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Junge Flüchtlinge trugen ihre Gedichte im Jugendkulturzentrum vor

Flüchtige Poesie mit Musik

16.03.2019 - 12:16

Lahnstein. Texte, die unter die Haut gehen, hörten die Besucher der Veranstaltung „Flüchtige Poesie mit Musik“ im Jugendkulturzentrum (JUKZ). Extra aus Berlin waren die jungen Flüchtlinge Sarah Safi, Robina Karimi (jeweils aus Afghanistan) und Ali Alzaeem (aus Syrien) mit ihrer Projektleiterin Theresa Rüger ans Rhein-Lahn-Eck gereist, um Gedichte des „Poetry Projects Berlin“ vorzutragen. Dieses Projekt macht es sich zur Aufgabe, sogenannte unbegleitete Minderjährige, die in Flüchtlingsheimen untergebracht sind oder waren, einzuladen, Gedichte in ihrer Sprache zu schreiben. So erhielt manch sprachloses Fluchterlebnis eine poetische Note. Todesangst, Fremdheit und Sehnsucht wurden in den Stücken verarbeitet. Einige afghanische Flüchtlinge, die in Lahnstein leben, wurden durch die Texte an ihre eigenen Fluchterlebnisse erinnert. Die Kraft der Poesie mit den sehr persönlichen und authentischen Zeilen schlug Brücken zwischen den jungen Wortkünstlern und den Einheimischen. „Der schönste Sommer meines Lebens war der letzte Sommer in Afghanistan“, lässt die siebzehnjährige Sarah ihrer Sehnsucht freien Lauf. Im Gedicht „Kopftuch“ beschreibt sie die Vorurteile, welche ihr im vermeintlich so offenen Berlin alltäglich begegnen. In „Afghanin sein“ geht Robina auf die verschlossenen Türen ein, mit denen sie aufgrund ihrer Herkunft immer konfrontiert ist: „Es ist kein Verbrechen, Afghanin zu sein, auch ich bin ein Mensch.“ Hoffnungsfroh sind die Gedanken über die Gleichberechtigung, welche der Afghanin in Deutschland neue Möglichkeiten bieten. Über die strikten Regeln im Flüchtlingsheim schmiedet Mahdi seine Verse. Besonders aufrührend ist das Gedicht, welches von der Flucht mit dem kleinen Schlauchboot über das Mittelmeer handelt. Die jungen Flüchtlinge wurden durch Victor Lee und Timo Marr unterstützt, zwei junge Talente von der Koblenzer Schauspielschule. Die Leiterin dieser Schauspielschule, Arina Horre, hatte die gesamte Veranstaltung in Szene gesetzt. Eindrucksvoll auch die musikalische Begleitung durch Katharina Obst, die erste Vorsitzende der Schauspielschule und ehemalige Schauspielschülerin, die als Sängerin die melancholischen Stücke, wie „Mad World“ nach Gary Jules oder „Zombie“ von den Cranberries intonierte. Für Susanne Koebl, Auslandskorrespondentin des SPIEGEL und die Projekt Initiatorin, zeigt der Zauber der Lyrik, dass unter den Trümmern des Krieges die poetische Seele einer jahrhundertealten Hochkultur lebt, schön und unzerstört, auch in dieser jungen Generation. Bei der Veranstaltung im JUKZ handelte es sich um die dritte Kooperationsveranstaltung mit dem Beirat für Migration und Integration der Stadt Lahnstein. Der Beiratsvorsitzende Turgay Emel zeigte sich beeindruckt von den Texten der jungen Poeten: „Wir unterstützen gerne Veranstaltungen, welche zum guten Miteinander von Einheimischen und ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern beitragen.“ Die Sozialpädagogin des JUKZ, Nasstaran Houshmand, zeigte sich als gute Gastgeberin und zeigte den Berliner Gästen die Schönheiten der Stadt.

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Kommentare
Uwe Klasen:
Angeblich werden in Deutschland 869 Millionen t/a CO² erzeugt, wovon die Atmung der 83 Millionen Einwohner bereits über 80 Prozent (747 t/a CO²) dieser Emissionen ausmacht! Um die selbstgesetzten Einsparungsziele umsetzen müsste das Land also Entvölkert werden, hierin ist die Fauna noch nicht eingerechnet!
Uwe Klasen:
Wenn die, bewusst geschürte, Klimahysterie eines geschafft hat, dann ist das die vollständige Destruktion der Lern- und Denkfähigkeit bei denen, die sich als Aktivisten bezeichnen oder deren Mitläufer sind. Sie sind nicht willens oder in der Lage, vermeintliche Studien, die jenseits des wissenschaftlich Diskutablen sind und nur zur Lenkung der auf diese Weise beeinflussten benötigt werden, zu hinterfragen!
K. Schmidt:
Und wieder eine Meldung zur AfD, mit Leserkommentaren zur AfD, bei der mir dutzende Beispiele der anderen Parteien einfallen die es keinen Deut anders, geschweige denn besser machen. Und das ist dann auch der Grund, wieso die AfD überhaupt noch gewählt wird. Ein Bollinger kann sich so doof anstellen und darstellen wie er will, solange genug andere Politiker schlicht nicht mehr gewählt und angesehen werden (können) weil sie sich auch nur doof anstellen und darstellen werden sie weiterhin zu viele Wähler zu Bollinger und Co. verjagen.
Karsten Kocher:
Den Worten im Leserkommentar von Frau Schulz ist zuzustimmen: Der Hang zur immer wiederkehrenden eitlen Selbstdarstellung bei Jan Bollinger ist an Peinlichkeit kaum noch zu überbieten.
Uwe Klasen:
„Das Betreiben von Parteiausschlußverfahren …. Ein äußerst seltsames Demokratieverständnis“ --- So wie in der SPD gegen Herrn Sarrazin oder in der CDU gegen Frau Schirdewahn oder die Forderungen bei den Grünen bezüglich Herrn Palmer. Einem liberalen Demokraten wird dabei Angst und Bange!
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