Zwei Institutionen erhielten den Deutschen Bürgerpreis 2016
Feierliche Preis-Verleihung
Koblenz. Der Deutsche Bürgerpreis 2016 würdigte in diesem Jahr Personen, Projekte und Unternehmer, die mit ihrem Engagement dazu beitragen, zugewanderten Menschen aus verschiedenen Ländern bei der Integration in der Gesellschaft behilflich zu sein.
Die lokale Ausgabe des Deutschen Bürgerpreises, getragen von der Kreissparkasse Mayen, der Sparkasse Koblenz sowie dem Landkreis Mayen-Koblenz und der Stadt Koblenz würdigt ehrenamtliches Engagement und bürgerschaftliche Arbeit. Die Jury, bestehend aus Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig, Landrat Dr. Alexander Saftig und den Sparkassenvorständen Matthias Nester (Koblenz) und Karl-Josef Esch (Mayen), haben aus den Bewerbungen die Sieger aus Landkreis und Stadt ermittelt. Oberbürgermeister Hofmann-Göttig und das stellvertretende Vorstandsmitglied der Sparkasse Koblenz, Karl-Heinz Weber haben die beiden Koblenzer Gewinner in einer Feierstunde im Rathaussaal geehrt. Die Gewinner in diesem Jahr sind: Der Freundes- und Förderverein der Goetheschule für das Projekt an der Goethe-Realschule plus „Deutsch als Zweitsprache“. Ebenfalls erhielt den Bürgerpreis, der Verein der Freundinnen und Freunde des Mittelrhein-Museums und des Ludwig-Museums zu Koblenz für das Projekt des Ludwig Museums „Kunst für Flüchtlinge“. Der Spracherwerb ist die wichtigste Voraussetzung für die Integration. Mit dem Programm „Deutsch als Zweitsprache“ erhalten Schülerinnen und Schüler ohne Deutschkenntnisse Sprachförderunterricht an der Goetheschule, der 50 Prozent der Unterrichtszeit abdeckt. Die DaZ-Gruppen sind zwischen 14 und 25 Personen stark und werden zusätzlich von Sprachförderlehrkräften unterrichtet. Weiter erhalten sie durch ehrenamtlich tätige Menschen Förderung. Ein weiterer Schwerpunkt der Integrationsförderung an der Goethe-Realschule plus ist die Berufsorientierung. Hier werden die beruflichen Potenziale der Zuwanderer erkundet und gemeinsam Pläne für eine berufliche Zukunft erarbeitet. Die starke Zuwanderung im vergangenen Jahr war auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ludwig Museums Grund, initiativ zu werden. Die erreichenden Menschen leben eine gewisse Zeit in Sammelunterkünften, die wenig Raum für Reflexionen der eigenen Situation bietet. So entschloss man sich, für Kinder unterschiedlichster Altersgruppen Möglichkeiten zu bieten, sich zu beschäftigen und eigene Erlebnisse kreativ auszudrücken. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ludwig Museums beschäftigten sich mit jeweils rund 25 Kindern sowie zum Teil mit begleitenden Eltern und brachten auf spielerische Art das Gastgeberland näher. Außerdem konnten die Teilnehmenden ihre zum Teil traumatischen Erlebnisse durch künstlerische Ausdrucksformen verarbeiten. Durch die ehrenamtliche Arbeit der beiden Institutionen wurde den Schwächsten der Flüchtlinge, den Kindern und Jugendliche sehr geholfen. Und auch Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig stellte eine breite Bereitschaft zu helfen in den vergangenen 12 Monaten fest. Vortrefflich wurden hier wieder zwei Institutionen ausgewählt, die diesen Bürgerpreis wahrlich verdient haben. US
