1000-Jahrfeier Krümmel:
Fotos, Anekdoten vom Krimmeler Gritt gesucht
Krümmel. Es gibt nur wenige Frauen, die aus dem gesellschaftlichen Abseits kamen und ein Bild im Menschen prägten, das nach langen Jahren bis auf den heutigen Tag in Erinnerung blieb: Frauen wie das „Krimmeler Gritt“.
Obwohl sie vor nunmehr über 80 Jahren am 18. November 1940 einen unglücklichen Tod durch Ertrinken im Saynbach bei Selters erlitt, blieb die aus dem kleinen Ort Krümmel stammende Musikantin, Unterhalterin und Sängerin mit ihrer Ziehharmonika bis auf den heutigen Tag in der Erinnerung der Unterwesterwälder Bevölkerung lebendig.
Ihre häuslichen Verhältnisse waren dürftig. Daher nutzte die Mutter von sechs Kindern ihre musikalische Begabtheit, kaufte sich eine Ziehharmonika („Quetschkommode“) und zog übers Land, um für die Familie das Brot zu verdienen.
Die für das kommende Jahr geplante Feierlichkeiten anlässlich der Ersterwähnung Krümmels in einer Urkunde Kaiser Heinrichs II. vor 1000 Jahren bietet den Anlass, sich auch der „Krimmeler Gritt“ zu erinnern, die mit ihrem Namen den kleinen Ort im Westerwald repräsentierte. Für zahlreiche Westerwälder blieb sie unvergessen.
Die Ortsgemeinde Krümmel würde sich freuen, wenn noch jemand Unterlagen in Form von Fotos, Dokumentationen oder Anekdoten zur Verfügung stellen könnte.
Kontakt: Ortsbürgermeister Krümmel, Burkhard Kuhn 02626/141523.
