Allgemeine Berichte | 29.11.2021

„Kunstberechtigt“ – Ausstellung in Linz

Fluxus-Künstler Stiliachus stellt „Kunstberechtigungsausweise“ aus

Bis 19. Dezember - Linzer Kunstverein KLIO für zeitgenössische und historische Kunst mit neun Künstlern

Der Neo-Pop-Art-Künstler Malte Sonnenfeld (rechts im Bild) erzählte den Besuchern einiges zur Entstehung seiner Bilder. Foto: CD

Linz. Zu der Vernissage „kunstberechtigt“ des Linzer Kunstvereins KLIO für zeitgenössische und historische Kunst konnte die Erste Vorsitzende Dr. Denise Steger die meisten der ausstellenden Künstler persönlich begrüßen. Alle zwei Jahre stellen die neun Künstler des etwa 30 Mitglieder zählenden Kunstvereins ihre Werke gesammelt vor.

Als besondere Note konnte Steger den Fluxus-Künstler Stiliachus dazu gewinnen, die Räumlichkeiten der Ausstellung in eine „Zentrale Vergabestelle“ seines legendären „Kunstberechtigungsausweises“ zu verwandeln. So standen etliche Besucher bereits Schlange an dem kleinen Tischchen, an dem einst Joseph Beuys gesessen haben soll, um einen solchen Ausweis zu erlangen. „Kunst für alle!“ rief Stiliachus beim Ausstellen seiner „Kunstberechtigungsausweise“.

Der Neo-Pop-Art-Künstler Malte Sonnenfeld hatte sich Gedanken gemacht, wie er das Motto „kunstberechtigt“ in breiter Form wiedergeben könne. „In der Corona-Zeit habe ich viele Stencils (Schablonen) gefertigt, in die ich Künstler anderer Genres einbezog.“, erzählte Sonnenfeld. In eine dieser Schablonen passte zum Beispiel ein angedeuteter Kopf Klaus Kinskys mit der bunt schreienden Erklärungs-Aufschrift „Kunst du Sau“. Auch sein abstraktes Stencil mit „Kunst muss“ in der einen und „gar nix in der anderen Ecke ließ die Betrachter schmunzeln.

Steger bedauerte, dass der polnische Meisterfotograf Zygmunt Gajewski in Polen weile und nicht kommen könne, freute sich aber über die Foto-Originale, die als von ihm entwickelte Unikate ausgestellt werden. Zudem sind Kunstwerke von Kathrin Boden, Ulrike Donié, Antonia Fournier, Hardy Rieger, Bernhard Schröder und Denise Steger zu betrachten. Ein besonderes Augenmerk fällt auch auf die Mal-Tücher Robert Reschkowskis. Sie stammen aus dem Arbeitsprozess seines 2,80x2 Meter großen Diptychons für die Rosenkreuzer in Birnbach. „Die dabei entstandenen Tücher sind für mich kein Abfall“, beteuerte Reschkowski. Er werde bei der Finissage am 19. Dezember jedem, der einen „Kunstberechtigungsausweis“ vorlegen könne, einen signierten Teil seiner Mal-Tücher überreichen.

Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 19. Dezember 2021, samstags und sonntags von 15-18 Uhr, Markt 9 in 53545 Linz am Rhein. Informationen auch unter redaktion@kunst-am-mittelrhein.de.

Der Neo-Pop-Art-Künstler Malte Sonnenfeld (rechts im Bild) erzählte den Besuchern einiges zur Entstehung seiner Bilder. Foto: CD

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