Allgemeine Berichte | 23.10.2019, 08:53 Uhr

Junggesellenverein Villip hatte zur Kirmes eingeladen

Fassanstich mit Hindernissen zum Auftakt einer verregneten Kirmes

Schuld an dem Ungemach war natürlich der „Zachaies“ - Wechselhaftes Herbstwetter wirkte sich auf die Besucherzahlen aus

Fassanstich mit Hindernissen: Bürgermeisterin Renate Offergeld und Junggesellen-Präsident Dennis Krupp (rechts) eröffneten die „größte Kirmes im Ländchen“. Foto: JOST
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Ein Bericht von Volker Jost

Villip. Ein Fassanstich mit Hindernissen bildete den Auftakt zur „größten Kirmes im Ländchen“, denn die Villiper Kirmes begann bei strömenden Regen mit leichter Verspätung. Das Bierfass war zwar schon auf einem Holzklotz bereitgestellt, als Bürgermeisterin Renate Offergeld zur Tat schreiten wollte - was aber fehlte, war der Zapfhahn. Der musste in Windeseile aus dem benachbarten Villiprott geholt werden, wollte aber zunächst nicht so recht in das Spundloch passen. Als der Zapfhahn schließlich nach einigen Schraubenschlüsseldrehungen bereit war - fehlte der Hammer. Zum Glück hatte einer der Schausteller einen Holzhammer in seiner Werkzeugkiste, sodass Offergeld zusammen mit dem Präsidenten des 30-köpfigen Junggesellen-Vereins „Eintracht“ Grün-Weiss Villip, Dennis Krupp, zur Tat schreiten konnte.

Nach acht Schlägen floss das Bier schließlich aus dem Zapfhahn, doch als einer der Junggesellen im Anschluss diesen noch etwas „nachjustieren“ wollte, brach auch noch der Holzhammer entzwei. Da sich mittlerweile der anfänglich leichte Nieselregen zu einem veritablen Landregen ausgewachsen hatte, war eh alles egal, die pitschnassen Eröffnungsgäste nahmen es mit Humor und machten sich ohne viel Umschweife daran, das Freibier-Fass in aller Seelenruhe zu leeren. Dass an diesem Ungemach nur der fiese „Zachaies“ schuld sein konnte, der frech aus dem Bierpavillon der Junggesellen herausgrinste, war natürlich jedem sofort klar. Er sollte später noch seine verdiente Strafe erhalten.

Das Sündenregister wuchs noch gewaltig an

Zumal sein Sündenregister noch gewaltig anwuchs im Laufe der vier Kirmestage, sodass dem hohen Junggesellen-Gericht bei der feierlichen „Zacheies“-Verhandlung unter den Gerichtsbogen am Dienstagabend keine andere Wahl blieb, als den Bösewicht nach alter Väter Sitte zum sofortigen Feuertod zu verurteilen. Zuvor war die Kirmesgesellschaft in einem traditionellen Umzug durch den Ort gezogen, zum Kirmesabschluss wurden die letzten Biere noch auf Kosten des „Zachaies“ ausgeschenkt. Bei äußerst wechselhaftem Herbstwetter war die Gästeschar, die am Wochenende auf den Kirchplatz kam, verhältnismäßig überschaubar. Doch dort wartete unter anderem ein Autoscooter, eine Schiffschaukel, zwei Karussells, Schießbude, Wurfbude und diverse Süßigkeiten- und Spielwarenstände auf Kundschaft. Nicht nur am Boxautomaten lieferten sich die Junggesellen einen packenden Wettkampf, sie stellten auch am Nagelklotz ihre Zielgenauigkeit mit dem Hammer unter Beweis. In der Kirmes-Disco im kleinen Junggesellen-Festzelt wurde natürlich ebenfalls ausgiebig gefeiert, wenn auch der Besuch ferienbedingt etwas dürftiger ausfiel. Dabei war auch wieder die Sektbar geöffnet, in der außerdem leckere Cocktails ausgeschenkt wurden. JOST

Fassanstich mit Hindernissen: Bürgermeisterin Renate Offergeld und Junggesellen-Präsident Dennis Krupp (rechts) eröffneten die „größte Kirmes im Ländchen“. Foto: JOST

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