Neues Spielhaus für Elterninitiativkindergarten in Altendorf-Ersdorf
„Flohkiste“ spendet altes Kletterhaus nach Albanien
Altendorf-Ersdorf. In die Jahre gekommen war das alte Spielhaus im idyllischen Garten des Elterninitiativkindergartens in Altendorf-Ersdorf. Mit seinem Tauseil-Aufstieg, dem Kletter-Netz und dem Ausguck war es aus Eltern- und Kindersicht zwar noch bestens in Schuss. Diese Bewertung fiel bei jährlichen Sicherheitsprüfungen aber ganz anders aus. „Wir bekamen jedes Jahr neue Auflagen, was am Spielhaus zu reparieren oder umzubauen sei, damit es aktuellen Sicherheitsbestimmungen entspricht“, so Michael Declair, 1. Vorsitzender des Vereins. Es musste gehandelt werden.
Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Juni beschlossen die Vereinsmitglieder deshalb einstimmig auf Vorschlag des Vorstands, dass ein neues Gartenspielhaus angeschafft werden sollte. Aber nicht nur das: Ein Vorschlag aus der Elternschaft wurde aufgegriffen und ebenfalls einstimmig beschlossen, das alte Spielhaus für ein soziales Projekt in Albanien zu spenden. So bauten freiwillige Helfer der Freien Evangelische Gemeinde in den Sommerferien das alte Spielhaus komplett ab, um es in der nächsten Zeit im Kindergarten der Stadt Krume in Nordalbanien wieder aufzubauen. In den dortigen Kindergarten gehen zurzeit 160 Kinder. Der Kindergarten hat ein geräumiges Außengelände, auf dem auch einige Spielgeräte stehen – allerdings in desolatem Zustand. Nichts funktioniert mehr, wie es soll, alle Geräte sind kaputt und nicht mehr zu gebrauchen. Kindgerechtes Spielen ist dort zurzeit nicht möglich. Da kommt das Meckenheimer Spielhaus gerade recht, um zur Erneuerung des Spielplatzes beizutragen.
So werden viele Kinder gleichzeitig glücklich: Nicht nur im fernen Albanien, auch in der Flohkiste ist seit vergangener Woche endlich das schicke neue Spielhaus aufgebaut, gelegen in einer Insel frischer Fallschutzschnitzel, die die Eltern hinter dem Haus verteilt haben. Wie ein Waldhaus aus dem Märchen steht es im Garten der Kirchstraße, glänzend in der Spätsommersonne. „Ich finde schön, dass wir jetzt auch eine Rutsche haben“, sagt der dreijährige Niklas. Und Lara ergänzt: „Gut ist auch, dass wir das alte Haus nicht weggeschmissen haben, sondern ärmere Kinder noch darin spielen können“.
