Drei über Blick aktuell gewonnene Blumentürme machen die Ortsmitte noch schöner
Flowerpower in Welschneudorf
In der Kirche wertet jetzt ein Grabstein mit Reliquien das Dorf noch weiter auf
Welschneudorf. Flowerpower gibt es jetzt in Welschneudorf. Nein, die 60er sind nicht zurückgekehrt. Jedoch freuen sich Welschneudorfer über drei Flowertower in der Mitte ihres Ortes.
Die installierte das in Kleve beheimatete Unternehmen „Flower and Shower“, das, wie der Name schon sagt, auch das „Duschen“ der Blütentürme übernimmt. Und das kostet die Gemeinde keinen Cent.
Und wie ist das möglich? Sabrina Krackl hatte sich für ihren Ort über Blick aktuell für den Blumenschmuck mitsamt Pflege beworben und gewonnen.
Bei der Verlosung gewannen auch die Städte Meckenheim und Sinzig, die ebenfalls mit Blumenschmuck bedacht wurden.
Für die niederländisch-deutsche Blumendeko-Firma Flower and Shower ist dies eine Werbeaktion über eine Marketingfirma. Nachdem mit den drei Stadt- und Gemeindeverwaltungen die Details abgeklärt waren, rückten die Firmenmitarbeiter mit einem Lastwagen voller Blumen und einem Anhänger mit Körben und Montagematerial an.
Schnell waren in Welschneudorf die drei Blumentürme auf den jeweils 200 kg schweren Betonsockeln installiert: „Die widerstehen jeglichem Vandalismus. Bereits zur Kirmes wird unsere Dorfmitte deutlich aufgewertet und das alles völlig kostenfrei“, freut sich der geschäftsführende Ortsbürgermeister Bernd Labonte.
„Der Flower Tower ist durch seine Größe aus einer anständigen Entfernung zu sehen und sehr solide. Dieser üppige Blumenturm hat einen Betonsockel und ist damit sehr stabil. Wir kommen alle zwei Wochen, füllen den 22 Liter Wasserspeicher auf und duschen die Pflanzen auch, deshalb Shower“, versicherte ein Firmenmitarbeiter. Bei großer Hitze muss das Gießteam jedoch wöchentlich in Welschneudorf anrücken, damit die Blumen weiterhin bis in den Herbst so herrlich bunt blühen.
Das Team ist jedoch in ganz Deutschland unterwegs, um die von Städten und Gemeinden bestellten Flower Baskets und Flower Tower zu pflegen. Dazu zählen Wässern der Pflanzen, Düngung, Wachstumskontrolle, Kontrolle von Krankheiten und Schädlingen, Entfernung von Unkraut und natürlich der Abbau im Herbst.
Begeistert von der Aktion ist neben den etwa 1000 Welschneudorfer Bürgern auch Gemeindearbeiter Dirk Fußhöller: „Ich finde die Aktion für das Dorf sehr schön. Wir von der Gemeinde haben mit der Pflege nichts zu tun, wir haben nur den Platz zur Verfügung gestellt.“
Die drei Blumentürme werten Welschneudorf noch mehr auf, wurde der Ort schon einmal als schönstes Dorf ausgezeichnet. Gründe dafür waren nicht nur die gepflegten Straßen und Gärten, sondern auch der Waldspielplatz und die Wanderwege.
In Welschneudorf steht auch das ehemalige Zeughaus der Kurfürsten von Trier, wo die Kirche integriert ist. „Dort fand man bei Reinigungsarbeiten einen Grabstein aus dem Jahre 1858 mit Reliquien der drei Märtyrer Felix, Crestentius und Clara. Vor zwei Wochen wurde der Stein am Altar
aufgehangen und ist jetzt für alle sichtbar“, erklärte Hans Schulze-Gahmen, Vorsitzender des Fördervereins „Lasst die Kirche im Dorf“. Er freut sich, dass Welschneudorf dadurch und auch den drei Blumentürmen noch attraktiver wird
. HEP
Auch Gemeindearbeiter Dirk Fußhöller ist von den neuen Blumentürmen begeistert. Fotos: hep
