Infoveranstaltung zu Gesundheitsförderung und Prävention
Fitness für alle – was hält uns gesund?
Vorträge, Workshops, Mitmach-Aktionen und Info-Stände in der Stadthalle Mons Tabor
Montabaur. „Mens sana in corpore sano“, wörtlich übersetzt: „In einem gesunden Körper wohnt doch ein gesunder Geist“. Dies schrieb schon der römische Dichter Juvenal (58-130 nach Christus). Wie aktuell dieser fast 2.000 Jahre alte Spruch immer noch ist, darüber konnten sich die Besucher der Veranstaltung „Fitness für alle – was hält uns gesund? Gesundheitsförderung und Prävention in den Lebenswelten“ in der Stadthalle Montabaur informieren.
Das Thema ist hochaktuell und entsprechend vielfältig war das Angebot der Informationsstände: Alles drehte sich an diesem Tag rund um das Thema Gesundheit und Prävention. Judith Gläser, Generationenbeauftragte der Verbandsgemeinde Montabaur, hatte im Vorfeld mit ihren fleißigen Helfern viel organisiert, damit die Veranstaltung reibungslos über die Bühne laufen konnte. „Die Akteure sind gut vorbereitet und engagiert“, zog sie Bilanz. Gesunde und zufriedene Bürger sind das Ziel einer jeden Kommune. Die Verbandsgemeinde lud ein, eine neue Sichtweise auf das Thema Gesundheit kennen zu lernen. Den Blick auf das lenken, was gesund hält. Stärkung der eigenen Ressourcen – Potentiale entdecken und entfalten, das ist das Ziel.
„Dazu trägt vieles bei: Lebendige Dörfer, gute Lebensqualität für alle Generationen, starke Nachbarschaften, gesunde und bewegte Kitas und Schulen, Wohlbefinden am Arbeitsplatz und aktive Vereine“, fasst Judith Gläser zusammen.
Herausforderung für die Gesundheit aller Generationen
Die Angebotspalette war breit gefächert: von Vorträgen, Workshops, Mitmach-Aktionen, gesundem Essen mit Obst bis zu Info-Ständen war alles dabei. Die Real-Schule Nentershausen hatte beispielsweise einen Info-Stand aufgestellt, bei dem Besucher den Zuckergehalt verschiedener Getränke einschätzen sollten. Da gab es zahlreiche erstaunte Gesichter, da viele den Zuckergehalt stark unterschätzen – und insbesondere die schädlichen Auswirkungen dessen.
Beim Markt der Möglichkeiten stellten verschiedene Krankenkassen (AOK, DAK, IKK) und die Landeszentrale für Gesundheitsförderung (LZG) ihre Angebote und Förderprogramme vor. Kindertagesstätten, Schulen und Vereine präsentierten ihre Projekte. Nachbarschaftshilfen und die Projekte-Werkstatt „Ich bin dabei!“ der Verbandsgemeinde informierten über ihre Arbeit.
24 Millionen Euro für Gesundheitsförderung und Prävention
Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Andree Stein, erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Montabaur. Die Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie, Sabine Bätzing-Lichtenthäler betonte die Wichtigkeit der Gesundheitsförderung und Prävention in der Kommune. „Es gilt, niedrigschwellige Angebote und Maßnahmen zu entwickeln und nachhaltig zu etablieren. Das gelingt durch gute und funktionierende Netzwerkarbeit: Initiativen, Projekte und Anlaufstellen kennen, sich informieren. Plattformen wie diesen Gesundheitstag zum Austausch nutzen und sich gegenseitig informieren“.
Sie informierte zum aktuellen Präventionsgesetz: „Die Sozialversicherungsträger sind nun per Gesetz verpflichtet, mehr Geld für gesundheitsfördernde und präventive Maßnahmen zu verausgaben – die Krankenkassen, die Rentenversicherung und die Unfallversicherung. Für Rheinland-Pfalz sind dies rund 24.000.000 Euro, die für die Gesundheitsförderung und Prävention zur Verfügung stehen“.
Fachleute informieren Bürger und sportliche Initiativen
Über „Gesunde Rezepte für Jung und Alt – der neue Gesundheitsgedanke“ referierte Dr. Ellis Huber. „Das Gehirn ist ein soziales Organ, es bildet immer wieder Synapsen bis ins hohe Alter“, gab er einige Einblicke in die aktuelle Forschung.
Bernd Gard, Ortsbürgermeister aus Mannebach, stellte das Modell „Gesundheitsförderung und Prävention – ein Thema für die Kommune“ vor. Ernährungsberaterin Andrea Schweizer-Waser ließ „Genuss-Momente erleben“. Sportwissenschaftler und Mentaltrainer Holger Jungandreas referierte zu „Bewegung ist ein Lebenselixier“. Melina Schützelhofer von der Ernährungsberatung RLP der Dienstleistungszentren ländlicher Raum Montabaur berichtete über „Gutes Kita- und Schulessen als Beitrag zur Prävention“.
Privat-Dozent Dr. med. Felix Post, Chefarzt Allgemeine Medizin und Kardiologe sowie Stefanie Ebner-Etzkorn vom Katholischen Klinikum Koblenz-Montabaur, informierten zu „Sport und Bewegung als Medikament zur Prävention – sekundäre Prävention – aus medizinischer Sicht“. Die Diplom-Sportwissenschaftlerin zeigte bei der Kinderrückenschule, wie die Kleinen schon vorbeugen können.
Hinweis: Am Montag, 13. November findet ab 18 Uhr die nächste Veranstaltung statt: „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ in der Stadthalle Mons Tabor, Montabaur.
Sabine Bätzing-Lichtenthäler
Auf dem Federbrett konnte jeder sein Gleichgewicht erproben und feststellen, wie viele kleine Muskeln beim hin-und-herwackeln aktiviert werden.
Judith Gläser mit Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Fotos: -EHL-
