Freiwillige Feuerwehr Ahrbrück übte mit der Teileinheit Gefahrstoffzug GW-G1
Feuerwehrübung erfolgreich gemeistert
Ahrbrück. Die Freiwillige Feuerwehr Ahrbrück zählt 36 Feuerwehrleute, zu denen auch vier junge Damen gehören, so das im Ernstfall auch tagsüber immer auf eine Bereitschaft von rund 10 Feuerwehrleuten zugegriffen werden kann, so der Wehrführer Torsten Claesgens. Zur Feuerwehr in Ahrbrück, im neuen modernen Feuerwehrgerätehaus, gehört auch eine Teileinheit des Gefahrstoffzuges GW-G1 des Landkreises Ahrweiler, der bei Bedarf zu einer Gesamteinheit zusammengezogen werden kann. Aber auch das Üben mit der Teileinheit alleine gehört zu den Pflichten der Freiwilligen Feuerwehr in Ahrbrück. So hatte Wehrführer Torsten Claesgens am Dienstagabend eine groß angelegte Übung angesetzt, bei der die Feuerwehrleute bis zum Limit gefordert wurden. Auf der Brücke zur Sudetenstraße, ganz in der Nähe des Feuerwehrgerätehauses war ein Unfall simuliert, bei dem ein Pkw mit einem Anhänger zusammengestoßen war, auf dem ein Gefahrstofftank mit zunächst undefinierbarer Flüssigkeit auslief. Die Übungsleitung hatte der Bruder des Wehrführers Jan Claesgens als Berufsfeuerwehrmann von Anfang an im Griff und als Leiter der Teileinheit des Gefahrstoffzuges, ebenfalls Angehöriger der Berufsfeuerwehr, hatte Florina Ulrich die Verantwortung übernommen.
Nach dem Ausrücken der Ortsfeuerwehr und der anschließenden Lagebeurteilung galt es erst einmal Menschenleben zu retten, da eine verletzte junge Dame außerhalb, in der auslaufenden Flüssigkeit lag und sich weitere verletzte Personen in den Fahrzeugen befanden. Nachdem der Rettungseinsatz mittels schweren Atemschutzes lief, traf auch schon der Gerätewagen Umweltschutz ein, um sich der auslaufenden Flüssigkeit anzunehmen.
Da zwar die Brennbarkeit der Flüssigkeit ausgeschlossen werden konnte, stand doch eine Verätzung im Raum, sodass die Einsatzkräfte der Teileinheit Gefahrstoffzug gleich mit der Dekontaminierung der geretteten Personen und auch der unmittelbar betroffenen Feuerwehrmänner begannen.
Zwei Feuerwehrkameraden, eingepackt im durchgehenden Schutzanzug fingen die umweltschädigende Flüssigkeit auf, die später von einer Spezialfirma übernommen wurde.
Für die rund 25 beteiligten Feuerwehrleute ein Übungsszenario über rund zwei Stunden, das es in sich hatte und fast alle Facetten eines Einsatzes widerspiegelte.
Dabei gerieten auch die Freiwilligen und Ehrenamtlichen fast an ihre Grenzen. Zum Glück war es nur eine Übung, aber im Ernstfall hätten die Ahrbrücker Feuerwehrleute alles richtig gemacht, so das Urteil von Jan Claesgens und seinem Bruder dem Wehrführer Torsten Claesgens, die mit ihrer Mannschaft und dem Übungsverlauf zufrieden waren. UM
Ganz zu Beginn galt es Menschenleben zu retten.
In Ahrbrück wurde anhand eines Übungsszenarios für den Ernstfall geprobt.
Ein Tank verlor nach einem Unfall eine undefinierbare Flüssigkeit.
