Allgemeine Berichte | 03.06.2017, 10:25 Uhr

Netzwerk Artenvielfalt informiert sich in Grafschaft-Esch

Fortschritte in der Agrartechnik

„Betriebswirtschaftliches und ökologisches Handeln erfordert hohe Investitionen“

Ralf Schmidt (v. l.), Barbara Hartmann, Marc Gasper und Franz-Josef Schäfer bei ihrem Informationsbesuch auf dem Möncheschen Hof.  privat
160

Grafschaft-Esch. Zu einem Informationsgespräch trafen sich die Akteure des Netzwerks Artenvielfalt auf dem Betriebsgelände der „Gasber GbR - Mönchescher Hof“, in Grafschaft-Esch, denn durch eine Investition „im hohen fünfstelligen Bereich“ steht dem Betrieb nunmehr ein satellitengestütztes GPS-System zur Flüssigdüngung und allen Pflanzenschutzmaßnahmen zur Verfügung. „Damit werden Überschneidungen vermieden, denn auf Flächen die bereits befahren wurden, schaltet sich die Pumpe der Spritze sofort ab, was ebenso bei modernen Güllefässern funktioniert“, erläuterte Marc Gasber den anwesenden Protagonisten des Netzwerks seine neue Errungenschaft. „Feldgrenzen werden genau eingehalten, auch an Wegen und Randstreifen“ ergänzt Franz-Josef Schäfer als Vorsitzender des Kreisbauern- und Winzerverbands, der diese vorbildliche Technik schon länger im eigenen Betrieb nutzt. „Gerade beim Wenden oder in verwinkelten Ecken ist eine Mehrfachüberfahrung dieser Flächen in vielen Fällen nicht zu vermeiden oder sehr aufwendig.“

Barbara Hartmann, Vorsitzende des Kreisimkerverbands, sieht in der exakt dosierten Düngegabe große Vorteile bei der Herbizid-Behandlung. „Wenn Randstreifen nicht mehr ‚überspritzt‘ werden, wird der direkte Kontakt mit dem Insekt vermieden, und die dortige Flora bleibt erhalten.

Dies bietet den wichtigen Nutzinsekten wie Hummeln und Bienen auch weiterhin eine Nahrungsgrundlage.“ Deren Bestäubungswert kommt vor allen dem Obstbau zugute und ist die Grundlage für reichhaltiges und gesundes Obst.

Ralf Schmidt, Naturschutzobmann und Vertreter der Kreisjägerschaft Ahrweiler im Netzwerk Artenvielfalt, sieht den Insektenreichtum auf extensiven Blüh- und Grünstreifen als wichtige Grundlage für alle Federwildküken, die in den ersten Wochen ihres Lebens auf tierisches Eiweiß angewiesen sind. „Das Äsungs- und Deckungsangebot für den Feldhasen generiert dem Hasennachwuchs zudem fettreiche Muttermilch und die dringend benötigten Verstecke vor Fressfeinden in der ansonsten ausgeräumten, flurbereinigten Agrarlandschaft.“

„Unser gemeinsames Ziel ist der Erhalt von Arten- und biologischer Vielfalt“, ergänzt Ralf Schmidt. „Die große Lösung kann es unter Berücksichtigung unserer Ressourcen-Interessen nicht geben. Daher sind gerade diese kleinen Schritte zu mehr ökologischen Handeln eine wichtige Alternative im Natur- und Artenschutz.“

Ralf Schmidt (v. l.), Barbara Hartmann, Marc Gasper und Franz-Josef Schäfer bei ihrem Informationsbesuch auf dem Möncheschen Hof. Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Dauerauftrag 2026
Steampunk-Abendmarkt "Zeitreise im Lichterglanz
Ausbildung zum Metallbauer
Stellenanzeige Kita Leitung / Erzieher / päd. Fachkräfte
Gebrauchtwagenanzegie
Imageanzeige
Bestellung Nr.: 4300003040-W100-606  / Kampagne Rheinschiene, KW 30-51
Produktionsmitarbeiter
Weitere Artikel
50 ehrenamtlichen Ordnern
577

Koblenz. Angeführt von Alexandra Susenburger und ihrem Hengst Cartujano zogen erneut rund 2.000 Teilnehmende vom Münzplatz durch die Straßen und Gassen der Koblenzer Altstadt zum Deutschen Eck. Musikalisch unterstützt wurde der Zug durch die Musikvereine von Löf und Rhens und dem Posaunenchor des Evangelischen Gemeindeverbandes.

Von "Unsere Altstadt" aus Koblenz

Weiterlesen

In Brogsitters Gasthaus Sanct Peter wurden die besten Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet.
1881

Siegerweine zeigen die außergewöhnliche Klasse an der Ahr

Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zum 16. Mal zeichnete der Weinpreis „Ahrwein des Jahres“ die besten Weine des Anbaugebiets Ahr aus. Insgesamt 97 Weine wurden in diesem Jahr in sechs Kategorien bewertet. Die Preisverleihung fand in Brogsitters Gasthaus St. Peter in Walporzheim statt, wo Winzerinnen, Winzer und Weinfachleute zusammenkamen, um die Siegerweine zu würdigen.

Von Barbara Knieps aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen