Allgemeine Berichte | 25.01.2018

CDA: Chancen der beruflichen Integration erkennen und Perspektiven gestalten

Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integrieren

Die CDA lud Experten, Betroffene und politisch Interessierte zu ihrer Veranstaltung ein, um über die derzeitige Situation zu diskutieren. privat

Neuwied. „Die Vermittlung von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt ist eine gestalterische Herausforderung für die Verantwortlichen und für unsere Gesellschaft.“

Diese Aussage des stellvertretenden Geschäftsleiters des Jobcenters Neuwied Frank Potthast zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Veranstaltung, die am 19. Januar in Neuwied stattfand. Auf Einladung der Christdemokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) diskutierten viele Experten, Betroffene und politisch Interessierte die gegenwärtige Situation. Roswitha Gottbehüt begrüßte als CDA-Vorsitzende die Teilnehmer.

Für Oliver Kirst von KAUSA - einer bundesweit agierenden Servicestelle zur Beratung für Selbstständige, jugendliche Migranten und Flüchtlinge sowie deren Eltern - ist die permanente Vernetzung mit anderen Organisationen die Basis für eine gelungene Integration. Ihnen ist gemeinsam, auf eine Duale Ausbildung hinzuarbeiten. Dieser Weg ist für viele Geflüchtete mühsam: Er verspricht nicht das schnelle Geld, um zuhause die Familien unterstützen zu können und setzt das schwierige Erlernen der deutschen Sprache voraus. Frank Potthast bestätigt das Sprachenproblem, was insbesondere in den Berufsschulen sehr deutlich wird und die Ausbildungszeit extrem verlängert. Außerdem stelle sich häufig die Frage, ob berufliche Kenntnisse vorhanden sind. Manchmal sind sie vorhanden, aber es gibt kein Zertifikat – oder es gibt ein Zertifikat, jedoch kennt niemand deren Bedeutung. Hier hilft sehr häufig ein vorgelagertes begleitendes Praktikum.

Sven Adamczewski von der Ausländerbehörde sieht sich mit einer vielschichtigen Gesetzeslage konfrontiert, die er versucht, auf unbürokratische Weise erfolgreich umzusetzen. Von dieser Arbeitsweise profitiert auch Ralf Winn. Seine Firma hat Flüchtlinge eingestellt und kooperiert mit allen anwesenden Einrichtungen.

Herr Amani aus Afghanistan berichtet von seiner Zeit, die er seit 2013 in Deutschland erlebte. Heute weiß er, dass er nach bestandener Prüfung als Facharbeiter übernommen wird. Helmut Hecking, sein Ausbilder, berichtet, dass Herr Amani einer von fünf Neuankömmlingen war, die die Firma Wirtgen 2015 über die Einstiegsqualifizierung Jugendlicher (EQJ) einstellte. „Sie haben den Vorteil, dass sie die fachspezifische deutsche Sprache in der Firma – mit einer Lehrerin – erlernen“, so Hecking.

„Wir brauchen die Flüchtlinge, die sich rechtmäßig in unserem Land aufhalten. Wir benötigen Fachkräfte. Dabei ist es wichtig, dass neben der Integration von Flüchtlingen auch ein Einwanderungsgesetz verabschiedet wird“ unterstrich Erwin Rüddel, MdB. Er weiß um die engagierte Arbeit der Verantwortlichen im Kreis Neuwied und bedankte sich bei ihnen.

Es folgte eine angeregte Diskussion zum Beispiel in Bezug auf die soziale Integration oder die in den 70er Jahren politisch nicht wahrgenommene Tatsache, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist. Dies in Betracht ziehend, sei man heute gut aufgestellt. Wolfgang von Keitz, der als CDU-Integrationsbeauftragter die Veranstaltung moderierte, wies auf die vielen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze hin, die seit der Flüchtlingswelle entstanden sind. „Es ist eine Herausforderung, die wir alle nach Kräften unterstützen.“

Pressemitteilung

der CDA - Kreisverband Neuwied

Die CDA lud Experten, Betroffene und politisch Interessierte zu ihrer Veranstaltung ein, um über die derzeitige Situation zu diskutieren. Foto: privat

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