Allgemeine Berichte | 15.09.2022

Heimatfest der Aktionsgemeinschaft Wachtberg und Umgebung

Fest der Begegnung brachte auch Neubürgern die Heimat näher

Die langjährige Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft, Ursula Perkams, wurde für ihre Verdienste geehrt

Ursula Perkams, die langjährige Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft (Mitte) wurde beim Heimatfest für ihre Verdienste mit einem großen Blumentopf geehrt. Es gratulierten (von links) Wessel Freiherr von Loë, Bürgermeister Jörg Schmidt, Georg Freiherr von Loë und die neue Aktionsgemeinschaft-Vorsitzende Birte Tschentke. Foto: JOST

Adendorf. Einen schöneren Platz für ein Heimatfest als den Innenhof der Burg Adendorf kann man sich schwerlich vorstellen. So bevölkerten nach fünfjähriger Pause wieder Hunderte von Besuchern den pittoresken Festplatz auf Einladung der Aktionsgemeinschaft für den Schutz der Landschaft in Wachtberg und Umgebung. Die neue Vorsitzende Birte Tschentke freute sich jedenfalls über einen großartigen Zuspruch, zudem auch das abwechslungsreiche Programm seinen Teil beigetragen hatte. „Es ist das 18. Heimatfest, und unsere Aktionsgemeinschaft selbst feiert in diesem Jahr ihr 35-jähriges Bestehen. Seit dieser Zeit setzt sich der Verein für die Natur, die Kulturlandschaft, das Handwerk und generell für das Miteinander in der Gemeinde Wachtberg ein“.

Der Erlös aus dem Heimatfest diene daher genau diesem gemeinnützigen Zweck, ihr besonderer Dank galt den Gastgebern auf Burg Adendorf, der Familie von Loë.

Den Auftakt machte ein Gottesdienst im Burghof, den Diakon Wolfgang Kader von der festlich geschmückten Freitreppe der Burg aus zelebrierte, musikalisch begleitet von der Jagdhornbläsergruppe des Hegerings Rheinbach unter der Leitung von Peter Passmann. Anschließend ehrten Tschentke gemeinsam mit Bürgermeister Jörg Schmidt (CDU) sowie den Burgherren Wessel und Georg von Loë die langjährige Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft, Ursula Perkams. Mehr als drei Jahrzehnte lang hatte sie die Aktionsgemeinschaft geführt und auch das Heimatfest mit initiiert. „Das Heimatfest ist ein Fest der Begegnung und auch für frisch zugezogene Mitbürger eine tolle Gelegenheit, die neue Heimat zu erleben. Während der Pandemie war kaum etwas möglich“, nannte Tschenkte die Gründe für den Erfolg.

Handwerkskunst ist immer noch lebendig

Natürlich präsentierte die Aktionsgemeinschaft ihre Aktivitäten in den vergangenen Jahren und stellte unter anderem die drei Bücher zu Handwerkskunst der Töpfer in Adendorf vor. Gleich daneben hatte Christian Günther von der Töpferei Günther seinen Stand mit handgemachter Keramik aufgebaut. Der studierte Betriebswirt hat in den vergangenen Jahren unter Beweis gestellt, dass das traditionsreiche Töpferhandwerk auch in der heutigen Zeit noch seine Berechtigung hat.

Besonders für die Kinder wurde viel geboten. So hatte die Freiwillige Feuerwehr Wachtberg vor dem Burggraben einen kleinen Spielparcours aufgebaut, wo der Nachwuchs beim Zielspritzen mit der Kübelspritze seine Treffgenauigkeit unter Beweis stellte oder versuchte, mit einem Feuerlöscher ein kontrolliert brennendes Feuer zu löschen. Vor allem die Mädchen waren begeisterte Ponyreiterinnen, und die „Grundschule am Wald“ ließ die Kinder Insektenhotels basteln. Außerdem gab es ein Vogelstimmen-Quiz, Lederarmbänder wurden hergestellt und Kinderschminken. Für das leibliche Wohl sorgte die Karnevalsgesellschaft „Hetzbröde“ und die Sankt Hubertus Schützenbruderschaft, die Frauen des Dorfes hatten am Nachmittag mehr als 30 Kuchen für die Kaffeetafel gebacken. JOST

Ursula Perkams, die langjährige Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft (Mitte) wurde beim Heimatfest für ihre Verdienste mit einem großen Blumentopf geehrt. Es gratulierten (von links) Wessel Freiherr von Loë, Bürgermeister Jörg Schmidt, Georg Freiherr von Loë und die neue Aktionsgemeinschaft-Vorsitzende Birte Tschentke. Foto: JOST

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