Allgemeine Berichte | 19.10.2021

Parents for Future hoffen auf dauerhafte Gestaltung der Stützmauer an der L 123 in Oberbachem

Fassonschnitt oder eine Graffiti-Memo-Wand?

Es sieht aus wie ein über 100 m langer Fassonschnitt eines Friseurs. Es ist die berankte Stützmauer an der L 123 in Wachtberg-Oberbachem. Ein Teil des Rankteppichs wurde jedoch wurzelgleich gekappt, was die Wachtberger Parents zu Nachfragen beim Straßenbaulastträger veranlasste.Foto: privat

Oberbachem. Da werden sich die Autofahrer gewundert haben, als eines Tages der rankende Bewuchs an der Stützmauer der L 123 in Oberbachem, einen regelrechten Fassonschnitt verpasst bekommen hat.

Jahrelang wurde der im Laufe des Jahres heruntergewachsene wilde Ranketeppich rigoros bis auf die Wurzeln zurückgeschnitten, so dass über mehrere hundert Meter die recht hässliche Betonwand zum Vorschein kam. Das hatten die Wachtberger Parents for Future schon öfter kritisiert. Nach ihrer Auffassung sollte aus ökologischer Sicht der Bewuchs dauerhaft beibehalten werden, stellt er doch an dieser Stelle ein Eldorado für Spinnen, Insekten und andere Kleinstlebewesen dar.

Doch in diesem Jahr war alles anders: Es wird vermutet, dass die zuständige Landesstraßenbauverwaltung erstmalig dem Rankteppich an dieser Stelle den akkuraten „Bubischnitt“ verpasst hat. Sogar das alte Graffiti wurden sorgsam ausgespart, als wolle man aktiv an der Wandgestaltung mitwirken. Leider wurde allerdings der Großteil der Wand wieder einem radikalen Rückschnitt ausgesetzt, so dass die Insekten keinen Schutz mehr haben und nur noch eine nackte, verschmutzte Betonwand die Straße begleitet.

Die Stützmauer kann gerne auch mit Graffitis gestaltet werden

In einem Schreiben haben sich nun die Wachtberger Parents erneut der Sache angenommen und die zuständige Straßenbaubehörde in Gummersbach gebeten, in Zukunft auf der gesamten Länge den Rankteppich zu belassen, allenfalls ein oder zweimal im Jahr einen gemäßigten Rückschnitt vorzunehmen, sollte dies aus verkehrssicherungstechnischen Gründen erforderlich sein.

„Wenn eine Dauerberankung jedoch nicht möglich ist, werden wir uns darum bemühen, in einem begleiteten, künstlerischen Jugendprojekt die gesamte Stützwand mit Graffitikunst zu gestalten. In Erinnerung an die zurückliegenden schweren Monate sollten dabei von den Kindern und Jugendlichen zukunftsorientierte, freundliche Motive gewählt werden“, so die Parents in dem Schreiben an Strassen.NRW. Begleitend müsse man sich dann auch in einem alternativen Konzept eine andere, verkehrsgerechtere Bepflanzung überlegen, um Kunst und Natur symbiotisch zu verbinden.

Die einschneidenden Jahre 2020 und 2021 aus Kindersicht gestalten lassen

In vier oder fünf Themenkomplexen könnten verschiedene Graffitigestaltungen angedacht werden: Corona/Pandemie, Flutkatastrophe, Klimawandel/Klimaschutz, Zukunft und Umwelt-/Naturschutz.

Sicher würden die Kinder bzw. die Jugendlichen dabei diese Themen aufgreifen und aus ihrer Sicht interpretieren, so dass die Stützwand damit auch ein Zeitzeugengraffiti mit Erinnerungsmomenten an die einschneidenden Jahre 2020/2021 sein würde.

Pressemitteilung

Parents for Future Wachtberg

Es sieht aus wie ein über 100 m langer Fassonschnitt eines Friseurs. Es ist die berankte Stützmauer an der L 123 in Wachtberg-Oberbachem. Ein Teil des Rankteppichs wurde jedoch wurzelgleich gekappt, was die Wachtberger Parents zu Nachfragen beim Straßenbaulastträger veranlasste.Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Holz Loth-Entsorgung
Innovatives rund um Andernach
Rund ums Haus
Stellenanzeige mehrere Stellen
Angebotsanzeige (April)
PR-Anzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
Empfohlene Artikel
Schülerinnen und Schüler der Bienenklasse 3c der KGS Meckenheim sind am Standort Meckenheim der Bücherbrücke in die Bücher vertieft. Foto: Stadt Meckenheim
31

Meckenheim. Die Bücherbrücke Meckenheim/Alfter verzeichnet eine rege Nutzung durch Kindertagesstätten und Schulen im Rahmen der Leseförderung. Unter den teilnehmenden Einrichtungen befinden sich unter anderem Blütentraum, Hüppekästchen, Rasselbande und zahlreiche weitere Kindertagesstätten. An beiden Standorten der Bücherei steht der Mittwochvormittag im Zeichen der Vorschulprogramme, bei denen die Kinder bib(liotheks)fit gemacht werden.

Weiterlesen

Mit 17 Anträgen zur Neuaufnahme in diesem Jahr wurde fast der Spitzenrekord von 2020 geknackt.
49

Leutesdorf. Pascal Berger, Vereinsvorsitzender begrüßte alle Anwesenden zur Jahreshauptversammlung am 28. März und es wurde nach Feststellung einer ordnungsgemäßen Einladung und Bekanntgabe der Tagesordnungspunkte eine Gedenkminute den Verstorbenen gewidmet.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2267

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag
Rund ums Haus
Kreishandwerkerschaft
Essen auf Rädern
Dauerauftrag 2025
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Alles rund ums Haus
Koblenz blüht 2026
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Doppelseite PR/Anzeigen
Titel
Koblenz blüht
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag 2026
Ostergrußanzeige
Osteraktion
Stellenanzeige Kita