Allgemeine Berichte | 13.09.2016

Musikverein „Rote Husaren“ feierte im voll besetzten Saal

Festabend zum 60-jährigem Vereinsjubiläum

Schirmherr Josef Oster lobte die die vorbildliche Jugendarbeit

Die „Rote Husaren“, 60 Jahre und kein bisschen leise.MFU

Bad Ems. Axel Nickles, Vorsitzender der Roten Husaren, begrüßte die zahlreichen Gäste, Freunde und Gönner zum 60-jährigen Vereinsjubiläum und freute sich über einen voll besetzten Saal im Gasthaus Alt Ems. Unter ihnen Verbandsbürgermeister Josef Oster, der die Schirmherrschaft an diesem Abend innehatte sowie Frank Puchtler, Landrat des Rhein-Lahn-Kreises.

Jugendorchester eröffnete den Festabend musikalisch

Zum Auftakt spielte das seit einem Jahr neu gegründete Jugendorchester „Kleine Husaren“ das Musikstück alle „Vögel sind schon da“, bevor Nickles die Moderation an Frank Ackermann übergab. Wilhelm Augst, Vorsitzender der Bürgerstiftung Bad Ems überreichte gemeinsam mit Anny Neusen Stiftungsgeschäftsführerin und Günther Schütz Stiftungsrat symbolisch einen Scheck für die Vereinsarbeit. Die Bürgerstiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, ehrenamtliches Engagement in Bad Ems fördern und gemeinnützige Projekte zu unterstützen. Mit weiteren Musikeinlagen des Jugendorchesters, verabschiedete sich dieses nach Vorstellung der jungen Künstlerinnen und Künstler durch Tanja Pöhr.

Schirmherr Josef Oster, Verbandsbürgermeister der Stadt Bad Ems wies in seiner Rede darauf hin: „Kaum zu glauben: Die Roten Husaren feiern 60. Geburtstag! Kaum zu glauben, weil das in unserer schnelllebigen Zeit doch ein ordentliches Alter ist, ein Zeitraum, in dem so mancher Verein entstanden und wieder verschwunden ist.“ Darüber hinaus seien die Husaren gut aufgestellt, da sie Alt und Jung in sich vereinen und voneinander lernen. Die Roten Husaren gehörten zu Bad Ems, wie die Spießer Kirmes und das Waldfest, so die Worte des Schirmherrn.

In den 1950er Jahren, als der „Rock ’n’ Roll“ aufkam, gehörte der heutige Beigeordnete Oskar Flöck zu den Gründungsmitgliedern der Roten Husaren. Modern waren sie damals und das diese modernen jungen Menschen einen „Fanfarenkorps gründeten, klinge doch irgendwie etwas anachronistisch. Aus dem „Fanfarenkorbs“ wurden die „Roten Husaren“. Die Kleidung wurde moderner und sehe gar nicht mehr nach Husaren aus. Damals wie heute seien sie in Stadt und Umland bekannt, inzwischen sogar weit über die Grenzen hinaus. Karneval, Kirmes, Waldfest, Martinsumzüge und unzählige weitere Feste mischten sie mit schmissigen Klängen auf.

Die Jugendarbeit sei vorbildlich, so Josef Oster. Eine eigene Jugendabteilung begeistere den Nachwuchs für die Musik. Die Profis der Kreismusikschule seien dabei fester Bestand in der musikalischen Ausbildung. Der Schirmherr bedankte sich für die Arbeit und die vielen Veranstaltungen in der Verbandsgemeinde, die durch die Musik der Husaren bereichert würden.

Auch Landrat Frank Puchtler beglückwünschte die Husaren

„Rot ist die Liebe, rot ist das Blut und rot sind auch die Roten Husaren“, mit diesen Worten begrüßte Frank Puchtler, Landrat des Rein-Lahn-Kreises die Jubilare. Musik sei der Schlüssel zum Glück. Musik strahle Wärme aus und öffne die Herzen. Hier zeige sich, wie wichtig das Ehrenamt sei. Der Kreis könne stolz darauf sein, viele Vereine zu haben, wozu auch die Roten Husaren gehören. Musik verbinde durch die Roten Husaren Alt und Jung, Frauen und Männer, Freunde der Volksmusik und des Pop. Der Landrat abschließend: „Ich wurde schon oft gefragt, ob ich nicht aktiv mitmachen möchte: Lieber keinen spielenden Frank, lieber einen Frank, der was mitbringt.“

Unter der Leitung des ältesten Dirigenten Martin Neydeck, von 1965 bis 1977 und 1996 bis 2006, erfreuten die Husaren mit den Musikstücken „Der treue Husar“ und „Salut“. Über eine Powerpoint-Präsentation erhielten die Gäste Einblick in die Chronik von 1976 bis 2006 durch Oskar Flöck.

Langjährige Mitglieder wurden geehrt

Ein solcher Festabend bot einen tollen Rahmen seitens des Vereins, um Danke zu sagen. Danke für verdiente Mitglieder für die langjährige Treue zum Verein.

Für 60 Jahre Mitgliedschaft erhielt Oskar Flöck die goldene Ehrennadel mit 60 im Kranz und Urkunde, Peter Henkel wurde die Ehrennadel in Silber mit 50 im Kranz und Urkunde verliehen. Mit einem Blumenstrauß wurde die älteste aktive Musikerin Rosemarie Hirdes, sie spielt seit 2001 Saxofon, geehrt. Den Landesehrenbrief für 50 Jahre aktives Musizieren erhielt Peter Henkel durch den Kreismusikverband Westerwald e.V. aus der Hand von Josef Görg-Reifenberg.

Unter der Leitung von Dirigent Stanislaw Kawiorski ging es mit flotter rhythmischer moderner Musik weiter im Programm. „Yesterday man“, „The best of Queen“ und natürlich der Ohrwurm „Atemlos“, um nur einige Stücke zu nennen, sorgten für Stimmung im Saal.

Das der Verein auch außerhalb der Proben und der Termine, rund fünfzig Auftritte im Jahr viel unternehme, erzählte die Chronik weiter. So zum Beispiel, die Fahrt nach Speyer, der Holiday-Park in Hassloch, Landauer Zoo und in diesem Jahr der Tagesausflug nach Frankfurt. Ferien am Ort für die Jugend, musikalisches Wochenende und das traditionelle Sommerfest bei der Familie Hausen. Eine ganz besondere Freude machte der Musikverein den Bewohnern der Bad Emser Altenheime. Musik verbindet mit einem vorweihnachtlichen Konzert.

Auch im Internet ist der Verein gut aufgestellt. Daniel Kauth erhielt für sein vielfältiges Engagement im Verein als Webmaster, Geschäftsführer und aktives Mitglied den zweiten Preis als „ Vereinsmacher 2015“, am Tag der Vereine in Bad Ems. Pünktlich zum 60-jährigen Bestehen des Musikvereins wurde auch die erste CD fertig. Ein großes Projekt, welches viel Zeit in Anspruch nahm.

Musik, kennt keine Grenzen und so erfreut sich der Musikverein Rote Husaren auch immer wieder an Gastspielern. Am Festabend waren mit dabei Stefan Birkelbach aus Fachbach sowie Horst Avemaria aus Bürstadt im Süden von Hessen. Horst Avemaria wurde durch einen Kuraufenthalt in Bad Ems auf die Roten Husaren aufmerksam. Da er selber in seinen Heimatort aktives Mitglied im Musikverein KKM - Katholische Kirchenmusik ist, wollte er auch während seines Aufenthaltes nicht auf die Musik verzichten.

Die Freundschaft zur Kolping-Kapelle Kamp-Bornhofen e.V. bestehe seit einigen Jahren und Stanislaw Kawiorski ist auch dort als Dirigent tätig. Mit dem Musikstück „Kölsche Jungs“ verabschiedete sich das Orchester und erhielt zum Dank einen tosenden Applaus.

Viele Vereine gratulierten zum 60. Geburtstag, darunter die Bad Emser Karnevallsgesellschaft, MGV Glück Auf 1867 e.V. Bad Ems, Musikverein „Gugge mer ma“ Bad Ems 1994 e.V., Turnverein 1861 Bad Ems e.V., St. Martins-Chor Bad Ems, Fachbacher-Carnevals-Verein 1990 e.V. und er Karnevalsverein „Blau-Weiß“ Arzbach e.V.

Neue Mitglieder sind immer willkommen

Jeder der bei den Roten Husaren mitmachen möchte, ist Willkommen. Die Proben sind immer mittwochs in der Ernst Born Schule von 19.30 bis 21.30 Uhr. Das Jugendorchester probt von 16.15 bis 17.15 Uhr.

Das Jugend Orchester zeigte beim Festabend sein ganzes Können und die gute Nachwuchsarbeit des Vereins.

Das Jugend Orchester zeigte beim Festabend sein ganzes Können und die gute Nachwuchsarbeit des Vereins. Foto: MONIKA

Die „Rote Husaren“, 60 Jahre und kein bisschen leise.Fotos: MFU Foto: MONIKA

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