Allgemeine Berichte | 07.09.2020

Unterwegs mit der Pfarreiengemeinschaft Vallendar-Urbar-Niederwerth

Ferienfreizeit dieses Jahr vor Ort

Mittwochs wurde Koblenz besichtigt. Fotos: privat

Vallendar. Eigentlich hätte die Ferienfreizeit der Pfarreiengemeinschaft Vallendar-Urbar-Niederwerth in diesem Jahr in der Nähe von Passau stattfinden sollen. Doch schon während der Vorbereitungen im Frühjahr wurde bald klar: Die Auflagen rund um die derzeitige Corona-Situation bringen auch für uns Einschränkungen und Anpassungen mit sich. So kam es, dass die Ferienfreizeit nach 16 Jahren nun zum ersten Mal zu Hause vor Ort durchgeführt wurde.

Am ersten Tag der Sommerferien begrüßte ein Team von elf Betreuer*innen die 28 angemeldeten Kinder und Jugendlichen zwischen 9 und 15 Jahren im Basislager, dem Schützenplatz in Niederwerth. Die diesjährige Tagesbetreuung fand in vier altersgerechten Gruppen statt und machte sowohl den Teilnehmenden als auch Betreuer*innen jede Menge Spaß!

Montags ging es mit Kennenlern-Spielen und den diesjährigen (Corona-)Regeln für die Ferienfreizeit los. Während manche der Teilnehmenden sich schon von den vorherigen Ferienfreizeiten kennen, so waren auch in diesem Jahr wieder einige neue Gesichter dabei. Danach wurden verschiedene Gruppenspiele angeboten, die im Verlauf der Woche immer wieder durch die Teilnehmenden weitergespielt wurden. Dazu zählte neben einigen Outdoor-Spielen wie Wikingerschach und Mölki auch das eigens erstellte „Virus Wackerstein“-Spiel, in dem Teilnehmende und Betreuer*innen in Wahl-, Wahrheit- oder Pflichtaufgaben gegeneinander antraten. Nach der Mittagspause folgte eine Wanderung in der Feisternacht und im Rheinhöhenweg mit einem Workshop „Spuren lesen im Wald“. Der erste Tag klang am späten Nachmittag mit Gruppenspielen und Kleingruppenreflexionen aus.

Eine Rundfahrt mit dem Feuerwehrboot

Dienstags kamen sowohl abenteuerlustige als auch kreative Köpfe zum Zug. So gab es abwechselnd eine Schnupperstunde in Kayaks und Kanus mit dem Wassersportverein Vallendar sowie eine Rundfahrt mit den Feuerwehrbooten der Verbandsgemeinde. Am Basislager wurden währenddessen Rückwärtsfilme gedreht. Die Herausforderung bestand darin, ausgewählte Filmszenen (Star Wars, Rapunzel, Titanic, Fuck ju Göhte 2) in Rückwärtsbewegungen und in umgekehrter Reihenfolge aufzunehmen. Erst beim gemeinsamen Abschluss am Freitag wurden die Filme dann vorwärts abgespielt. Auch das Werwolf-Spiel ging an diesem Abend in die erste Runde und trug bis zum Ende der Ferienfreizeit täglich mehrfach zu großer Unterhaltung bei.

Am Mittwoch stand der Tagesausflug an. Leider hatte die Gruppe, im Gegensatz zu den restlichen Tagen, kein großes Glück mit dem Wetter. Die Schiffstour mit dem Gilles-Schiff Fortuna, die Gondelfahrt zur Festung Ehrenbreitstein sowie die ersten zwei Stunden auf dem Festungsgelände waren sehr verregnet und bewölkt. Glücklicherweise konnten einige Gruppen sich in der Ravensburger-Ausstellung zwischenzeitlich etwas aufwärmen und auch tolle Spielerlebnisse mitnehmen. Wärmer wurde es dann beim Adventure-Golf, bei dem die Gruppen auf 18 Bahnen ihr Geschick beweisen konnten.

Donnerstags traten die Gruppen im Strategiespiel „Istanbul“ gegeneinander an. Je nach Verhandlungsgeschick konnten verschiedene Waren erworben werden, die letztlich an diversen Stationen gegen Rubine eingetauscht werden konnten. An den Stationen wie der Teestube, dem Postamt, dem Schwarzmarkt, der Wagnerei, den Tuch-, Gewürz- und Obstlagern, dem Markt, der Moschee, dem Sultanspalast oder dem Diamantenhändler waren zahlreiche Gruppenaufgaben zu bewältigen, wie singen, tanzen, Rätsel lösen. Am Nachmittag wartete dann eine sportliche Olympiade auf die Teilnehmer – gefolgt von einer Biathlon-Herausforderung, für die der Schützenverein eine Laser-Schießanlage zur Verfügung stellte.

Zum Abschluss wurden Filmsequenzen der Freizeit gezeigt

Am Freitag, dem letzten Tag der Ferienfreizeit, durfte dann mithilfe einer App-unterstützten Schnitzeljagd die Gemeinde Niederwerth entdeckt werden. Zahlreiche Rätsel-, Zähl- und Kreativaufgaben erwarteten die Kinder und Jugendlichen. Im Basislager wurde gleichzeitig tatkräftig gebastelt: So konnten T-Shirts gebatikt, Vogelfutterstationen hergestellt und Ytong-Steine zu dekorativen Figuren bearbeitet werden. Am Nachmittag wurden, im großen Finale, alle Filmsequenzen der Ferienfreizeit vorgeführt – dabei war der ein oder andere Lacher vorprogrammiert. Zum gemeinsamen Ausklang der Woche wurde mit allen zusammen (mit ausreichend Abstand) Karaoke gesungen und Stopptanz getanzt.

Alles in allem haben Teilnehmende und Betreuer*innen am Freitagnachmittag erschöpft aber hochzufrieden die erste Sommerferienwoche hinter sich gelassen. Auf den Heimfahrten und am Abendbrottisch gab es einiges zu erzählen.

Diese grandiose Woche wäre ohne die zahlreiche Unterstützung, die das Betreuer*innen-Team erhalten hat, nicht möglich gewesen. Den Unterstützung möchteman ein Lob für diese Unterstützung aussprechen, so z.B. dem Niederwerther Schützenverein, für die Bereitstellung des Basislagers inkl. Sanitäranlagen sowie für die Überlassung der Laser-Schießanlage (natürlich unter strenger Aufsicht unserer Schützenmitglieder im Team). Der Ortsgemeinde Niederwerth – stellvertretend dem Bürgermeister Horst Klöckner – für die Unterstützung, eine Ferienfreizeit vor Ort durchführen zu können. Der Rhein-Mosel-Werkstatt, die die Gruppe täglich mit hochwertigem und hygienisch einwandfreiem Essen versorgt hat. Der Freiwilligen Feuerwehr in der Verbandsgemeinde, die durch ihre Bootstouren interessante Einblicke und abenteuerliche Touren auf dem Rhein beschwert hat. Dem Wassersportverein Vallendar, der Schnupperkurse mit seinen Trainern angeboten hat. Christoph Brabender für das Spuren lesen im Wald. Der Personenschifffahrtsgesellschaft Gilles für den flexiblen Transport. Der Adventuregolf-Anlage, die selbst bei Regen extra für die Gruppe offen blieb. Thomas Muth, der allen mit Rat und Tat zur Seite stand. Last but not least den Eltern und Erziehungsberechtigten, die den Betreuern – auch unter diesen schwierigen Voraussetzungen in diesem Jahr – ihr Vertrauen geschenkt haben und sie mit ihrem Feedback bestärkt haben, dass es die richtige Entscheidung war, die Ferienfreizeit im März nicht überstürzt abzusagen.

Man hofft sehr, dass im nächsten Jahr wieder eine ganz „normale“ Ferienfreizeit stattfinden kann. Wer (wieder) mitfahren möchte, der kann sich jetzt schon dieses Datum vormerken: 19. bis 28. Juli 2021. Weitere Informationen folgen auf der Website www.ferienfreizeit-vallendar.de. Das Freizeitteam – Matthias, Jan, Tim, Leon, Jul, Tobias, Anna, Kim, Eva, Sarah und Marie.

Beim Adventure-Golf hatte die Gruppe Glück und der Regen ließ etwas nach.

Beim Adventure-Golf hatte die Gruppe Glück und der Regen ließ etwas nach.

Mittwochs wurde Koblenz besichtigt. Fotos: privat

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