Allgemeine Berichte | 11.03.2015

Verein Zehnthaus e. V.

Forschungen am spät- eiszeitlichen Doppelgrab

Vortragsveranstaltung des Zehnthausvereins

Dr. Liane Giemsch bei ihrem Vortrag. privat

Swisttal-Odendorf. Vor 100 Jahren entdeckten Steinbrucharbeiter in Oberkassel bei Bonn ein 14.000 Jahre altes Doppelgrab aus der späten Eiszeit mit einer 25-jährigen Frau und einem etwa 35- bis 45-jährigen Mann. Archäologen und Wissenschaftler anderer Fachrichtungen nahmen dieses „Jubiläum“ zum Anlass, die Forschungen an diesem Fund neu aufzunehmen und mit modernsten Methoden zu überprüfen. Über die neuesten Erkenntnisse zu diesem Vorhaben berichtete jetzt auf Einladung des Vereins Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig die Leiterin des Forschungsprojekts und Mitkuratorin der derzeit im LVR-Landesmuseum Bonn gezeigten Ausstellung „Eiszeitjäger – Leben im Paradies. Europa vor 15000 Jahren“, Dr. Liane Giemsch. Die beiden Toten sind die zweitältesten anatomisch modernen Menschen Deutschlands.

Ob sie ein Paar oder miteinander verwandt waren, ist konnte nicht festgestellt werden.

Sicher ist aber nach den Untersuchungen, dass die beiden Rheinländer waren und sich sowohl von Fleisch als auch von Pflanzlichem ernährten.

Ihre Skelette waren nicht mehr vollständig erhalten und lagen leider nicht mehr unmittelbar an der Fundstelle, als der Steinbruchbesitzer die Archäologen informierte. Vermutlich sind zahlreiche besonders kleine Knochen im Abraum des Steinbruchs gelandet. Die Skelette waren (eventuell aus rituellen Gründen) mit Hämatit, einem dort vorkommenden Eisenoxid, bestreut, das die Knochen rot färbte. Mit den beiden Toten wurde einer der weltweit ältesten Haushunde beigesetzt.

Das beweist, dass es Haushunde schon damals gab und nicht, wie bisher angenommen, erst seit etwa 3.200 Jahren.

Zusätzlich waren dem Paar aus Geweih und Knochen gefertigte Kunstobjekte mit ins Grab gegeben worden, unter anderem ein Knochenstab mit geschnitztem Zierköpfchen.

Frau Giemsch berichtete noch viele weitere Details von den Ausgrabungen und forderte ihr Publikum auf, beim bevorstehenden Besuch der Ausstellung in Bonn darauf zu achten.

Dr. Liane Giemsch bei ihrem Vortrag. Foto: privat

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