Finissage der Ausstellung „PARADIESE“ von Eva Ademi im Kunstverein Linz am Rhein
Faszination für die Spuren des Menschen in seiner Umwelt
Linz. Mit einer Finissage endete die Ausstellung von Eva Ademi, die den Reigen der Künstlerinnen, die in diesem Jahr im Kunstverein Linz am Rhein ausstellten, beschloss. Im Rahmen dieser Abschlussveranstaltung führte Désirée Wickler, Vorstandsmitglied des Kunstvereins, ein Gespräch mit Ademi.
Eine kurze Einführung in den Werdegang der Künstlerin, in dem Wickler auch erwähnte, dass diese u. a. in den USA und in Japan studiert habe, bot die Überleitung für die erste Frage, ob diese Zeit im Ausland sie künstlerisch beeinflusst habe.
Ademi bejahte dies. Die Studienzeit in den USA habe ihr aufgrund der unterschiedlichen Finanzierungsstruktur andere Inhalte geboten, als dies an den deutschen Hochschulen möglich gewesen sei. Sie habe dort auch viele Studierende aus Japan kennengelernt, was dazu führte, dass sie seither einige Reisen in dieses Land unternommen habe und von dort u. a. ihr Faible für Vogeldarstellungen mitgebracht habe.
Désirée Wickler griff das Gesagte für ihre nächste Frage auf, nämlich wie der Ausstellungstitel „PARADIESE“ zu verstehen sei. Eva Ademi führte aus, dass dieser Titel mit ihrer bevorzugten Beschäftigung mit Habitaten zusammenhänge und mit dem Einfluss des Menschen auf diese Habitate. Jedes Habitat gebe der jeweiligen Kreatur ihr ganz eigenes Paradies. So sei für eine Spinne, die im Wüstensand lebe, dies das Paradies, weil es dort alles gebe, was sie brauche und kenne. Wenn man jedem Tier und jeder Pflanze die Möglichkeit ließe, im jeweiligen Habitat ungestört zu leben, wären das in der Tat Paradiese für sie. Diese Paradiese drohten jedoch, verloren zu gehen.
Wickler fragte anschließend an diese Ausführungen nach den Materialien, die Eva Ademi verwende. Die Künstlerin antwortete, dass dies häufig Fundstücke wie Drähte und Hölzer seien. Drähte erinnerten sie oft an Vogelkörper oder Flügelteile. Davon ausgehend modelliere sie dann mit Bienenwachs die Formen. Dabei habe das Drahtmaterial weniger eine stabilisierende Funktion. Es sei vielmehr gleichzusetzen mit einem Bleistiftstrich, einem Entwurf, von dem aus sie die weitere Form entwickle. Bienenwachs nutze sie gern aufgrund seiner Materialeigenschaften. Sie könne damit gewissermaßen das Zeit-Raum-Kontinuum außer Kraft setzen. Es sei aufgrund seines hohen Schmelzpunktes sehr stabil und ausdauernd. Sie meinte, der Künstler suche ja immer ein bisschen nach der Ewigkeit.
In einer ihrer nächsten Fragen sprach Wickler die in der Ausstellung dargestellte Sammelwut des Menschen an. Ademi führte aus, dass es sie seit frühester Wahrnehmungsfähigkeit fasziniere, wie der Mensch sich seiner Umwelt nähere und dass man überall die Spuren des Menschen sehe. Er wolle sammeln, um zu besitzen und Informationen zu haben und auch, um damit zu prahlen. Er glaube, Schönheit besitzen und erfahren zu können, indem er sie kaputtmacht und z.B. an die Wand nagelt. So würden Forscher auch heutzutage noch wie eh und je vorgehen, wenn sie neue Arten fänden. Exemplare davon würden noch immer direkt nach dem Auffinden getötet und präpariert.
Zum Schluss sprach Wickler ein neues Material an, mit dem Ademi nun begonnen habe zu arbeiten, um ihre Figuren auch im Außenraum aufstellen zu können. Hierdurch gebe es neues künstlerisches Potenzial für ihre Werke.
Wickler bedankte sich anschließend für das Gespräch und regte die Besucher an, die Gelegenheit zu nutzen, der Künstlerin im Nachgang noch Fragen zu stellen. Dies nahmen die Gäste gern in Anspruch.
Artikel melden
06.04.: Schwerer Unfall auf der L330: Motorradfahrer nach Unfall mit Pkw schwer verletzt
- Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
- Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
SPD: „Auf das Wesentliche konzentrieren“
- Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
- Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
Bad Neuenahr-Ahrweiler: Manga jetzt in der Stadtbibliothek verfügbar
- Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
VR Bank RheinAhrEifel eG unterstützt traditionsreichen Linzer Klapperlauf seit über 40 Jahren
Gelebte Tradition und Gemeinschaft - Klapperlauf in Linz
Linz. Der Klapperlauf in Linz am Rhein ist weit mehr als ein Brauch – er ist gelebte Tradition, Gemeinschaft und ein eindrucksvolles Zeichen regionaler Verbundenheit. Die VR Bank RheinAhrEifel eG begleitet dieses besondere Ereignis bereits seit über 40 Jahren als verlässlicher Partner und Förderer.
Weiterlesen
Rheinbrohl. In den letzten Wochen war der TV Rheinbrohl gleich zweimal Gastgeber großer Turnveranstaltungen. Am 1. März fand in der Rheinbrohler Turnhalle die Kreismeisterschaft statt, bei der rund 75 Turnerinnen aus vier Vereinen ihr Können zeigten. Der TV Rheinbrohl ging mit 17 Turnerinnen an den Start. 10 von ihnen konnten sich mit starken Leistungen für die nächste Wettkampfebene qualifizieren.
Weiterlesen
Kartage 2026 des Teams „Spirit of St. Suitbert“ aus Rheinbrohl
„Und führe zusammen, was getrennt scheint!“
Rheinbrohl. Einer schönen Tradition folgend, machten sich auch in diesem Jahr wieder 20 Kinder, Jugendliche und jung Gebliebene der Pfarrei Hl. Katharina Kasper Am unteren Mittelrhein auf den Weg, um die Kartage gemeinsam im Haus Sonnenau in Vallendar zu verbringen.
Weiterlesen
