Jugendfeuerwehr und Aktive zeigten ihr Können beim Tag der offenen Tür
Fit für den Ernstfall
Rheinbach. Letzten Sonntag öffnete der Löschzug 1 der Freiwillige Feuerwehr Rheinbach die Tore der Feuerwache im Brucknerweg für die Rheinbacher Bevölkerung. Löschzugführer Hubert Klein war mit der Resonanz zum Tag der offenen Tür sehr zufrieden. Den Besuchern bot sich ein beeindruckendes Bild von der Einsatzbereitschaft und von der Ausstattung der Rheinbacher Feuerwehr. Im Mittelpunkt des Interesses der kleinen und großen Besucher stand das Fahrzeug mit der ausgefahrenen 30m langen Riesendrehleiter. Damit können Personen bis zu einer Höhe von 23 m geborgen werden. Auch sonst überzeugte die gezeigte Fahrzeugflotte. Zunächst zeigte die Jugendfeuerwehr ihr Können. Sie trugen einen „Löschangriff“ vor und demonstrierten, wie mit Schläuchen das Wasser vor Ort gebracht wurde.
Löschzugführer Hubert Klein erläuterte den Besuchern das Vorgehen. Derzeit besteht die Jugendfeuerwehr erfreulicherweise aus 22 Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 18 Jahren. Sie werden unter der Regie vom Leiter der Jugendfeuerwehr im Löschzug, Christian Schlenker und weiteren Jugendbetreuern angeleitet und ausgebildet.
Simulierte Ernstfälle
Danach zeigten die Aktiven ihr Können. Eine Fettexplosion wurde simuliert und eine meterhohe Stichflamme schoss aus einem Gefäß empor. Hubert Klein erklärte, dass es bei so einer Explosion darauf ankommt, dem Brand den Sauerstoff zu entziehen. Aufregend und spannend wurde es, als es darum ging, eine verletzte Person aus einem eingeschlossenen PKW zu bergen.
Die Feuerwehrkameraden hebelten mit schwerem Gerät die Tür auf der Fahrerseite auf und drangen so in das Innere des Fahrzeuges ein. Fachmännisch wurde die verletzte Person geborgen. Der simulierte Fall kommt sicher häufiger vor, als man annimmt und es zeigte sich, dass trotz des Einsatzes moderner Geräte viel Kraft und Schweiß erforderlich sind, um in einen verunfallten PKW hineinzukommen. Bereits 116 Einsätze lagen am Tag der offenen Tür hinter den 63 Aktiven des Löschzuges. Einige Kameraden waren bei dem Unwettereinsatz in Essen und Düsseldorf dabei und unterstützten die Arbeiten zur Beseitigung der Sturmschäden.
Auch für die kleinen Besucher gab es am Tag der offenen Tür viel zu sehen und auszuprobieren. In der Fahrzeughalle hatte die Feuerwehr Tische und Bänke aufgestellt und die Besucher konnten es sich dort bei Gegrilltem und Fritten gut gehen lassen.
Zusätzlich war ein großes Kuchenbüfett aufgebaut. Die leckeren Kuchen hatten die Frauen der Aktiven und die Eltern der Jugendfeuerwehr gebacken. Über zwei Jahre dauert die Ausbildung bei der Feuerwehr. Wer Lust hat, in der Jugendfeuerwehr dabei zu sein, kann dienstags ab 18 Uhr im Brucknerweg vorbeischauen. Mädchen und Jungs ab zehn Jahren können mitmachen und sind willkommen.
Beeindruckt waren die Besucher, als die Kameraden des Löschzuges 1 bei einer Übung eine eingeklemmte Person aus einem PKW retten mussten.
