Die Bruchhausener Nönghüüder luden am Wochenende zu ihrer traditionellen Johanneskirmes ein.
Felix Schmitt und Hanna Knieling standen im Mittelpunkt
Durch das Siegtor von Toni Kroos wurde der Königsball nicht vom vorzeitigen aus der Nationalmannschaft überschattet.
Bruchhausen. Musikalisch wie jedes Jahr unterstützt vom Blasorchester des Wallfahrtortes hatten die Junggesellen von Bruchhausen um ihre Vorsitzenden, Philipp Schmitz und Justus Nitzsche, am Freitagnachmittag auf dem Brunnenplatz den Kirmesbaum aufgestellt. Hoch oben auf diesem hatte dann auch ihr Kirmesmann mit Blick auf die Kirche Sankt Johann Baptist wieder seinen Platz gefunden. So wurde er dann auch schon am späten Freitagnachmittag alleine gelassen, hatten die 1624-er Nönghüüder doch zum traditionellen Haxenessen in das große Kirmeszelt auf dem Bolzplatz an der Unkeler Straße am westlichen Dorfeingang geladen, um die nötige Kondition für die Johannes-Kirmes zu tanken.
Die erlebten am Samstagnachmittag ihren ersten Höhepunkt. Um nach dem Königsball im Festzelt beim Public Viewing gemeinsam ab 20 Uhr ungestört das WM-Fußball-„Endspiel“ der Nationalmannschaft gegen Schweden sehen zu können, hatten die Junggesellen den Abmarsch des Königszuges auf 16 Uhr vorverlegt. Zu dem waren die Rheinbreitbacher Junggesellen, die ihr Königsschießen auf einen anderen Tag verlegt hatten, die Unkeler Junggesellen mit ihrem noch amtierenden Königspaar, Jan-Philipp Wallek und Melanie Bauch, die Scheurener sowie die Orsberger und die Erpeler Junggesellen mit ihren Majestäten Dominik Schwager und Laurie Stirnberg rechtzeitig angereist, ebenso wie die Freunde aus Ohlenberg.
„Königszug stillgestanden! Im Gleichschritt – Marsch!“, kommandierte Hauptmann Jannik Roos, während Mexiko per Elfer 1:0 in Führung ging. Zusammen mit Leutnant Niklas Strauß, musikalisch unterstützt vom Blasorchester führte er die Festgesellschaft durch die mit Birkengrün und Fahnen dekorierten Straßen des Ortes in die Straße „Im Born“. Dort hatte Ex-Hauptmann Felix Schmitt, dem Mitte Mai beim Königsschießen der Goldene Schuss gelungen war, zusammen mit seiner Königin Hanna Knieling sein Königshaus, vor dem immer mehr Zaungäste eintrudelten, bestens auf den Ansturm gerüstet. „Königszug – Halt! Links um und weggetreten zum Getränke-fassen“, befahl Jannik Roos. Während daraufhin die Offiziere und Königspaare der Vereine den jungen Majestäten und ihren Ehrenpaaren, Laura Kinkel und Königsbruder Lukas sowie Denise und Jochen Weber, bei Sekt und Selters ihre Aufwartung machten, gab es vor dem Haus für die „Mannschaften“ und die Nachbarn, Gerstensaft, koffeinhaltige Getränke und jet sößes Jrönes sowie belegte Brötchen und Gebäck mit herzhafter Füllung bis zum Abwinken.
Nach gut einer Stunde kündigten die Musiker mit dem Präsentiermarsch den Auszug der Festgesellschaft an. Schnellen Schrittes folgten Felix Schmitt und Hanna Knieling ihren Ehrenpaaren durch das lange Spalier der Fahnen und blitzenden Säbel auf die Straße, wo der Hönghüüder-Offizier die Majestäten hoch leben ließ, bevor zu ihren Ehren wahrhaft meisterlich die Fahnen geschwenkt wurden. Neben dem Festzelt konnte man in einem acht mal zehn Meter großen Pool beim Aqua Zorbing trockenen Fußes übers Wasser laufen, falls die Teilnehmer in den großen aufblasbaren Plastikbällen beim Versuch wie in einem Hamsterrad vorwärts zu schreiten, nicht das Gleichgewicht verlieren sollten, was zur Schaden-Freude der Zuschauer allerdings andauernd passierte. Gegenüber an der Schießbude trainierten vor allem ganz junge potenzielle Junggesellen-Könige für den zukünftigen Goldenen Schuss, während noch jünger sich auf dem Entenfang im Mini-Teich beschränkten.
Königsball im Zeichen der WM
Da die Temperaturen längst nicht so sommerlich warm waren wie im Vorjahr, hatte sich auch das Festzelt, in dem die Party-Band „For You“ wie in den Vorjahren für musikalische Unterhaltung sorgte, längst schon gefüllt, als die Pauken und Trompeten, Trommeln, Flöten und Saxophonen des Blasorchesters das Nahen des Königszuges ankündigten und die Nönghüüder-Offiziere das stolze Königspaar in das Festzelt führten. „Zu Ehren unserer Majestäten werden jetzt die Fahnen geschwenkt“, verkündete Jannik Roos, während Leutnant Niklas Strauß die Fahnenschützen in Position brachte. Anschließend stellten sich alle Fähnriche in die Mitte des Zeltes mit ihren Fahnen auf, um die sich dann Felix Schmitt und Hanna Knieling zu den Klängen des Schneewalzers im Dreivierteltakt drehten, bevor auch ihre Ehrenpaare in den Eröffnungstanz einstiegen. Damit war der Königsball eröffnet, der allerdings zunächst ganz im Zeichen des Fußball-WM-Gruppenspiels stand. Nicht nur über die Bildschirme über dem Getränkestand und am Eingang konnte man das Geschehen in Sotschi am Schwarzen Meer verfolgen. Neben der WM-Cocktail-Bar war auf einer großen Leinwand das 1:0 der Schweden zu sehen, das die Stimmung auf einen Tiefpunkt sinken ließ. Was sich dann beim Ausgleich durch Marco Reus und nach der Führung per Freistoß durch Toni Kroos in den fünften Minute der Nachspielzeit abspielte, muss nicht näher beschrieben werden.
Fähndelschwenken am Sonntag
Gleich drei Pokale hatte der Bruchhausener Fähnrich Philipp im Vorjahr mit der Rheinlandmeisterschaft aller Klassen, der Siebengebirgsmeisterschaft und mit dem Rhein-Ahr-Wanderpokal in den Wallfahrtsort geholt. Sieben Fähnriche waren am Sonntagmittag in dem Rhein-Höhenort angetreten, um sie dieses Jahr zu gewinnen, allen voran der Unkeler Jan-Philipp Wallek, der neue Rheinland-Pfalz-Meister und der Bruchhausener Bastian Lindlohr, der nach 2016 erneut den Rhein-Ahr-Wanderpokal und den des Siebengebirgsmeisters gewinnen wollte. Aus Erpel angereist waren Alexander Hirzmann, Dominik Schwager und Kevin Weber, zu denen sich neben dem Bruchhausen Philipp Schmitz noch außer Konkurrenz, weil ohne Uniform angetreten, Raphael Schwarz aus Leubsdorf gesellten.
Vor den Juroren Lothar Mollberg, Manfred Paaßen, Martin Schmitz und Ralf Wester war Jan-Philipp Wallek eine Woche nach dem Schwenken auf der Erpeler Kirmes auch in Bruchhausen erfolgreich und holte den Pokal des Rheinlandmeisters aller Klassen in die Kulturstadt am Rhein, während sich Dominik Schwager mit der Siebengebirgsmeisterschaft zufrieden gegen musste.
Im Anschluss mussten die Junggesellen zum Festzug durch den Ort antreten. Nur für die Dorfspiele in Dreiermannschaften konnte sich am Nachmittag zum Leidwesen von Spiele-Manager Basti Lindlohr kaum einer erwärmen. Der abschließende Kirmes-Montag begann dann im Anschluss an die Messe mit der Kranzniederlegung am Ehrenmal. Anschließend ging es erneut im Festzug zum Bürgerfrühschoppen ins Festzelt. Am Abend wurde dann der Kirmesmann aus seiner luftigen Bleibe von den Junggesellen um ihre Vorsitzenden Philipp Schmitz und Justus Nitzsche befreit. Aber nur um ihm den Prozess zu machen, der wie immer unweigerlich mit dem gnadenlosen Urteilsspruch endet: „Tod durch die Flammen!“, wohl wissend, dass der arme Kerl im nächsten Jahr zu Beginn der Johannes-Kirmes 2019 wie Phönix auf der Asche wieder auferstehen wird.
DL
Als letzter trat der Erpeler Dominik Schwager im Finale vor die Jury.
Jan-Philipp Wallek überholte Dominik Schwager Dank bester Haltungsnoten
Strahlen eröffnete Hanna Knieling am Arm von König Felix Schmitt mit dem Königswalzer die Ballnacht.
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