Paulaner, Spatenbräu & Co. in Höhr-Grenzhausen zu Gast
(Fast) jedes Bier steckt in einem Stück Höhr-Grenzhausen
Ausstellung „Münchener Brauereien – Ihre Bierfeste und der heiße Draht nach Höhr-Grenzhausen“ im CeraTech Center
Höhr-Grenzhausen. „Münchener Brauereien – Ihre Bierfeste und der heiße Draht nach Höhr-Grenzhausen“. Diesen Titel trägt die nun im CeraTechCenter eröffnete Ausstellung. Man könnte fast sagen, dass München die Hauptstadt des Bieres ist. Doch was hat München mit seiner Brau- und Bierkultur mit der schönen Kannenbäckerstadt zu tun? Ideengeber und Initiator Detlef Heuser beantwortet diese Frage gerne, und wer ihn kennt, der weiß ihn und seine charmant-witzige direkte Art zu schätzen. „Die Münchener müssen wissen, wo die Krüge herkommen, sonst würden sie heute noch aus dem Eimer trinken.“, schmunzelt der Grenzhäuser Sammler. Diese Aussage brachte die Gäste der Ausstellungseröffnung herzhaft zum Lachen.
Höhr-Grenzhausen im Gepäck
Doch worum geht es bei der Ausstellung? Es geht um Münchener Brauereien, Bierfeste, in erster Linie das Oktoberfest und deren Verbindung, „den heißen Draht“, nach Höhr-Grenzhausen. Wer kennt nicht die folgende Situation? Man ist im Urlaub, bestellt sich ein Bierchen, schaut auf das Glas und findet unter dem Eichstrich den Namen der Produktionsfirmen „Sahm“ oder „Rastal“. Ihre Heimatstadt haben die Höhr-Grenzhäuser damit immer im Gepäck, egal wie weit die Reise geht. Schon lange werden auch die Münchener Brauereien aus dem Westerwald mit Krügen, Seideln und Gläsern beliefert. Was früher und heute dazu nötig war, bis das fertige Produkt hergestellt und ausgeliefert werden konnte, zeigen die Exponate der Ausstellung. Zu sehen gibt es dort in über 20 Schaukästen und Vitrinen Allerhand rund um das Thema, so zum Beispiel Bücher, Seidel, Krüge, Gläser, Siebdruckrahmen, Abziehbilder, traditionelle Bierdeckel, Werkzeuge und eine Sammlung Oktoberfestkrüge. Auch ein Buch über das Oktoberfestattentat findet sich unter den Ausstellungsstücken.
Anerkennung und Lob für die Organisatoren
Stadtbürgermeister Michael Thiesen begrüßte an diesem Abend zusammen mit Detlef Heuser das interessierte Publikum. Er nannte die Ausstellung eine ganz besondere und betonte, dass der Titel der Ausstellung genau das wiedergebe, worum es sich darin drehe.
Thiesen hob das Positive an Heusers Sammelleidenschaft hervor und zeigte auf, dass es dadurch möglich sei, viel aus der Geschichte der Stadt Höhr-Grenzhausen und des Kannenbäckerlandes zu dokumentieren. „Lieber Detlef, lieber Michael Dombek, ganz herzlichen Dank dafür. Ihr leistet Dinge, die wir als Kommune in dieser Form mit Sicherheit nicht leisten könnten.“, sagte Thiesen in seiner Ansprache und drückte den beiden Organisatoren damit seine Anerkennung aus. Heuser bedankte sich bei den Unterstützern, ohne die dieses Vorhaben nicht hätte in die Tat umgesetzt werden können.
Detlef Heuser stellt Schätze aus seinem Sammlerfundus
Detlef Heuser, der Sammler aus Leidenschaft und zugleich aus traditioneller Verbundenheit zu seinem Heimatort ist, war die Triebfeder für diese Ausstellung, die in den nächsten Wochen im CeraTechCenter zu sehen ist. Die Exponate stammen aus seinem Fundus. So ist es auch nicht verwunderlich, dass er in der Stadt verteilt mehrere Lager unterhält, in denen er die vielen Fund- und Sammlerstücke aufbewahrt. Mit unermüdlicher Ambition hat Heuser so im Laufe von vielen Jahre so manch gutes Stück vor der Entsorgung durch seinen Besitzer bewahrt. Ein Teil dieser Schätze ist nun in der Ausstellung zu sehen. Unterstützt wurde er bei den Vorbereitungen und der Organisation durch seinen Freund Michael Dombek, der ihm am Abend der Ausstellungseröffnung ein weiteres geschliffenes Glas für seine Sammlung überreichte.
