Allgemeine Berichte | 15.11.2017

Forstamt Adenau

Forstamt kämpft für klimastabile Wälder

Voker Pantenburg (1. von links) vom Forstamt Adenau weist das Team der Deutschen Post DHL in das Pflanzverfahren für die klimastabilen Weißtannen und Rotbuchen ein Dietmar Ebi / landesforsten.rlp.de

Adenau. Während auf der Weltklimakonferenz COP23 in Bonn bis zum 17. November über das Weltklima und die verheerenden Folgen verhandelt wird, hat das forstliche Handel in den heimischen Wäldern schon lange begonnen. Gemeinsam mit einem Team der Deutschen Post DHL in Bonn werden am 7. November an der Hohen Acht stabile Mischbaumarten gepflanzt und somit das Schadensrisiko minimiert. Denn: „Die Folgen des Klimawandels sind eine reale Gefahr für unseren Wald“, sagt Förster Dietmar Ebi vom Forstamt Adenau.

„Bäume sind ortsfest und sehr langlebig. Sie können sich weder kurzfristig an neue Umweltbedingungen anpassen noch durch Flucht reagieren. Der Klimawandel ist keine Fiktion, er ist vor Ort in unserem Wald angekommen“, erklärt Ebi. Die Häufung und Verschärfung von Witterungsextremen wie Hitze, Trockenheit und Stürme bedeuten eine große Gefahr für den Wald. Zunehmender Schädlingsbefall und nachlassende Wuchskraft sind weitere große Herausforderungen, auf welche die Forstleute reagieren müssen. „Der Klimawandel bedroht den Lebensraum Wald und damit auch die gesamte Biodiversität des Ökosystems. Dies hat nicht nur schwerwiegende Folgen für die Natur, auch die Versorgung der Wirtschaft mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz gerät unter Druck“, so der Forstmann.

Unter dem Schirm von 60- bis 120-jährigen Fichten werden daher im Forstrevier Adenau an der Hohen Acht Rotbuchen und Weißtannen gepflanzt. Hierzu sind am 7. November extra Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Post DHL aus Bonn angereist. Die Firma hat sich das Ziel gesetzt jedes Jahr eine Million Bäume zu setzen. Unter der forstlichen Anleitung von Volker Pantenburg, Frank Hüllen und Dietmar Ebi konnte so ein reiner Fichtenbestand um 1.000 Rotbuchen und Weißtannen angereichert werden.

Besonders gefährdet ist der diesjährige Baum des Jahres, die Fichte. Sie gehört wegen ihres flachen Wurzelwerks und ihrer Vorliebe für eine kühle, feuchte Witterung zu den ersten Opfern des Klimawandels. „Unsere Aufgabe ist es, die Wälder fit für die Zukunft machen“, so der Förster. „Wir setzen dabei auf stabile Baumartenmischungen mit Bäumen, die besser an künftige Klimabedingungen angepasst sind. Hierzu zählen heimische Arten wie Buche, Eiche oder Weißtanne aber auch „Heimkehrer“ wie beispielsweise die Douglasie. Das nützt auch der biologischen Vielfalt“.

Schon seit Jahrzehnten bauen die Forstleute den Wald um. Jedes Jahr werden Millionen neuer Bäume gepflanzt und frühere Monokulturen in wertvolle Mischwälder umgewandelt. Wenn dann einzelne Baumarten aufgrund von Extremereignissen, neuartigen Krankheiten, Schadinsekten oder Pilzen ausfallen, wie die Fichte, die Esche oder die Ulme, können im besten Fall andere Baumarten diese Lücken ausfüllen. „Für diesen „Waldumbau“ wird uns Forstleuten ein großes fachliches Fingerspitzengefühl abverlangt“, erklärt Förster Ebi. Die Wälder der Zukunft werden dringend für die Versorgung der Menschen mit dem Rohstoff Holz benötigt, sie dienen als Trinkwasserspeicher und Lebensraum für Pflanzen und Tiere sowie zur Erholung und Gesunderhaltung der Menschen.

Wälder sind weltweit wichtige Klimafaktoren

Weltweit ist der Wald ein wichtiger Faktor für das Weltklima. Mit den Weltmeeren ist er der wichtigste Kohlenstoffspeicher. Im Holz der Waldbäume und in den Waldböden sind in Deutschland aktuell rund 2,5 Milliarden Tonnen Kohlenstoff gebunden. Zusätzlich entzieht der Wald der Atmosphäre durch das Wachstum der Bäume Kohlendioxid. Holzprodukte verlängern die Bindung des von den Bäumen aufgenommenen Kohlenstoffs. „Mit der Nutzung langlebiger Holzprodukte wie Holzhäuser oder Möbel kann also jeder zum Klimaschützer werden. Besonders wirksam ist es, wenn Holz anstelle von energieintensiveren Rohstoffen wie Stahl und Beton genutzt wird“, erklärt Dietmar Ebi. Die Leistung des deutschen Waldes ist durchaus beachtlich. Ohne seinen Beitrag würden die Gesamtemissionen des Treibhausgases CO2 in Deutschland um ca. 14 Prozent höher ausfallen. „Die nachhaltige Forstwirtschaft in Deutschland leistet somit einen wirksamen und zugleich kostengünstigen Beitrag zum Klimaschutz.

Weitere Informationen:

Hintergrundinformationen zur UN-Konferenz und zum Thema „Wald und Klimaschutz“ unter: http://cop23.german-forestry.com

Pressemitteilung des

Forstamt Adenau

Voker Pantenburg (1. von links) vom Forstamt Adenau weist das Team der Deutschen Post DHL in das Pflanzverfahren für die klimastabilen Weißtannen und Rotbuchen ein Foto: Dietmar Ebi / landesforsten.rlp.de

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