Casino der Koblenzer Falckenstein-Kaserne
Fast Ende der „Unendlichen Geschichte“
Koblenz. Das Casino der Koblenzer Falckenstein-Kaserne ist um eine Attraktion reicher: Die gelungene Reproduktion des Gemäldes „Tafelrunde im von-der-Leyenschen Hof“, auch als „Gneisenau-Tafelrunde“ bekannt, wurde offiziell enthüllt. Der Schmerz der Koblenzer über den „Diebstahl“ des Original-Gemäldes durch den letzten deutschen Heeresgeneral der Garnison zu Koblenz im Jahr 2012 wird durch die gelungene Reproduktion gemildert. Aber weshalb „entführte“ der General das Bild? Dass Ursula von der Leyen damals Verteidigungsministerin war – ein Schelm, der…! Es ist zwar nicht das Original – bisher blieben alle Bemühungen um Rückgabe erfolglos – aber dennoch ein ordentlicher Ersatz. Aktive und ehemalige Koblenzer Soldaten setzen sich auch künftig für die Rückgabe des Originals an die Garnison ein!
Zur Geschichte des Auftragsbildes der Stadt Koblenz: Das Bild wurde anlässlich 150 Jahre Garnison zu Koblenz von Oberbürgermeister Willi Werner Macke bei Maler Josef Schneider, Emmelshausen, beauftragt. Für das Bild erhielt der Maler 3.500 DM. Generalleutnant Albert Schnez (30.08.1911 - 26.04.2007), 1965-1968 kommandierender General des III. Korps war als höchster Repräsentant der Garnison von der Idee sehr angetan. So wurde 1967 dieses tolle Gemälde der Garnison Koblenz, später Koblenz-Lahnstein, zum Geburtstagsgeschenk. Die abgebildeten Personen und die Örtlichkeit machen den Bezug zur Koblenzer Garnison deutlich: Im Historienbild, das die Tafelrunde im Jahr 1815 zeigt, sind v.l. Major Ferdinand (von) Stosch, Oberstleutnant Carl Graf von der Goeben, Major Wilhelm von Scharnhorst, Oberst Carl von Clausewitz, Major Heinrich von Hellwig, Freiherr vom Stein, Rittmeister Georg Baersch, General August Graf Neidhard von Gneisenau, Karl Hartwig Gregor Freiherr von Meusebach, Professor Friedrich Lange, Joseph Görres und Max von Schenkendorf dargestellt.
Stabsfeldwebel Peter Riege, Geschäftsführer im Casino, ist der ca. 1,3 m x 1,7 m große Druck zu verdanken.
