Neue Kita-Gruppe im Container der Kita St. Katharina Fachbach
Feierliche Einsegnung
Zweigeschossigen Anbau mit Küche errichtet
Fachbach. Seit Oktober 2019 nutzt die katholische Kindertagesstätte St. Katharina in Fachbach einen Container-Anbau, mit dem die dringend notwendige Erweiterung der Tagesstätte um eine fünfte Gruppe möglich wurde. Jetzt erfolgte im Rahmen einer kleinen Feierstunde die Einsegnung der neuen Räumlichkeiten (Betreuerraum, Flur, Gruppenraum und Schlafraum) durch Pfarrer Armin Sturm. Der Fachbacher Ortsbürgermeister Dieter Görg blickte bei dem Anlass zurück auf den Hilferuf des Kindergartens, der ihn vor rund eineinhalb Jahren erreichte. „Sie müssen etwas tun, denn hier klappt es hinten und vorne nicht mehr“, hatte damals die Leiterin des Kindergartens, Margit Hoffmann, gebeten. Für die zahlreichen Kinder aus den Ortsgemeinden Miellen, Nievern und Fachbach war das Raumangebot einfach nicht mehr ausreichend. Zwei Alternativen wurden diskutiert. Neue Räumlichkeiten hätten angemietet werden können oder ein Neubau müsste ins Auge gefasst werden. Im Sinne der Nachhaltigkeit und vor dem Hintergrund der gesetzlich ab 2021 vorzuhaltenden 7-Stunden-Betreuung mit Mittagessen-Angebot entschloss man sich für die Errichtung eines zweigeschossigen Anbaus mit Küche. Die Fertigstellung ist für Ende 2021 vorgesehen. Danach wird die KiTa sechsgruppig sein. Weil der Anbau der Spielfläche im Außenbereich Platz rauben wird, bietet die Gemeinde einen Teil der Festwiese als neues Freigelände an. Die dort zu installierenden Spielgeräte werden so mobil angelegt, dass die Fläche während der Kirmes trotzdem zur Aufstellung des Festzeltes genutzt werden kann.
Container wurde innerhalb von drei Monaten errichtet
Da die Kindertagesstätte aber nicht zwei Jahre lang auf die gut 2,2 Millionen teure Erweiterung warten konnte, wurde der Container als Zwischenlösung umgesetzt, erzählte Hoffmann. Dank kompetenter Architektin und einem zuverlässigen Handwerkerpool habe der Container innerhalb von drei Monaten gestanden. Die für die Anbindung an das bestehende Gebäude erforderlichen Arbeiten begannen in den vorigen Sommerferien. Hoffmann lobte, dass es nicht einmal während des laufenden Betriebes des Kindergartens nennenswerte Lärmstörungen gegeben habe. Lediglich am Tag der Anlieferung des Containers waren die Kinder für nichts zu gebrauchen. Da wollten sie einfach nur zuschauen. Am Ende schaffte die 140.000 Euro-Investition Platz für die 15 Kinder ausmachende fünfte Gruppe der Tagesstätte. Mit 14, vielfach in Teilzeit arbeitenden Erzieherinnen bietet die seit 1973 bestehende Einrichtung, die einen Schwerpunkt auf das religionspädagogische Angebot legt, derzeit für 95 Kinder sowohl Ganz- als auch Halbtagsbetreuung an.
Die aus der Not geborene Lösung bezeichnete Landrat Frank Puchtler als sinnvoll. Natürlich habe dafür eine Menge Geld aufgebracht werden müssen, woran sich auch der Kreis beteiligte, aber die Ernte der Früchte werde kommen. Nachdem eine kleinere Gruppe von Kindern das Bewegungslied „Wenn du glücklich bist“ und ein Segenslied dargeboten hatte, waltete Pfarrer Sturm seines Amtes. Er bat Gott darum, seine Hand über die Einrichtung, die Kinder und die Menschen, die hier arbeiten zu halten, damit sich Freude ausbreiten könne. Er möge diesen Container in seine Obhut nehmen, ihn einen fröhlichen Ort des Lernens und Spielens sein lassen. An das Vaterunser anschließend segnete der Pfarrer die einzelnen Räume des Containers.
Zum Abschluss erhob Margit Hoffmann im Rahmen eines kleinen Sektempfangs das Glas darauf, dass sich Eltern und Kinder in den neuen Räumlichkeiten weiterhin wohlfühlen werden. BSB
Die Kleinen fühlen sich sichtlich wohl im Gruppenraum des Containers.
Lutz Zaun und Margit Hoffmann.
Pfarrer Sturms erbat Gottes Segen für die KiTa.
Die Kinder tragen Pfarrer Armin Sturm, dem Ortsbürgermeister von Fachbach, Dieter Görg und dem Ortsbürgermeister von Nievern, Lutz Zaun gemeinsam mit den Erzieherinnen Lieder vor.
