Rheinbacher Weihnachtsmarkt bei winterlichen Temperaturen
Festliche Stimmung im Lichterschein
Rheinbach. Ein eisiger Wind herrschte am frühen Freitagnachmittag vor dem dritten Advent, als Bürgermeister Stefan Raetz den diesjährigen Rheinbacher Weihnachtsmarkt auf der Bühne am Wasemer Turm eröffnete.
Mit dabei waren die Organisatoren des Bühnenprogramms Angie und Erich Marschall, Willi Botz als traditioneller „echter Nikolaus“ (der Bart ist echt) und vom Vorstand des Gewerbevereins Gerhard Brandt.
„Von hier aus sollte der Vorsitzende des Gewerbevereins, Oliver Wolf, sie alle begrüßen. Er ist allerdings gerade auf dem Weg vom Krankenhaus nach Hause. Dort hat er seine Frau und seine Tochter Luisa abgeholt. Er und seine Frau sind vor zwei Tagen zum zweiten Mal Eltern geworden“, freute sich Bürgermeister Stefan Raetz bei der Eröffnung des Weihnachtsmarktes, nicht ohne den Beiden zu gratulieren. Per Handy hatte Wolf schon veranlasst, dass alle anwesenden Gäste auf seine Kosten mit reichlich Glühwein versorgt werden.
Begleitet wurde die Eröffnung vom Chor der Gesamtschule unter Leitung von Thomas Michels und Olga Martens.
Viel ehrenamtlicher im Einsatz
Raetz dankte allen Helfern und Organisatoren, die mit ihrem Einsatz den Weihnachtsmarkt auf die Beine gestellt haben. Vor allen Dingen dankte er Angie und Erich Marschall, die nicht nur für das Bühnenprogramm gesorgt haben, sondern dieses Jahr auch für den Aufbau des Marktes zuständig waren, da Oliver Wolf sich um die Familie kümmern musste.
„Ohne die Sponsoren aus dem Bankenwesen und der Energiewirtschaft wäre ein solcher Markt nicht finanzierbar“, bedankte sich Raetz für das Engagement.
Der Bürgermeister bedauerte, dass eine Klage der Gewerkschaft „Verdi“ vor dem Verwaltungsgericht Köln eine einstweilige Verfügung ausgelöst hat und dadurch der geplante verkaufsoffene Sonntag nicht stattfinden konnte. Gerhard Brandt vom Vorstand des Gewerbevereins erklärte nach der Begrüßung der Zuschauer, dass es eine alternative zum VOS gäbe. „Als Ersatz sind am Samstag die Geschäfte bis 22 Uhr geöffnet unter dem Motto „Lange Einkaufsnacht im Lichterglanz“. Die Aktion von Verdi schadet dem Handel und unterstützt die Internet Riesen“, so Brandt.
Alle Akteure waren ehrenamtlich im Einsatz. Das galt für den Aufbau des Marktes wie auch für das Bühnenprogramm. Hierzu zählen Schulen, Vereine und auch private Gruppen, die zu dem Programm beigetragen haben. Darunter auch der Rheinbacher Landsturm, der am Samstagabend mit „Besinnlichkeit mal anders“ viele Zuschauer begeisterte.
In diesem Jahr waren die Togo-Hilfe e.V. und der Lions Club mit einem gemeinsamen Stand dabei. Die Akteure, darunter auch Bürgermeister Stefan Raetz, sorgten für das leibliche Wohl und schenkte Glühwein für die gute Sache aus.
Zwölf neue Aussteller begrüßt
Über 70 Aussteller, darunter zwölf Neue, präsentierten den Besuchern ihr weihnachtliches Angebot. Unter anderem wurden die Gaumen der Besucher mit frischen Matjes, Zimtstangen in Quarkteig, Forellen, Früchtebrot sowie weiteren Leckereien verwöhnt. Von Wildschweinwurst bis zum Früchtebrot und Honig bis hin zu frische Reibekuchen blieb kein Wunsch unerfüllt. Besonders war bei dem frostigen Wetter Glühwein der Renner, während sich die Kleinen mit Kinderpunsch aufwärmen konnten.
Zwischen den einzelnen Ständen waren Feuerkörbe aufgestellt, die für eine anheimelnde Stimmung und Wärme sorgten und auch Sitzgelegenheiten aus Paletten-Möbeln luden zum Ausruhen ein.
Die Türme rund um den Markt wurden mit Scheinwerfern in unterschiedlichen Farben angestrahlt. Das galt auch für Gebäude in der Innenstadt, ähnlich wie bei der „Blue Night“.
Kunstvolle Handarbeiten aus Treibholz, Schmuck und Töpfereien waren nur einige Attraktionen des diesjährigen Marktes. Zu den weiteren Attraktionen zählten auch Glaskunst, Porzellanmalereien und Spielzeug.
Weihnachtsbäume ausverkauft
Der Georgsring bot auch in diesem Jahr wieder frische Weihnachtsbäume zu moderaten Preisen auf der Freifläche an der Pützstrasse an. Bereits am Sonntagmittag waren alle Bäume verkauft.
Selbst der letzte Baum, der als Dekoration geschmückt am Eingang der Freifläche stand, wurde mit samt dem Schmuck durch die Röhre ins Netz verfrachtet. Dass man komplett ausverkauft war, das hätten sie noch nie erlebt, so ein Mitstreiter des Georgsrings.
„Wir hatten einen tollen Weihnachtsmarkt mit vielen gastronomischen und weihnachtlichen Höhepunkten inklusive Bühnenprogramm. Die Aussteller sind trotz feuchtem und kaltem Wetter zufrieden und haben signalisiert nächstes Jahr wieder dabei zu sein“, so der Organisator Erich Marschall am letzten Abend des Weihnachtsmarktes.
Bürgermeister Raetz und der Vorsitzende der Togohilfe mit Mitstreitern und Freunden aus Togo verkaufte Glühwein.
Der Landsturm begeisterte mit „Besinnlichkeit mal anders“.
Der letzte Weihnachtsbaum ging mit Schmuck durch die Röhre.
