Diesjähriger Weinwettbewerb zum Sparkassenriesling mit Rekordbeteiligung
„Flüssige Heimat, die schmeckt“
Löf. Hinter der brillanten Idee des Weinwettbewerbes „Herzblut für die Untermosel“ im Rahmen der Aktionsreihe der Kreissparkasse Mayen steht das Bestreben, Kultur, Landschaft und Natur in dieser Region zu fördern und den Tourismus zu stärken. Seit vier Jahren wird die oft mühevolle Arbeit der Winzer in Steillagen auf diese Weise gewürdigt und ihre Erzeugnisse bekannt gemacht. Dazu kürt die Kreissparkasse den besten Riesling zum „Sparkassenriesling“. Die Frage, welcher Wein am besten schmeckt, beantwortete eine vielköpfige Jury. Eingereicht wurden in diesem Jahr 37 Toprieslingweine aus den Lagen Gondorf, Hatzenport, Kattenes, Lehmen und Löf. Zur Beurteilung trafen sich die Jurymitglieder diesmal im Parkhotel Krähennest in Löf. „Wir sind sehr stolz darauf, dass in diesem Jahr noch mehr Weine eingereicht wurden, als die letzten Jahre. Letztes Jahr erfreuten wir uns über einen erneuten Höchststand von 28 Weinen, und in diesem Jahr durfte unsere Jury aus 37 eingereichten Weinen den Sieger küren“, berichtete Vorstandsvorsitzender Karl-Josef Esch. Um die Objektivität zu gewährleisten, wurde die Zahl der Offizialprüfer verdoppelt. Sechs Offizialprüfer hatten die gesamten Weine in Form einer Qualitätsweinprüfung nach Punktzahl bewertet. Die zwölf besten Weine kamen dann in die zweite Runde, an der weitere zwölf Jurymitglieder teilnahmen. Mit besonderem Vergnügen wieder dabei war Riesling-Liebhaber Landrat Dr. Alexander Saftig, der betonte: „Es sind die Pfründe, die wir haben, Landschaft und Wein müssen hervorgehoben werden. Wir stehen hinter unserem Wein.“ Er sandte ein Dankeschön an die Winzer, die die Weinkultur erhalten. In der Juryrunde waren außerdem Dr. Karl Graf zu Eltz, Verbandsbürgermeister Bruno Seibeld, die Ortsbürgermeister der teilnehmenden Orte, Pressevertreter, Frau Wagner-von Goor und Herbert Hürter, KSK-Filialleiter in Münstermaifeld, sowie Verwaltungsratmitglied Claudia Blotzki und Gerd Bruchof vertreten. Der Leiter der Innenrevision, Joachim Thönnes, überwachte die Vorbereitungen zur Probe und die Probe selbst. Wieder war es Thomas Ibald (Landwirtschaftskammer), der die Verfahrensweise der Auswertung erklärte und leitete. Von den eingereichten Qualitätsweinen waren drei in Gondorf, 22 in Hatzenport, drei in Kattenes, sieben in Lehmen und zwei in Löf erzeugt worden. Schon dreimal - in den Jahren 2013, 2014 und 2015 - gewannen Rieslinge aus Hatzenport den Titel.
Siegerwein kommt aus Kattenes
Spannend war natürlich die Frage, wer in diesem Jahr gekürt wird. Die Entscheidung fiel für den Wein „Katteneser Steinchen Riesling Kabinett feinherb“ vom Winzerhof Lothar Künster in Kattenes. An der exzellenten Lage der Weinberge in Hatzenport kam die Jury auch in diesem Jahr nicht vorbei. Platz 2 belegte der „Hatzenporter Kirchberg Riesling trocken“ vom Bio Ferienweingut Leyendecker. Ihm folgte auf Platz 3 die „Hatzenporter Burg Bischofstein Riesling Auslese“ vom Weinhaus Ibald/Sylvia Gibbert. Auch diesmal bewahrheiteten sich die Worte von Landrat Dr. Alexander Saftig, der einmal sagte: „Schlechten Wein sucht man im Kreis Mayen-Koblenz vergebens!“ Der Wettbewerb findet Ende Oktober seinen Höhepunkt, wenn der „S-Riesling 2016“ gekürt wird. Dann dürfen im Parkhotel Krähennest alle die „flüssige Heimat, die schmeckt“ probieren. EP
