Allgemeine Berichte | 28.06.2022

Ausstellung „#AHRt“des Kulturbüros Rheinland-Pfalz in Kooperation mit der Galerie Diede

Flutkunst betroffener Künstler im Arp Museum

Eröffnung am 10. Juli

Ahrtal/Remagen.„#AHRt“ heißt die Präsentation im historischen Bahnhofsgebäude des Arp Museum Bahnhof Rolandseck, die ab der Eröffnung am 10. Juli bis 24. Juli Kunstwerke zeigt, die die Flut überlebt haben und solche, die sich mit dieser Naturkatastrophe und einem Neuanfang auseinandersetzen. Es sind Bilder, die von Gestern erzählen und das Morgen als neue Möglichkeit begreifen. Auch den Künstlern hat die verheerende Flut im Ahrtal im vergangenen Sommer 2021 ihr Heim und ihre Lebensgrundlage weggespült. Die Ausstellung des Kulturbüros Rheinland-Pfalz in Kooperation mit der Galerie Diede bietet für betroffenen Kunstschaffenden der Ahr-Region ein Forum und ist gleichzeitig eine Bestandsaufnahme.

Neben der bildenden Kunst gibt es Musik, performative Kunst, Wortkunst und Theater sowie soziale Kunstbeiträge. „#AHRt“ will Raum bieten zum Diskurs über die Wichtigkeit von Kunst und Kultur und über Möglichkeiten die Zukunft selbst zu gestalten. Ein Anspruch, der über das Eröffnungsprogramm und abwechslungsreiche Angebote und viele Künstlergespräche eingelöst wird.

Bei den ausgestellten Arbeiten kommt einerseits Freude auf über eine Wiederbegegnung mit den während der Corona-Zeit lange vermissten Kreativen. Andererseits erschreckt es, dass sie zusätzlich durch das Extremhochwasser erneut herb getroffen wurden.

Die Ausstellung eröffnet am Sonntag, 10. Juli, 11 Uhr, auf der Bahnhofsterrasse mit Grußworten von Staatssekretär Prof. Dr. Jürgen Hardeck, Landrätin Cornelia Weigand und der Kommissarischen Leiterin des Arp Museums Rolandseck, Petra Spielmann. Künstlerische Beiträge kommen von Stefan Maria Glöckner und Andy Neumann.

Um 14 Uhr beginnt „Kunst als Ort. Mit Menschen“, eine Mitmachaktion von Stefanie Manhillen in einer Installation. Mit von der Partie sind die Tänzerinnen Anna-Lu Masch und Claudia Reiff, Perkussionist Cami Donneys, Multi-Instrumentalist Björn Jentsch und Mixed-Media-Künstlerin Manhillen. Die Aktion bildet den Auftakt einer Projektreihe, gefördert von der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur zum Thema: Was für ein Ort kann die Kunst in Zeiten der Krise sein.

Künstler inGesprächen und Projekten

Künstlergespräche, jeweils von 17 bis 18 Uhr laden zum Wiedersehen und -hören oder Kennenlernen von Künstlern im Ahrtal ein. Zu erleben sind am Dienstag, 12. Juli, Sänger und Grafiker Stephan Maria Glöckner, am Mittwoch, 13. Juli, Malerin und Objektkünstlerin Margarete Gebauer und Journalistin Diana Ivanova, am Donnerstag, 14. Juli, Maler Kolja Senteur sowie am Freitag, 15. Juli, Rolf Habel und Rainer Hess. Weitere Künstlergespräche bestreiten am Dienstag und Mittwoch, 19. Juli und 20. Juli, der Bildhauer Rudolf P. Schneider, am Donnerstag, 21. Juli, der Maler Harald Nöthen und am Freitag, 22. Juli, Bildhauerin Beate Niepel.

Samstag, 16. Juli, 15 Uhr, geht es bei einer Aktion mit Stefanie Manhillen, Cami Donneys und Anna-Lu Masch rund um das Kunst Mobil, während am Sonntag, 17. Juli, 12 bis 18 Uhr, Rolf Habel unter dem Motto „Rettet meine Bilder“ dazu einlädt, seine von der Flut beeinträchtigten Bilder zu übermalen und schönzufärben. Wenn Künstler Habel dann am Samstag, 23. Juli, 15 Uhr, seine „Beratungsstelle für Sehnsüchtige“ aufschlägt, hört er Menschen zu, die von ihren Träumen und Sehnsüchten sprechen und ermuntert sie zum Kreativsein, um sie mit sich selbst mehr in Kontakt zu bringen.

Kulturtischgespräche mit Künstlern zum Thema „Künstlerisches Tun als Weg der Verarbeitung / Kunst als Sprache“ stehen am Sonntag, 24. Juli, 11 Uhr, auf dem Programm. Um 15 Uhr wird erörtert „Wie es weitergeht…“, um im Anschluss den inszenierten Abbau der Ausstellung einzuleiten. Neben den genannten Künstlern beteiligen sich an der „#AHRt“ Gregor Bendel, Angelika Furth, Axel Hausberg, Gudrun Hermen, Werner Mertens, Roland Michel und Roos Schäfer-Senteur.HG

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