Ollheimer „Königsorgel“ wird 250 Jahre alt
Festliche Klänge zum Jubiläum
Mitglieder der Dommusik Köln gestalten am 11. November ein Konzert
Ollheim. In den 60er-Jahren des 18. Jahrhunderts hatten sich mancherlei Geschehnisse von Bedeutung ereignet: 1761 war Reichsgraf Maximilian Friedrich von Königsegg-Rothenfels in den Stand des Erzbischöflichen Kurfürsten zu Köln erhoben worden und hatte den Grafen Belderbusch zu seinem Ministerpräsidenten ernannt, der im Jahre 1768 den Grundstein zum Schloss Miel legen ließ. 1767 wurde im Stift Schillingscapellen die Nonne Maria Lambertina Freifrau von Brackel zu Breitmar zur neuen Äbtissin gewählt. Anlässlich dieser Wahl stiftete ihre Familie eine Orgel und beauftragte Christian Ludwig König, den prominentesten unter den damaligen Orgelbaukünstlern im Rheinland. Auf Geheiß Napoleons wurde das Nonnenstift ebenso aufgelöst wie so viele andere Klöster. Auf wundersame Weise fand die Orgel ihren Weg nach Olheim.
Zu wesentlichen Teilen restauriert, in anderen Teilen an den Ursprungszustand herangeführt und in wiederum anderen Teilen erneuert weist sie einen solch hohen Originalzustand auf, dass eine Jubiläumsfeier angesagt ist. Hierzu lädt die Pfarrgemeinde anlässlich ihres Patronatsfestes am Sonntag, 11. November, 17 Uhr herzlich ein. Zu diesem Anlass kommen Mitglieder der Dommusik am Hohen Dom zu Köln nach Swisttal-Ollheim und geben ein Jubiläumskonzert: der Mädchenchor am Hohen Dom, Leitung Domkantor Oliver Sperling, sowie Domorganist Prof. Dr. Winfried Bönig. Als Vertreter des Erzbistums wird Domkapitular Dr. Dominik Meiering mit einer Ansprache das Konzert eröffnen.
