Von wegen Ruhestand: Aktive Senioren gestalten ihre Heimat
Feuer und Flamme Moselkern
Mitmachen erwünscht!
Moselkern. Hinter der Aktion „Feuer und Flamme“ steht eine beispiellose Aktion von Ruheständlern in der Moselgemeinde, die sich voll und ganz der ehrenamtlichen Arbeit verschrieben haben und bereits einige Aktivitäten auf die Beine stellten. Ihr Motto ist es, nicht nur darüber zu reden, sonder auch konkret zu helfen und zu handeln.
Die Idee dazu wurde geboren auf dem Wein-Nachts-Markt vor wenigen Jahren in Traben-Trarbach, als die Gruppe „Feuer und Flamme“ auf Initiative von Peter Schmitt ins Leben gerufen wurde.
Ihr Credo lautet daher: „Wir sind ehemalige aktive Feuerwehrkameraden, die auch im Ruhestand nicht einfach ihre Hände in den Schoß legen wollen, sondern mit diversen Aktionen etwas für unseren schönen Ort bewegen wollen.“ Gesagt und getan, denn mittlerweile verstärken auch weitere rüstige Rentner die Gruppe, denn auch eine gute Tat spricht sich schnell herum.
Es wurden dann auch schnell konkrete Projekte zügig in Angriff genommen und erfolgreich umgesetzt.
Die erste Maßnahme war die Säuberung der Kringeltreppe zum Wanderweg und auch die Generalüberholung der Kringel-Schutzhütte. Jedem Wanderer, der den Moselsteig nutzt, hat einen herrlichen Panoramablick auf das Moseldorf und auf den gegenüber liegenden Hunsrück. Daher musste auch einer der Aussichtspunkte dringend saniert werden. Es waren auch Sicherungsarbeiten am Geländer des Lasserger Aussichtspunktes dringend geboten, damit dort wandernde Familien und Ältere gefahrlos die Aussicht über die Mosel erleben können.
Doch es waren am Moselsteig noch weitere Arbeiten erforderlich, so wurde die Schutzhütte einer Renovierung unterzogen, dort Bänke aufgestellt und ein stabiler Tisch gemauert. Etwas ganz Besonderes stand auf ihrem weiteren umfangreichen Programm: Der sagenumwobene keltische Druidenstein, auf einer gegenüberliegenden weithin sichtbaren Bergkuppe mit einem riesigen überdimensionalen Kreuz.
Die Akteure von „Feuer und Flamme“ halfen bei der Installation der Kreuzbeleuchtung. Ein klasse Highlight war die gelungene Aktion an der Ölbergkapelle oberhalb von Moselkern an der K 33 in Richtung Münstermaifeld, die in liebevoller Arbeit engagiert überholt und in neuem Licht erstrahlen konnte. Vorher startete man ein Crowfunding mit großem Erfolg, bei dem zahlreiche Spender gewonnen werden konnten, um das Ganze auch bezahlen zu können.
Aber das war noch nicht alles an ehrenamtlichen Leistungen der Gruppe. So wurden letztjährig an alle Haushalte zu Ostern Blumengrüße überbracht oder auch kleine Maibäume bei ihrer entsprechenden Aktion verteilt. Für die Kleinsten in der Moselgemeinde wurde ein Kinderkarussell neu aufgebaut und der Kinderspielplatz renoviert. Ferner nahm man sich des Maibaumplatzes an, unterstützte bei der Apfelsaftaktion die Gemeinde und nahm eine komplette Sanierung der Wanderhütte „Mannis Ranch“ vor.
Auch eine großflächige Umgestaltung des Kapellenvorplatzes an der Kreisstraße folgte. Ihre Frauen verteilten, in der Coronazeit, zudem Adventsgebäck in Moselkern.
Künftig will man, bei einer Förderung durch das LEADER-Programm, noch zwei Lebenstürme aufstellen und auch als touristischer Anreiz einen naturnahen Bouleplatz schaffen. Die Aufstellung zweier Ruhebänke am Druidenkreuz ist sehr kurzfristig auf der Agenda der Gruppe.
Zu „Feuer und Flamme“ gehören die Gründungsmitglieder Peter Schmitt, Helmut Pawlik, Siegod Gregorius, Günter Sturm (der leider schon viel zu früh verstorben ist) und Klaus Brixius, neuere Mitglieder sind Alfred Stölting, Bernhard Kaufmann, Siegfried Sturm und Winfried Brachtendorf. Wer sich jetzt noch angesprochen fühlt, kann gerne Klaus Brixius, Telefon 02672/912012, Mobil: 0170/1666909, als Ansprechpartner kontaktieren oder sich bei einem Mitglied der Gruppe melden.
„Die ehrenamtlichen Arbeiten machen uns alle sehr viel Freude, wir kommen an die frische Luft und wir haben eine sinnvolle Beschäftigung“, machte einer aus der Gruppe deutlich, dem sich alle anschlossen, vor allem aber die Ortsgemeinde Moselkern.
Heinz Kugel
