern spielte diese Maserung eine große, strukturbildende Rolle. Man erkennt im fertigen Bild unschwer die charakteristischen Formen der natürlichen Maserung“, so Artus. Doch Heidi Adrian halte sich nur sehr begrenzt an diese naturgegebenen Formen. Vielmehr lasse sie sich von ihnen inspirieren und entwickele aus dieser Inspiration heraus ihre eigentlichen Formen und Motive. Manchmal könne man auf den ersten Blick Figuren oder Gegenstände erkennen. Oft genug seien die Bilder auch „verrätselt“, sodass man sich ein wenig in sie vertiefen müsse, ehe man versteckte Personen und Gesichter, Formen und Gegenstände entdecke. „Manche dieser Bilder sind jedoch tatsächlich abstrakt oder auch ornamental, was so viel wie schmückend oder zierend bedeute.“ Heidi Adrian lege Wert darauf, dass jeder in ihren Bildern sehen oder hineininterpretieren könne, was er möchte. Es gebe kein Richtig und kein Falsch. Es gelte auch hier: „Die Gedanken sind frei.“

In einer kurzen Zusammenfassung der künstlerischen Entwicklung Adrians hob Artus hervor, dass die Künstlerin in den letzten zwei Jahrzehnten ihre technischen und künstlerischen Mittel in Seminaren, Kursen und Workshops stetig weiterentwickelt habe. Trotz allem Neuem und wie sehr sie auch ihre schöpferischen Möglichkeiten verändert und erweitert habe, sei sie immer sich selbst, ihrem künstlerischen Anliegen und ihrem Stil treu geblieben. „Heidi Adrian hat damit etwas geschafft, was nur wenige ihrer Zunft schaffen: Sie hat ihren eigenen, unverwechselbaren Stil gefunden und bewahrt. Ihre Werke kann man mühelos aus andern herausfinden“, betonte Artus und wünschte einen vergnüglichen Rundgang durch die Ausstellung. Diesen unternahmen die Gäste und Bewohner dann auch bei einem Glas Sekt und untermalender Musik.

AB

Die Werke Heidi Adrians zeichnen sich durch einen eigenen, unverwechselbaren Stil aus. Foto: AB

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